Valencia: Brad Binder auf KTM unschlagbar, Öttl 8.

Von Sharleena Wirsing
Moto3

Da letzte Moto3-Rennen der Saison entschied Weltmeister Brad Binder für sich. In Valencia setzte er sich knapp gegen Rookie Joan Mir durch. Stark: KTM ist in Valencia in fünf Moto3-Jahren noch nie besiegt worden.

Bei strahlendem Sonnenschein gingen die Moto3-Piloten in ihr letztes Saisonrennen in Valencia. Im Moto3-Qualifying hatte Nicolò Bulega aus dem Team Sky VR46 den vierten Platz erzielt. In der Startaufstellung wurde er jedoch um 12 Positionen auf Platz 16 zurückversetzt, da er auf im Quali auf den Windschatten schnellerer Fahrer gewartet hatte. Bitter für Bulega, denn er kämpfte gegen Joan Mir und Fabio Di Giannantonio um den Titel «Rookie of the Year». Vor dem Valencia-GP trennen sie nur sechs Punkte.

Dasselbe Schicksal wie Bulega ereilte auch Bo Bendsneyder aus dem Team Red Bull KTM Ajo, der von der achten Position auf Platz 20 zurückverletzt wurde und Niccolò Antonelli, der Position 18 statt 6 in der Startaufstellung einnahm. Philipp Öttl rückte so vom siebten auf den fünften Startplatz nach vorne.

Start: Bittere Pille für Estrella Galicia 0,0-Honda: Pole-Setter Aron Canet muss aus der Boxengasse starten, nachdem seine Honda gestreikt hatte. Hiroki Ono setzt sich vor Enea Bastianini in Führung.

Runde 1: Enea Bastianini übernimmt die Führung vor Binder, Mir und Rodrigo. Bastianini will WM-Rang 2 gegen Francesco Bagnaia und Jorge Navarro verteidigen.

Runde 2: Rodrigo stürzt und räumt Bagnaia ab. Damit verliert der Mahindra-Pilot seine Chance auf WM-Rang 2. Binder erlebt Probleme mit seiner KTM und fällt zurück. «Mein letztes Rennen in der Moto3-Klasse. Solange ich gewinne, bin ich zufrieden. Am Mittwoch beginnt in Jerez der Ernst des Lebens mit der Moto2-Maschine», hatte Brad Binder kurz vor dem Start noch des Rennens gegenüber SPEEDWEEK erklärt.

Runde 3: Joan Mir führt vor Bastianini und Di Giannantonio, Migno, Ono und Guevara. Lorenzo Dalla Porta stürzt. Philipp Öttl liegt nur auf dem neunten Rang.

Runde 6: Mir liegt 0,7 sec vor Rookie Di Giannantonio. Dahinter folgen Migno, Bastianini, Guevara, Kornfeil und Navarro. Öttl ist Zehnter hinter Herrera-Ersatz Raul Fernandez.

Runde 8: Öttl schiebt sich auf die achte Position nach vorne. Mir muss sich um eine Position zurückfallen lassen, da er überholt hatte, während die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Nun führt Migno.

Runde 9: Mir erobert Platz 1 zurück und liegt nun vor Di Giannantonio, Migno, Bastianini, Kornfeil und Guevara. Öttl hat Platz 8 hinter Navarro inne. Weltmeister Brad Binder liegt auf dem elften Rang.

Runde 12: Migno übernimmt die Führung vor Bastianini, Mir und Di Giannantonio. Öttl ist Achter und holt zu Navarro auf, der KTM-Pilot hat aber Brad Binder im Nacken.

Runde 13: Binder hat sich Öttl geschnappt und jagt Navarro. Migno führt das Rennen vor Bastianini an. Binder geht auch an Guevara und Navarro vorbei, nun ist er Sechster.

Runde 16: Binder ist nun Fünfter hinter Migno, Di Giannantonio, Mir und Bastianini. Öttl liegt weiter auf dem neunten Rang. Migno konnte sich um 0,3 sec von den Verfolgern absetzen.

Runde 17: Binder macht als Dritter Jagd auf Mir und Migno. Die Führungsgruppe reicht bis zu Philipp Öttl auf Platz 9 zurück.

Runde 19: Öttl hat sich Navarro geschnappt und ist Achter. Österreich-Sieger Mir liegt weiter vor Migno und Binder.

Runde 20: Binder bremst sich nach der Start-Ziel-Gerade an Migno vorbei auf Platz 2 hinter Mir. Öttl ist weiter Achter hinter Kornfeil.

Runde 22: Mir führt vor Binder, Bastianini und Migno.

Letzte Runde: Weltmeister Binder bremst sich nach Start-Ziel an Mir vorbei und führt. Öttl geht als Achter in die letzte Runde. Mir startet noch einen finalen Angriff auf Binder, der jedoch scheitert.

Ziel: Weltmeister Brad Binder holt seinen siebten Saisonsieg für KTM. Hauchdünne 0,056 sec hinter ihm preschte Joan Mir über die Ziellinie und hielt Andrea Migno, Enea Bastianini, Fabio Di Giannantonio, Juanfran Guevara, Jakub Kornfeil und Philipp Öttl hinter sich. Bester Mahindra-Pilot war Jorge Martin auf Platz 10.

Den Kampf um den Titel «Rookie of the Year» entschied Joan Mir für sich. Enea Bastianini sicherte WM-Rang 2 im Fight gegen Jorge Navarro.

Endstand in der Marken-WM: 1. KTM 382 Punkte. 2. Honda 350. 3. Mahindra 211. 4. Peugeot 55.

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