Paolo Simoncelli: «Moto3 braucht strengere Strafen»

Von Nora Lantschner
Moto3
Honda-Pilot Tatsuki Suzuki sah in Buriram die Zielflagge nicht

Honda-Pilot Tatsuki Suzuki sah in Buriram die Zielflagge nicht

SIC58-Squadra-Corse-Teameigentümer Paolo Simoncelli musste in Buriram mit ansehen, wie das Moto3-Rennen von Tatsuki Suzuki frühzeitig beendet wurde. Jetzt fordert er eine Reaktion.

«Ohne Regeln sind wir verloren. Deshalb braucht die Moto3-Klasse strengere und klare Regeln, die keinen Zweifel und keine Fragezeichen aufkommen lassen und die Kamikaze-Fahrer aufhalten», forderte Paolo Simoncelli nach dem Thailand-GP einmal mehr. Sein Schützling Tatsuki Suzuki gehörte neben WM-Leader Aron Canet und John McPhee zu jenen Fahrern, die im Moto3-Rennen durch eine von Darryn Binder ausgelöste Kollision abgeräumt wurden. Der 21-jährige Südafrikaner (CIPGreen Power KTM) bekam deshalb einen Ride-Through-Penalty aufgebrummt.

«Im letzten Grand Prix haben wir gesehen, wie einfach die Arbeit eines Teams sich in wenigen Sekunden in Luft auflösen kann», klagte der SIC58-Squadra-Corse-Chef. «Tatsuki hat sein Rennen, in dem er wahrscheinlich um die Podestplätze hätte kämpfen können, unsanft auf dem Boden beendet und keiner wird Canet die verlorene Weltmeisterschaft zurückgeben. Das ist kein Spiel und kann gefährlich werden.»

«Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass es strengere Strafen braucht», bekräftigte Simoncelli. «Ein Fahrer ist ein junger Kerl. Da ist es klar, dass er die ganze Hand nimmt, wenn du ihm den kleinen Finger reichst – und so nutzt er zum Beispiel die Fläche außerhalb der Kerbs, ohne lange darüber nachzudenken.»

«Die Strafen sind der einzige Weg, um sicherzustellen, dass sie zwei oder auch drei Mal darüber nachdenken, bevor sie zu einem Überholmanöver am Limit ansetzen. Man muss darauf hinarbeiten, dass dieses Aufblitzen von 'Heldentum' eingeschränkt wird», unterstrich Simoncelli.

Übrigens: Darryn Binder war in Buriram nicht der einzige Übeltäter. Weil Andrea Migno bei seinem Sturz den Japaner Ai Ogura unschuldig zu Boden riss, fährt der Italiener aus dem Mugen-Race-KTM-Team von Fiorenzo Caponera in Japan sechs Startplätze weiter hinten los.

WM-Stand nach 15 von 19 Rennen:

1. Dalla Porta 204. 2. Canet 182. 3. Arbolino 161. 4. Ramirez 136. 5. McPhee 126. 6. Antonelli 118. 7. Vietti 100. 8. Masia 96. 9. Foggia 92. 10. Ogura 86. 11. Suzuki 85. 12. Kornfeil 76. 13. Arenas 68. 14. Fernandez 67. 15. Rodrigo 67. 16. Lopez 61. 17. Toba 60. 18. enati 58. 19. Migno 52. 20. Sasaki 50.

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