Wie Suzuki auf den Zwischenfall mit Lopez reagiert

Von Nora Lantschner
Moto3
Tatsuki Suzuki und seine SIC58 Squadra Corse ließen sich am Samstag nicht aufhalten

Tatsuki Suzuki und seine SIC58 Squadra Corse ließen sich am Samstag nicht aufhalten

Tatsuki Suzuki startet von der Pole-Position in das erste Moto3-Rennen der Saison 2020. Der Honda-Pilot aus der SIC58 Squadra Corse musste im Qualifying von Doha gleich zwei Zwischenfälle überstehen.

Tatsuki Suzuki sicherte sich nach einem ereignisreichen Qualifying die zweite Pole-Position seiner Karriere. Dabei musste der Honda-Pilot aus der SIC58 Squadra Corse nach einem Fehler im FP2 den Umweg über das Q1 antreten.

Dort kam es in der Schlussphase zum üblichen Gedränge auf der Strecke. Gleich nach der Zieldurchfahrt sorgte ein Zwischenfall für Aufregung: Alonso Lopez beschwerte sich gestenreich über Suzuki und rempelte den SIC58-Fahrer an. Der in Riccione lebende Japaner ließ den Spanier mit der typisch italienischen Handbewegung aber umgehend wissen, dass er wenig Verständnis für dessen Reaktion hatte.

Was war passiert? «Kein Ahnung», zuckte Suzuki betont gelassen mit den Schultern. «Jeder will hinter einem anderen die Rundenzeit fahren, um den Windschatten auszunutzen. Vielleicht hat es für ihn nicht so gut funktioniert. Ich weiß es nicht. Zum Glück sind wir nicht gestürzt – und das war’s.»

Unbeeindruckt fuhr Suzuki anschließend in 2:04,815 min auf die Pole-Position für das erste Moto3-Rennen des Jahres, obwohl sich eine zweite Zeitattacke im Q2 nicht mehr ausging, nachdem in der SIC58-Box wegen eines technischen Problems noch fieberhaft an der Honda gearbeitet werden musste.

«Am Freitag war ich noch ein bisschen wütend, weil es ein kleines Missverständnis im Team gab und wir am Ende des FP2 keine schnelle Rundenzeit mehr fahren konnten. Wir waren daher ein bisschen besorgt, aber auch im Vorjahr lief es in Jerez und Misano gut, als ich über das Q1 in das Q2 kam», schmunzelte der 22-Jährige. Tatsächlich stand er damals jeweils in der ersten Startreihe. «Auch an diesem Samstag haben wir im Q1 angefangen, wir sind wirklich ruhig geblieben und haben versucht, eine gute Rundenzeit zu schaffen. Ich bin sehr glücklich.»

Übrigens: Auf die Pole-Position folgte in Misano 2019 auch sein erster GP-Sieg. In der WM-Wertung landete Suzuki auf Gesamtrang 8. Was muss er 2020 anders machen, um im Titelkampf mitmischen zu können? «Ich glaube, ich muss schauen, in jedem Rennen etwas nach Hause zu bringen. Auch wenn es schwierig war, habe ich im Vorjahr versucht, an der Spitze zu sein, und habe dann Fehler gemacht oder war in Zwischenfälle mit anderen Fahrern verwickelt», analysierte er rückblickend. «Die Moto3 ist sehr konkurrenzfähig, jeder ist schnell. Vielleicht muss ich daran denken, immer etwas nach Hause zu bringen – und dann, wenn es geht, etwas Größeres holen.»

Moto3, Katar, Q2

1. Suzuki, Honda, 2:04,815 min
2. Fernandez, KTM, + 0,008 sec
3. Arenas, KTM, + 0,110
4. Binder, KTM, + 0,211
5. Ogura, Honda, + 0,250
6. Masia, Honda, + 0,271
7. Migno, KTM, + 0,314
8. Öncü, KTM, + 0,361
9. McPhee, Honda, + 0,427
10. Arbolino, Honda, + 0,512
11. Alcoba, Honda, + 0,528
12. Toba, KTM, + 0,606
13. Rodrigo, Honda, + 0,697
14. Garcia, Honda, + 0,771
15. Kunii, Honda, + 1,028

Die weitere Startaufstellung
26. Kofler, KTM
28. Geiger, KTM
29. Dupasquier, KTM

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