Doha: Acosta fährt aus der Boxengasse zum Moto3-Sieg

Von Mario Furli
Moto3
Das Moto3-Rennen am Ostersonntag war nichts für schwache Nerven: Der 16-jährige Rookie Pedro Acosta (Red Bull KTM Ajo) gewann seinen ersten Grand Prix nach dem Start aus der Boxengasse. Punkte für Dupasquier und Kofler.

WM-Leader Jaume Masia (Red Bull KTM Ajo) nahm den zweiten Grand Prix in Katar von der Pole-Position in Angriff. Sein Teamkollege Pedro Acosta, beim WM-Auftakt noch Zweiter, gehörte dagegen wie Dennis Foggia, Sergio Garcia, Deniz Öncü, Riccardo Rossi, Romano Fenati und Stefano Nepa zu den Fahrern, die mit einer schweren Hypothek ins Rennen gingen: Wegen Bummelns im FP2 wurden sie zum Start aus der Boxengasse verdonnert.

GASGAS-Pilot Guevara wurde zudem nach einem Crash im Warm-up ins Medical Center gebracht, wo Entwarnung gegeben wurde: Er war fit fürs Rennen.

Ebenfalls eine Strafe auferlegt bekommen hatte Xavier Artigas: Der Leopard-Rookie hatte im Katar-GP einen Crash verursacht und musste am Ostersonntag daher einen doppelten Long-Lap-Penalty absolvieren.

Jason Dupasquier (PrüstelGP KTM) verfügte mit Startplatz 9 über eine gute Ausgangslage im Kampf um die nächsten WM-Punkte, schwieriger gestaltete sich die Aufgabe für Österreichs einzigen GP-Stammfahrer: Maximilian Kofler (CIP) fuhr nur von Startplatz 20 los.

So lief das zweite Moto3-Rennen der Saison

Start: Gresini-Honda-Pilot Rodrigo biegt als Erster in die erste Kurve ein. Dahinter reihen sich Binder und Suzuki ein. Der Südafrikaner verliert keine Zeit und geht schnell in Führung. Masia kämpft sich in der ersten Runde zurück in die Top-3. Dupasquier liegt auf P11, Kofler auf P18.

2. Runde: Nach der üblichen Windschattenschlacht auf Start-Ziel liegen mit Suzuki und Toba zwei Japaner in Front. Toba übernimmt die Führung, Binder geht ebenfalls an Suzuki vorbei.

3. Runde: Binder biegt als Erster in die erste Kurve ein, dahinter reihen sich Toba, Rodrigo, Salac, Suzuki, Antonelli und Masia ein. Die sieben Fahrer, die aus der Boxengasse kamen, liegen noch rund sieben Sekunden hinter dem 21-köpfigen Feld, das noch in einer Gruppe fährt.

4. Runde: Salac geht in Führung. Artigas absolviert auch den zweiten Long-Lap-Penalty.

5. Runde: Rodrigo, Migno, Masia liegen nach Start-Ziel auf den Plätzen 1 bis 3.

6. Runde: Runde für Runde wird das Feld auf der Geraden durchgemischt – Binder ist zurück an der Spitze, wird dann aber vom Snipers-Duo Salac und Migno verdrängt. Kofler kämpft als 18. um den Anschluss an die große Spitzengruppe.

7. Runde: Die aus der Boxengasse gestarteten Fahrer haben Fellon und Izdihar eingeholt.

8. Runde: Dupasquier liegt auf P15, Kofler auf P19.

9. Runde: Binder führt, 18 Fahrer trennen nur zwei Sekunden. Kofler kommt nicht ganz mit der Führungsgruppe mit.

10. Runde: Salac liegt vorne, gefolgt von Binder, Rodrigo, Toba, McPhee.

11. Runde: Zwischen den Petronas-Sprinta-Teamkollegen McPhee und Binder wird es in der ersten Kurve eng, der Südafrikaner geht weit und fällt bis auf P14 zurück. Alcoba liegt als 10. nur noch 2,7 sec hinter der Spitze.

12. Runde: Artigas stürzt nach einem Kontakt mit Tatay in Kurve 6.

13. Runde: Migno führt, sein Teamkollege Salac stürzt in Kurve 2 aus der Spitzengruppe.

14. Runde: Fünf Runden vor Schluss trennen die ersten 21 Fahrer weniger als 2 sec. Auch Kofler ist als 19. wieder in der großen Gruppe dabei. Dupasquier auf P14.

15. Runde: Alcoba biegt als Zweiter in die erste Kurve ein, erwischt aber das Hinterrad von Binder, stürzt – und seine Honda räumt McPhee ab. Der Schotte ist sichtlich erregt und tritt im Kiesbett nach. Es kommt zu einer unschönen Rangelei.

Dann der nächste Zwischenfall: Tatay und Adrian Fernandez stürzen in Turn 6.

16. Runde: 14 Fahrer bilden die erste Gruppe, Kofler (15.) schiebt sich aber wieder ran. WM-Leader Masia liegt vor Migno und Binder in Front, sein Teamkollege Acosta ist hinter Rodrigo in den Top-5 angekommen.

17. Runde: Die Top-5 – Rodrigo, Masia, Binder, Acosta und Migno – kommen weg. Acosta übernimmt Rang 3 von Binder und schnappt sich dann auch Masia. Garcia stürzt in Kurve 10.

Letzte Runde: Acosta, der aus der Boxengasse gestartet ist, geht als Führender in die letzte Runde. Antonelli und Toba mischen sich ebenfalls noch in den Kampf um die Podestplätze ein.

Acosta hängt Binder Zehntel um Zehntel ab und fährt sensationell seinem Debüt-Sieg entgegen, es ist der 98. GP-Sieg für das Ajo Team. Masia greift in Kurve 10 Rodrigo (3.) an – beide gehen weit und fallen zurück. Antonelli ist zur Stelle und verteidigt den dritten Platz bis zum Zielstrich erfolgreich gegen Migno.

Erfreulich: Für Dupasquier und Kofler gibt es auf den Plätzen 11 und 14 im zweiten Rennen der Saison nach 18 umkämpften Runden (Top-15 in 2,2 sec) zum zweiten Mal WM-Punkte.

Doha-GP, Moto3-Ergebnis, 4. April:

1. Acosta, KTM, 38:22,430 min
2. Binder, Honda, + 0,039 sec
3. Antonelli, KTM, + 0,482
4. Migno, Honda, + 0,514
5. Toba, KTM, + 0,651
6. Guevara, GASGAS, + 0,708
7. Sasaki, KTM, + 1,805
8. Yamanaka, KTM, + 1,857
9. Masia, KTM, + 1,875
10. Fenati, Husqvarna, + 1,967
11. Dupasquier, KTM, + 1,994
12. Suzuki, Honda, + 2,234
13. Rodrigo, Honda, + 2,235
14. Kofler, KTM, + 2,249
15. Kunii, Honda, + 2,260

Moto3-WM Stand nach 2 von 19 Grand Prix:

1. Acosta, 45 Punkte. 2. Binder 36. 3. Masia 32. 4. Antonelli 26. 5. Guevara 19. 6. Toba 18. 7. Rodrigo 14. 8. Garcia 13. 9. Migno 13. 10. Suzuki 12. 11. Fenati 11. 12. Duspasquier 11. 13. Yamanaka 10. 14. Sasaki 9. 15. Tatay 4. 16. Salac 3. 17. Kofler 3.

Konstrukteurs-WM:

1. KTM 50. 2. Honda 36. 3. GASGAS 23. 4. Husqvarna 11.

Team-WM:

1. Red Bull KTM Ajo 77. 2. Petronas Sprinta Racing 36. 3. GASGAS Gaviota Aspar 32. 4. Avintia Esponsorama 30. 5. CIP Green Power 21. 6. CarXpert PrüstelGP 21. 7. Rivacold Snipers 16. 8. Indonesian Racing Gresini 14. 9. SIC 58 Squadra Corse 12. 10. Sterilgarda Max Racing 11. 11. Red Bull KTM Tech3, 9. 10. Honda Team Asia 1.

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