Peter Öttl (Husky): Fernández wird seinen Weg machen
Der von Hannes Kinigadner gemanagte Adrán Fernández (17) hat in Le Mans mit Platz 6 sein Können aufblitzen lassen. Teamteilhaber Peter Öttl traut dem Rookie einiges zu.
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Nach einem mühsamen Saisonstart ist das Sterilgarda Max Racing Team von Max Biaggi und Peter Öttl im Mai prächtig in Schwung gekommen. Moto3-Haudegen Romano Fenati zeigte mit Platz 2 in Jerez einen klaren Aufwärtstrend, auch wenn ihm das Durcheinander in der Zielkurve in die Karten spielte. Und dem Rookie Adrián Fernández, dem jüngeren Bruder von Moto2-Sieger Raúl Fernández, gelang mit Platz 6 beim verregneten und teilweise prekären Le-Mans-GP eine klare Talentprobe.
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Adrián Fernández kam im Winter. Verspätet zum Team, weil sich Biaggi für eine Trennung Alonso López entschied, obwohl der Spanier bereits einen gültigen Vertrag für die Moto3-Saison 2021 unterzeichnet hatte. Die Trennung, es ging um gesundheitliche Aspekte bei Alonso und Wünsche von Sponsoren, verlief nicht ganz reibungslos. López wechselte dann in die CEV-Repsol-Moto2-Europameisterschaft und liegt dort mit dem Boscoscuro Talent Team-Ciatti mit 60 Punkten hinter seinem Teamkollegen und CEV-Leader Fermín Aldeguer (75 Punkte), der auch im MotoE-Weltcup vorne mitmischt. "Wir wussten schon vor dem Rennen in Le Mans, dass Adrian definitiv Potenzial hat", versicherte Peter Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Aber er war halt ganz neu in der Weltmeisterschaft. Alonso hingegen hat 2020 schon seine dritte GP-Saison absolviert. Trotzdem ist es bei ihm nicht wirklich vorangegangen. Wir haben bei ihm im Vorjahr die erhofften Verbesserungen nicht gesehen. Dass wir den Fahrertausch gemacht haben, war eine reine Performance-Entscheidung. Ich habe mich lange für Alonso eingesetzt, aber er hat zu viele Fehler gemacht… Dem Adrian traue ich durchaus zu, dass er seinen Weg in der WM macht."
Übrigens: López kam auf der Husqvarna 2020 nie über Platz 11 (beim Teruel-GP) hinaus.
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Adrián Fernandez, der am 31. Januar erst 17 Jahre alt wurde, hat mit 16 Jahren im Vorjahr in der Junioren-WM schon den siebten Gesamtrang erzielt und auf der Husqvarna des LaGlisse-Teams ein Rennen gewonnen.
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"Mit so jungen Fahrern wir Adrián muss man Geduld haben. Du musst ihnen eine Chance geben", meint Peter Öttl, der selber fünf GP-Siege eingeheimst hat. Bei Fahrern, die nicht aus Italien oder Spanien kommen, musst du noch mehr Geduld haben, weil die Entwicklung der Talente in Mitteleuropa einfach mehr Zeit beansprucht. Der Rennsport ist sehr schnelllebig; jeder hofft auf einen schnellen Erfolg. Aber wir haben mit Romano Fenati einen routinierten Fahrer, der hoffentlich weiter seine Resultate liefert. Deshalb können wir einen so jungen Fahrer wie Adrián ohne großen Druck nebenher mitlaufen lassen. Es ist der Sinn eines Moto3-Teams, einen bewährten Piloten einzusetzen und daneben einen jungen aufzubauen, der vielleicht in zwei, drei Jahren den Nr.-1-Platz im Team einnehmen kann."
Stand Team-WM nach 5 Rennen: 1. Red Bull KTM Ajo 142 Punkte. 2. Rivacold Snipers Team 77. 3. Gaviota GASGAS Aspar Team 75. 4. Avintia Esponsorama 58. 5. Sterilgarda Max Racing Team 56. 6. CarXpert PrüstelGP 53. 7. Red Bull KTM Tech3, 52. 8. Petronas Sprinta Racing 49. 9. Indonesian Racing Gresini 43. 10. Leopard Racing 36. 11. BOE Owlride 22. 12. CIP Green Power 21. 13. SIC58 Squadra Corse 12. 14. Honda Team Asia 4.
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