Yamaha steht vor Einigung mit neuem Kundenteam

Christian Korntner (KTM): Vorzeichen stehen gut

Von Jordi Gutiérrez
José Rueda auf der neuen RC4: Auf den ersten Blick fällt die fortschrittliche Aerodynamik auf

José Rueda auf der neuen RC4: Auf den ersten Blick fällt die fortschrittliche Aerodynamik auf

Moto3-Projektleiter Christian Korntner zieht nach den Vorsaisontests in Portimão und Jerez eine positive Bilanz, will sich aber von den Ergebnissen der Konkurrenz nicht täuschen lassen.

Am Ende des dreitägigen IRTA-Tests bei guten und stabilen Bedingungen in Jerez gab es für die von der Pierer Mobility AG belieferten Teams nur ein Lächeln. Mit der neu entwickelten Moto3-Maschine für 2024 haben die Techniker im Werk im oberösterreichischen Munderfing ihre Hausaufgaben hervorragend gemacht und die Messlatte in der Grand-Prix-Einsteigerklasse hochgelegt.

«Portimão war aufgrund des wechselhaften Wetters mehr oder weniger nur ein Rollout», beginnt Korntner sein Fazit. «Trotzdem sind die beiden Tage sehr gut gelaufen und die Rundenzeiten waren mehr als positiv überraschend. Auch das Feedback der Teams und Fahrer war sehr erfreulich, denn alle sind mit dem neuen Paket sehr zufrieden.»

Eine wichtige Neuerung in dieser Saison sind die Reifen, die in den zwei kleinen GP-Klassen zum ersten Mal vom italienischen Hersteller Pirelli geliefert werden. «Es ist noch schwierig zu beurteilen, wie viel Einfluss die Reifen auf die Ergebnisse haben werden», schickte Korntner voraus. «Auf jeden Fall waren keine großen Änderungen in Bezug auf die Abstimmung notwendig. Wir hatten diesbezüglich schon gewisse Erkenntnisse vom Test in Valencia Ende November. Aber jetzt, wo wir das Feedback von allen 16 Fahrern haben, die in diesem Jahr auf unseren Motorrädern in der Moto3-Weltmeisterschaft antreten werden, wissen wir mehr oder weniger, in welche Richtung wir gehen müssen, um die Saison auf einer sehr positiven Note zu beenden.»

Dass der All-Time-Lap-Record beim Jerez-Test schon in der ersten Session am ersten Tag unterboten wurde, kam für Korntner und sein Team überraschend. «Wir haben mental mit dem Gedanken gespielt, dass wir einen Rekord sehen würden. Aber die Tatsache, dass wir am Ende in der Moto3 niedrige 1:43er-Rundenzeiten sehen würden, war wirklich erstaunlich. Diese Zeiten sind definitiv sehr stark. Trotz allem müssen wir mit den Füßen auf dem Boden bleiben, denn wie wir wissen, schläft die Konkurrenz nie. Deshalb müssen wir abwarten, mit welcher Homologation die Konkurrenz zur technischen Abnahme nach Katar kommt. Es kann durchaus sein, dass sie noch etwas im Köcher haben und etwas mitbringen.»

Dennoch sieht Korntner KTM «ready to race». «Wir sind guter Dinge und bereit für den WM-Auftakt. Grundlage war der Test in Valencia, wo drei Prototypen-Bikes über zwei Testtage an vier Teams verteilt wurden, die dann abwechselnd von beiden Piloten getestet wurden. Dadurch erhielten wir sechs Aussagen, die für uns sehr wertvoll waren. Abgesehen von den Prototypenteilen, die damals aus dem 3D-Drucker kamen, war das Motorrad bereits identisch mit dem aktuellen Paket. Als wir nach diesem Test begannen, die Bikes für die Teams aufzubauen, war keine Zeit mehr, weitere Spezifikationen einzuarbeiten. Die Aussagen der Fahrer gaben uns einen Hinweis darauf, wohin die Reise gehen würde.»

Moto3-Test Jerez, kombinierte Zeiten, Freitag (1.3.):

1. Rueda, KTM, 1:43,276 min
2. Alonso, CFMOTO, + 0,233 sec
3. Ortolá, KTM, + 0,334
4. Yamanaka, KTM, + 0,352
5. Holgado, GASGAS, + 0,593
6. Veijer, Husqvarna, + 0,914
7. Nepa, KTM, + 1,133
8. Lunetta, Honda, + 1,298
9. Adrián Fernández, Honda, + 1,308
10. Almansa, Honda, + 1,448
11. Roulstone, GASGAS, + 1,559
12. Ogden, Honda, + 1,593
13. Farioli, Honda, + 1,608
14. Bertelle, Honda, + 1,619
15. Suzuki, Husqvarna, + 1,796

Ferner:
24. Dettwiler, KTM, + 3,449

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