Sehenswert: Video MX in in Dalečín mit Max Nagl

Von Thoralf Abgarjan
Motocross
Legendentreffen in Dalečín: Antonin Baborovsky, Stefan Everts, Liam Everts, Harry Everts und Jaroslav Falta

Legendentreffen in Dalečín: Antonin Baborovsky, Stefan Everts, Liam Everts, Harry Everts und Jaroslav Falta

Im tschechischen Dalečín fand am letzten Wochenende das erste internationale Rennen mit Zuschauerpräsenz nach dem Corona-Lockdown statt und zog viel Motocross-Prominenz an, darunter wahre Legenden.

Die ehemalige WM-Strecke von Dalečín inmitten der anmutigen Hügellandschaft der böhmisch-mährischen Höhen, hat es in diesem verrückten Corona-Jahr zu unerwarteter Berühmtheit gebracht. Letzte Woche fand hier das erste internationale Motocross-Rennen vor einer größeren Zuschauerkulisse statt, das weltweit mehr Beachtung erhielt, als so mancher reguläre WM-Lauf. 

Mit dabei war unter anderem die Top-Elite der MX2-Motocross-WM. In der MX1-Klasse zeigte Max Nagl (KTM), dass er international weiterhin auf höchstem Niveau unterwegs und darüber hinaus auch noch topfit ist. Bereits am kommenden Wochenende findet in Kaplice der zweite Lauf der tschechischen Meisterschaften statt und Nagl startet dort mit dem 'redplate' des Meisterschaftsführenden.

In Dalečín gaben sich zudem auch viele frühere Stars der Motocross-Szene die Ehre: Der legendäre Jaroslav Falta, der die Weltmeisterschaft 1974 durch unfaire Attacken der sowjetischen Mannschaft im letzten Rennen durch eine umstrittene Jury-Entscheidung am grünen Tisch verlor, traf seinen früheren Weggefährten Harry Everts wieder, der auf der Strecke in Dalečín 1979 und 1981 die tschechischen WM-Läufe der 125er Klasse gewann. Im Film sagt er: «Falta war der beste tschechische Fahrer, gegen den ich in meiner Karriere gefahren bin.»

Für die Everts-Dynastie ist der Ort ohnehin etwas ganz Besonderes, denn Stefan Everts, der erfolgreichste Motocrosser aller Zeiten, errang hier im Jahre 1989 das erste WM-Podium seiner Karriere. Und der jüngste Spross, Liam, fuhr am letzten Wochenende erstmals gegen die versammelte WM-Elite in einem Rennen.

Im Film sind ab Minute 13 übrigens auch bislang ungesehene Filmausschnitte von Harry Everts aus Dalečín in den frühen 1980er Jahren zu sehen! Allein schon deshalb ist diese Reportage sehenswert.


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