Takaaki Nakagami (Honda): «Crutchlow ist mein Lehrer»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Takaaki Nakagami

Takaaki Nakagami

Takaaki Nakagami überraschte beim Jerez-Test mit Bestzeit und will seine Chancen zu Beginn der MotoGP-Saison 2019 nutzen. Dabei lernt er auch von seinem LCR-Honda-Teamkollegen: «Cal Crutchlow ist der Beste!»

Takaaki Nakagami sorgte beim letzten MotoGP-Test vor der Winterpause für eine kleine Sensation: Er fuhr auf der LCR-Honda Bestzeit. «Es gibt kein Geheimnis, es war erst der zweite Test für die Teams und Fahrer und sie versuchen alle noch, die Motorräder zu verbessern, es sind noch nicht alle Probleme gelöst. Von den Testfahrten in Valencia an habe ich das aktuelle Motorrad verwendet, das von Cal [Crutchlow], das war schon bereit und leistungsstark. Es ist immerhin das Weltmeister-Motorrad und es ist ziemlich einfach, es komplett auszunutzen», erklärte der 26-jährige Japaner im Gespräch mit motosprint.it.

«Der Umstieg vom Modell 2017 auf die 2018 bedeutet für mich viel. Das Chassis war schon abgestimmt, es war nicht schwer, sich anzupassen und der Motor hat es mir leicht gemacht, meine Rundenzeiten zu verbessern. Es war einfach, das Set-up zu perfektionieren und so haben wir in der letzten Minute entschieden, eine schnelle Runde zu versuchen. Es war eine kleine Überraschung für mich, die schnellste Zeit zu fahren. Ich hatte es nicht erwartet. Es ist eine schöne Belohnung für uns», fügte er hinzu.

In der kommenden Saison wird der Honda-Pilot auf einer Maschine aus dem Jahr 2018 unterwegs sein: «Ich fahre das Motorrad von Cal aus der Saison 2018, das war ein Werksmotorrad.» Darin sieht der 20. der MotoGP-WM 2018 – es war seine Rookie-Saison – seine Chance.

«Für mich wird der Start der Saison eine große Gelegenheit sein, weil die 2019er-Bikes aller Teams noch am Anfang der Entwicklung stehen, während ich auf ein Motorrad zählen kann, dass schon abgestimmt und perfekt entwickelt ist. Das wird mir die Möglichkeit geben, mit den Top-Fahrern zu kämpfen. Ab der Saisonmitte werden ihre Motorräder aber besser performen, für mich wird es dann schwieriger. Meine größten Chancen habe ich in Katar, Argentinien, Texas und wohl auch in Jerez, auf meiner Lieblingsstrecke, auf der ich ein sehr gutes Gefühl habe.»

Auch mit der LCR-Honda-Crew stimmt das Feeling: «Lucio Cecchinello und das gesamte Team sind sehr professionell und immer zur Stelle und freundlich. Lucio unterstützt immer alle und ist bereit, jedes Problem zu lösen. Er versucht immer, die Ergebnisse der Mannschaft zu verbessern. Ich bin sehr glücklich, in diesem Team zu sein und ich möchte noch einige Jahre mit ihnen arbeiten.»

Mit seinem Teamkollegen Cal Crutchlow versteht er sich ebenfalls gut: «Cal ist der Beste! Er ist mein Lehrer. In den Tests und auch während der Saison, wenn ich ihm Fragen zur Strecke oder zum Set-up stelle, erklärt er mir immer alles. Zwischen uns gibt es keine Geheimnisse.»

Mit 33 Jahren ist der Brite sieben Jahre älter als der Japaner. «Für mich ist er wie ein großer Bruder. Ich mag seine Persönlichkeit sehr und ich bin froh darüber, die Box mit ihm zu teilen. In diesem Jahr hatte er kein Glück mit der Verletzung in Australien. Bis dahin hatte er eine unglaubliche Saison», schwärmte Nakagami. «Ich hoffe, dass uns beiden eine Saison auf einem hohen Level bevorsteht.»

Kombinierte Zeitenliste Jerez-Test, 28./29. November 2018:

1. Takaaki Nakagami (J), Honda, 1:37,945 min
2. Danilo Petrucci (I), Ducati, 1:37,968
3. Marc Márquez (E), Honda, 1:37,970
4. Maverick Viñales (E), Yamaha, 1:38,066
5. Jorge Lorenzo (E), Honda, 1:38,105
6. Franco Morbidelli (I), Yamaha, 1:38,118
7. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 1:38,185
8. Jack Miller (AUS), Ducati, 1:38,207
9. Francesco Bagnaia (I), Ducati, 1:38,333
10. Alex Rins (E), Suzuki, 1:38,522
11. Valentino Rossi (I), Yamaha, 1:38,596
12. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 1:38,761
13. Álvaro Bautista, (E), Ducati, 1:38,830
14. Tito Rabat (E), Ducati, 1:38,876
15. Joan Mir (E), Suzuki, 1:38,931
16. Andrea Iannone (I), Aprilia, 1:39,008
17. Pol Espargaró (E), KTM, 1:39,144
18. Karel Abraham (CZ), Ducati, 1:39,744
19. Johann Zarco (F), KTM, 1:39,864
20. Aleix Espargaró (E), Aprilia, 1:40,156
21. Bradley Smith (GB), Aprilia, 1:40,174
22. Sylvain Guintoli (F), Suzuki, 1:40,498
23. Hafizh Syahrin (MAL), KTM, 1:40,520
24. Miguel Oliveira (P), KTM, 1:40,577
25. Matteo Baiocco (I), Aprilia, 1:41,907

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