Valentino Rossi: Was sich in 10 Jahren verändert hat

Von Paolo Scalera
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Valentino Rossi wird am 16. Februar 40 Jahre alt und geht trotzdem – oder gerade deshalb – voll motiviert in seine 14. MotoGP-Saison mit Yamaha. Harte Arbeit sei der Schlüssel zum Erfolge, betonte er.

Valentino Rossi war bereits von 2004 bis 2010 auf Yamaha unterwegs und holte in dieser Zeit vier seiner insgesamt neun Weltmeistertitel. Nach einem zweijährigen Intermezzo bei Ducati kehrte er 2013 auf das japanische Motorrad zurück.

Zehn Jahre ist es her, dass sich der Italiener 2009 gegen Jorge Lorenzo durchsetzte und seinen insgesamt neunten WM-Titel holte: «Leider ist es lange her, ein bisschen zu lange. 2009 war eine großartige Saison, ich kämpfte das ganze Jahr über mit meinem Teamkollegen und konnte am Ende die Weltmeisterschaft gewinnen. Ich habe schöne Erinnerungen», erzählte Rossi am Montag in Jakarta.

Was hat sich seither verändert? «Viele Dinge und gleichzeitig nichts. Die MotoGP-WM und unser Sport haben sich sehr verändert, das Level ist nun höher. Jeder arbeitet mehr als noch vor 10 Jahren. Im Team hat sich nichts verändert: Ich fühle immer noch dasselbe, es ist eine lange Zeit, dass ich mit Yamaha bin, mehr als zehn Jahre. Das Feeling ist immer großartig. Ich glaube, dass die Stimmung im Team wichtig ist, um gute Ergebnisse zu erzielen», betonte der Superstar, der in seine 14. Saison mit Yamaha geht.

«Das Gefühl, das ich habe, wenn ich das Motorrad fahre, aber vor allem der Genuss des Sieges – was du nach einem guten Wochenende, einem Podium oder einem Sieg fühlst, dafür fahre ich Rennen, das ist meine Motivation», schwärmte der bald 40-Jährige, auch wenn die letzte Saison nicht nach Wunsch verlief.

«2018 mussten wir manchmal etwas leiden. Ich glaube, dass jeder im Team stärker sein will, auch weil wir das Potential haben, um den Sieg zu kämpfen. Die Ingenieure in Japan haben im Winter hart gearbeitet, wir müssen versuchen, das Bike in einigen Bereichen zu verbessern, um stärker und konkurrenzfähiger zu sein. Ich freue mich wirklich auf die neue Saison und darauf, wieder auf meine M1 zu steigen. Ich fühle mich so gut und entschlossen wir immer, da hat sich nichts verändert. Und ich glaube, dass wir uns mit harter Arbeit im Vergleich zum Vorjahr verbessern und zurück an die Spitze kommen können.»

Dass man hart arbeiten müsse, betonte Rossi bei der offiziellen Teampräsentation mehrmals – nur so könne man mit der starken Konkurrenz mithalten: «Unsere Gegner haben vor allem in der letzten Zeit einen guten Schritt gemacht. In den letzten Jahren hat sich die Situation sicher verändert, das Level steigt in allen Bereichen, angefangen bei den Fahrern, die mehr trainieren und sich auf alle kleinen Details konzentrieren, um besser zu sein. Auch die Werke arbeiten mehr, die Motorräder sind anders, sie arbeiten sehr an der Elektronik und all diesen Dingen, die in der MotoGP-Klasse heute sehr wichtig sind. Was am Ende den Unterschied macht, ist das gesamte Paket aus Fahrer, Bike und Team. Du musst härter arbeiten als vor zehn Jahren, aber es ist so und ich glaube, das ist gut.»

«In der modernen MotoGP-WM sind für mich die Reifen der Schlüssel. Wir versuchen immer dafür zu arbeiten, die Reifen zu schonen. Das ist ein schwieriger Job, man muss sehr präzise sein. Du kannst mit deinem Fahrstil den Unterschied machen, aber gleichzeitig musst du hart mit den Ingenieuren arbeiten. Ich glaube, das ist der Schlüssel für diese Saison, um zu gewinnen», meinte der «Dottore», der die strukturellen Veränderungen, die es bei Yamaha gegeben hat, positiv bewertet. Unter anderem ersetzte Takahiro Sumi den MotoGP-Projektleiter Kouji Tsuya.

«Das ist für mich sehr wichtig, weil in den letzten zwei Jahren unsere Konkurrenten ihre Arbeitsweise sehr verändert haben, vor allem Ducati hat mehr Leute angestellt und versucht, das Team mehr wie ein Formel-1-Team zu organisieren. Wir müssen dem folgen. Es sieht so aus, als würde sich bei Yamaha etwas verändern: Wir haben einige neue Ingenieure aus Japan, aber auch aus Europa und Italien, aus Mailand. Manches hat sich auch im Team verändert, wie zum Beispiel Chefmechaniker. Ich glaube, dass wir stark sein können. Aber wir müssen abwarten – der Job ist hart. Es ist nicht einfach, in kurzer Zeit zurückzukommen. Aber es wird wichtig zu verstehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.»

Bereits am Mittwoch bekommen die MotoGP-Asse die Chance zu sehen, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen: Mit dem dreitägige Sepang-Test beginnt die MotoGP-Action nach der zweimonatigen Winterpause auch auf der Rennstrecke ganz offiziell.

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