Mike Leitner (KTM): «Motor-Upgrade erst 2022 möglich»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
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Honda, Yamaha, Suzuki und Ducati wünschen sich ein «engine upgrade» pro MotoGP-Saison. Mike Leitner (KTM) erklärt, warum dieser Wunsch erst 2022 in Erfüllung gehen kann.

In der MotoGP-Weltmeisterschaft laufen die aktuellen Fünf-Jahres-Verträge zwischen den Teams, Werken und der Dorna nach der Saison 2021 aus. KTM.-Firmenchef hat bereits für fünf weitere Jahre bis Ende 2026 zugesagt, auch die restlichen fünf Hersteller wollen dabei bleiben. Neueinsteiger wie Kawasaki, BMW oder MV Agusta sind nicht in Sicht.

Aber es wird schon beratschlagt, was sich bei den technischen Vorschriften ändern könnte. Yamaha plädiert zum Beispiel für ein «engine ugrade» pro Saison, während vorläufig die Motorenentwicklung ab dem Katar-GP eingefroren ist. Aber jedes Werk kann zwei oder drei Spezifikationen homologieren. Denn Honda rüstet Nakagami 2019 mit einem 2018-Bike aus; Ducati hat Bagnaia, Abraham und Rabat ein 2028-Desmosedici in die Box gestellt.
Aber vorläufig verlaufen alle Diskussionen im Sande, denn seit dem Protest von Honda, Suzuki, Aprilia und KTM gegen den Hinterradspoiler von Ducati in Doha hat kein einziges Meeting des Hersteller-Bündnisses MSMA mehr stattgefunden. das Klima unter den Werken hat stark gelitten.

«Ja, es hat seit dem Katar-GP kein MSMA-Meeting gegeben», sagt KTM-Teammanager Mike Leitner. «Normal wird so ein Meeting von Sekretär Takanao Tsubouchi einberufen. Und das ist seither nicht passiert. Diese technische Themen betreffen in erster Linie die Zeit nach 2021. Bis dahin sind alle Vorschriften festgeschrieben. KTM und Aprilia gelten als ‘concession teams‘, für uns wäre es der Verlust eines Vorteils, das muss man ganz klar sagen, wenn die anderen Werke ein Motoren-Upgrade bringen dürfen. Aber für 2020 wird das nicht passieren. Und für 2021 nicht, denn das bestehende Reglement ist festgeschrieben.»

Es könnte nur bei Einstimmigkeit in der MSMA geändert werden. Dann müsste auch die Grand Prix Commission noch zustimmen. Doch Aprilia und KTM würden wohl ein Veto dagegen einlegen.

«Bei den Winglets gab es auch Hersteller, die dafür waren, und solche, die dagegen waren», erinnert sich Leitner. «Und es waren sich alle Werke einig, dass wir ein stabiles Reglement für die MotoGP brauchen. Ducati hat sehr stark darauf gepocht. Es gab einige Unklarheiten bei den ‚Aero Bodys‘, die dann beseitigt wurden. Aber ein Verbot kam nicht in Frage, weil Ducati stabile Regeln eingefordert hat. Und die Geschichte mit den Motor-Updates war unter den Herstellern bisher überhaupt kein Thema, obwohl es in den Medien schon aufgegriffen wurde.»

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