Pit Beirer (KTM): «Müssen den Rückstand abknabbern»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pit Beirer im Gespräch mit KTM-Testfahrer Dani Pedrosa

Pit Beirer im Gespräch mit KTM-Testfahrer Dani Pedrosa

«Wir haben mit dem neuen Motorrad für 2020 Fortschritte gemacht. Aber wo wir genau stehen, werden wir erst nach den ersten Rennen wissen», sagt Pit Beirer von KTM.

«Wir wollen und können uns nicht in der MotoGP-Klasse mit anderen Fabrikaten vergleichen» sagt KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer. «Solange wir einen technischen Rückstand haben, wird es keinen Bereich geben, wo sich die Ingenieure zurücklehnen und sagen können: ‚In unserer Baugruppe sind alle Probleme gelöst. Jetzt sollen sich einmal die andern anstrengen und versuchen, den restlichen Rückstand wettzumachen.‘ Es gilt, den vorhandenen Rückstand an allen Fronten abzuknabbern. Da geht es um die altbekannten Bereiche. Es geht um den Motor, um das Chassis, um die Elektronik, um die Suspension. Das geht durch das ganze Motorrad quer durch.»

Beirer weiter: «Wir haben in all diesen Bereichen Fortschritte gemacht. Aber jetzt müssen wir abwarten, was 2020 bei den ersten Rennen rauskommt. Worauf wir künftig den Fokus legen müssen, können wir erst sagen, wenn wir das neue Motorrad besser kennengelernt haben. Wir haben die Tests in Sepang und Katar, dann den Grand Prix in Katar. Danach werden wir schlauer sein. Wir haben jetzt noch nicht alle Antworten auf dem Tisch, die wir brauchen.»

In Sepang wird KTM anfangs Februar drei Tage lang den Shakedown-Test bestreiten und danach noch drei Tage lang den IRTA-Test (7. bis 9.2.). «Dort werden wir wertvolle Aufschlüsse erhalten. Denn in Europa ist es sehr aufwändig, mit der ganzen Mannschaft für einen Test nach Südspanien zu fahren. Und von den letzten acht Testtagen in Europa waren fünf oder sechs verregnet», klagt Beirer. «Das war auch nicht hilfreich beim Versuch, mit dem neuen Motorrad Antworten zu finden. Wir hätten das Motorrad gern noch besser abgestimmt und dem Pol im November lieber in einem noch besseren Zustand übergeben. Aber Dani Pedrosa war leider bei den privaten Tests oft im Regen unterwegs. Immerhin haben wir jetzt eine Regenabstimmung, die nicht mehr viel besser werden kann… Aber das ist Bestandteil des MotoGP-Geschäfts. Ich erwähne das trotzdem, weil man dadurch begreifen kann, dass wir den Rückstand auf die Mitbewerber nicht über Nacht aufholen können.»

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