MotoGP

Traurig: Ex-GP-Fahrer Kurt-Harald Florin (74) ist tot

Von Michael Sonnick - 06.01.2020 08:33

Der ehemalige Motorradrennfahrer Kurt-Harald Florin aus Wankendorf bei Neumünster ist am 4. Januar 2020 überraschend im Alter von 74 Jahren verstorben.

Kurt-Harald Florin wurde am 27. Juni 1945 geboren und zeigte sich von jungen Jahren an vom Motorradsport begeistert. Mit 18 Jahren machte er den Führerschein und kaufte sich ein gebrauchtes BMW 51/3-Motorrad. Beim MSC Kaltenkirchen wurde ein Beifahrer für Gras- und Sandbahnrennen gesucht. Mit der gefälschten Unterschrift seines Vaters bekam Kurt einen Fahrerausweis und konnte erfolgreich zwei Saisons mitfahren.

1968 ging Florin mit einer umgebauten Honda CB450 im Straßenrennsport an den Start. Sein erstes Lizenzrennen bestritt Florin auf der Südschleife des Nürburgrings.

Von 1968 bis 1974 nahm der Wankendorfer an Ausweisrennen mit Siegen und Platzierungen teil. 1971 wurde er Vizemeister im Juniorenpokal und stieg 1972 in die Deutsche Meisterschaft auf, dort krönte er sich gleich zum Vizemeister in der 500-ccm-Klasse.

Auf dem Hockenheimring gewann Florin vor Paul Eickelberg und Walter Sommer einen DM-Lauf. Er ging auf einer König-500 ccm- Rennmaschine an den Start, die ständig weiterentwickelt wurde und dadurch immer wieder Probleme verursachte. Beim Heim-Grand Prix 1973 in Hockenheim startete Florin aus der zweiten Startreihe in der 500-ccm-Klasse. Er fiel jedoch im Rennen in der 14. Runde auf dem 4. Platz liegend mit der König aus.

Kurt-Harald Florin ging bei einigen weiteren WM-Läufen an den Start, konnte aber keine WM-Punkte erringen. Denn damals wurden nur die Top-10 mit Punkten belohnt. Die König-Rennmotorräder waren zwar anfällig, aber sehr schnell. Es handelte sich um Zweitakt-Vierzylinder-Bootsmotoren, die auch bei den Seitenwagen verwendet wurde. Kim Newcombe wurde auf König 1973 posthum Vize-Weltmeister in der Halbliterklasse hinter Phil Read (GB/MV Agusta).

Nach 30 Jahren als selbstständiger Blumengroßhändler war Kurt-Harald Florin ab 2006 mit seinen Kawasaki-, Yamaha- und König-Rennmaschinen bei vielen Klassik-Veranstaltungen im In- und Ausland ein gern gesehener Teilnehmer, immer begleitet von seiner Ehefrau Margret. Oft gehörte auch sein Sohn Mike zum Team.

Beim Schottenring-Grand Prix im August 2019 absolvierte Kurt-Harald seine letzten Runden als aktiver Rennfahrer. Danach gab er seinen Rücktritt vom historischen Rennsport bekannt.

Wir werden Kurt-Harald Florin als sehr netten, kameradschaftlichen und sympathischen Menschen in Erinnerung behalten.

Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie und seinen engsten Freunden.

Ruhe in Frieden, Kurt!

Kurt-Harald Florin 2019 auf dem Schottenring © Sonnick Kurt-Harald Florin 2019 auf dem Schottenring

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