Cal Crutchlow (Honda): «Das ist so enttäuschend»

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Es wird noch dauern, bis Cal Crutchlow wieder auf seine Honda steigen darf

Es wird noch dauern, bis Cal Crutchlow wieder auf seine Honda steigen darf

Die Ausbreitung des Coronavirus beschäftigt die MotoGP-Piloten. Honda-Pilot Cal Crutchlow gibt seine Gedanken zum veränderten Rennkalender preis und hofft auf einen Saisonauftakt in Jerez.

Cal Crutchlow wird auf die Geduldsprobe gestellt. Der Honda-Pilot hatte sich auf den Saisonstart der MotoGP-Weltmeisterschaft in Katar gefreut, aber die Corona-Pandemie machte dem Briten einen Strich durch die Rechnung. Über seine Situation berichtet er im Daily Star: «Wir sind enttäuscht, dass wir dort nicht starten konnten und dann kamen auch noch die Verschiebungen der Rennen in Thailand und Austin dazu. Ich wäre gerne in Argentinien in sechs oder sieben Wochen in die Saison gestartet, aber auch dieser Grand Prix wurde verständlicherweise neu terminiert. Das ist eine fantastische Strecke für mich. Ich habe dort einige Podiumsplätze erreicht und einmal gewonnen.» 2018 verbuchte er dort einen seiner bisher drei Erfolge in der Königsklasse.

Auf die Rennen in Thailand und den Vereinigten Staaten von Amerika muss Crutchlow ebenfalls nicht verzichten. «Das ist großartig», kann er dem derzeitigen Rennkalender auch etwas Positives abgewinnen. Mit Blick auf das ursprünglich geplante Auftaktrennen in Katar, glaubt der 34-Jährige: «Wir hatten dort keine schlechten Tests und hatten erwartet, dass wir dort konkurrenzfähig gewesen wären. Das ist so enttäuschend. Jeder hatte sich auf den Saisonauftakt der MotoGP-Klasse gefreut: das Umfeld, die Ingenieure, das Team und die Fans. Aber wir haben es immerhin geschafft, zwei fantastische Rennen in der Moto2- und Moto3-Serie zu sehen.»

Während der Pause pflegt er den Kontakt zu seinem LCR-Castrol-Team. «Es geht darum, sich zu versichern, dass die Motorräder fertig und vorbereitet sind, um am 3. Mai in Jerez zu starten.» Theoretisch könnte in Spanien gefahren werden, denn die Strecke ist vorläufig nur für 15 Tage gesperrt worden. Allerdings ist es derzeit fraglich, ob Großveranstaltungen wirklich durchgeführt werden können. Vorerst wolle die Vermarktungsgesellschaft Dorna in Absprache mit der FIM jedoch keine weiteren Rennen absagen.

Bis die Fahrer mehr wissen, müssen sie sich die Zeit anderweitig vertreiben. Bei Crutchlow stehen Trainingseinheiten in der kalifornischen Heimat auf dem Programm. «Ich hoffe, ich kann das Wetter nutzen, obwohl es auch in San Diego ein bisschen geregnet hat.» Dennoch sei er mit dem Rad unterwegs gewesen. Da die Pause von möglicherweise sieben Wochen aber sehr lange sei, steht nicht durchgängig Training auf dem Programm. Crutchlow schnappte Ehefrau Lucy und Töchterchen Willow am vergangenen Wochenende und machte einen Ausflug in den Schnee. Aus seinen Zeilen ist aber herauszulesen, dass Crutchlow es kaum abwarten kann, wieder auf das Motorrad zu steigen.

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