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Ein Ausflug auf die Ranch von Valentino Rossi

Von Maximilian Wendl
Valentino Rossi (rechts) und Halbbruder Luca Marini trainieren häufig zusammen

Valentino Rossi (rechts) und Halbbruder Luca Marini trainieren häufig zusammen

Der neunfache MotoGP-Weltmeister trainiert mit den Nachwuchsfahrern der VR46-Academy in seiner norditalienischen Heimat. In der Corona-Phase gibt er einen Einblick und zeigt seinen Fans den Parcours.

In Zeiten, in denen das Coronavirus alles überstrahlt, nimmt uns der neunfache MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi mit auf seine bekannte Motor-Ranch im norditalienische Tavullia. Mitten in den Weinbergen hat Papa Graziano vor einigen Jahren einen ehemaligen Bauernhof gekauft, den der Yamaha-Pilot über die Jahre in ein Testgelände verwandelt hat. 

Neben dem «Dottore» stiegen im aktuellen YouTube-Video auch die VR46-Academy-Piloten Luca Marini, Marco Bezzecchi, Celestino Vietti und Andrea Migno auf ihre Maschinen, um sich gegenseitig anzustacheln.

Da ein gemeinsames Training auf richtigen Rennstrecken wie beispielsweise in Mugello oder Misano aus zeitlichen und organisatorischen Gründen nicht immer realisierbar ist, herrscht in Rossis Heimatgemeinde normalerweise fast durchgehend reger Betrieb - insofern die Pandemie den Piloten keinen Strich durch die Rechnung macht. «Wir wollten eine Strecke, auf der wir unser Training absolvieren können - besonders im Winter. Wir haben einen Kurs gebraucht, auf dem wir unsere Fähigkeiten auf dem Motorrad besser kontrollieren können, wenn das Bike mal rutscht. Auf dem Dirt-Bike hat man viel weniger Grip und muss sich auf dem Sitz mehr bewegen», erklärt Rossi das Konzept.

Danach nimmt der Italiener, der den Dirt-Parcours aus den USA überhaupt erst nach Europa gebracht hat, die Fans mit auf eine Inspektionsrunde: «Es gibt ein äußeres Oval und ein innenliegendes. Dadurch können wir Links- und Rechtskurven fahren. Der Rest der Strecke ist kurven- und abwechslungsreich. Es gibt schnelle und Haarnadelkurven. Das Layout macht großen Spaß.»

Spaß ja, aber der Kurs ist auch anspruchsvoll, wie Moto2-Fahrer Bezzecchi bestätigt: «Das Oval ist der schwierigste Abschnitt für mich, weil es 20 verschiedene Linien gibt. Wenn man im anderen Teil die Linie trifft, dann kann man dort schnell fahren. Außerdem ist die Oberfläche ziemlich rutschig und die Bedingungen wechseln häufig. Da muss man sehr präzise fahren.»

Rossis Halbbruder Luca Marini hat vor Kurve 2 großen Respekt: «Der Bereich ist wirklich anspruchsvoll. Es geht zuerst bergab, dann kommt eine Kompression und direkt danach geht es wieder bergauf. Ich versuche jedes Jahr, mich auf diese Kurve zu fokussieren, aber das ist nicht leicht.» Er findet es aber gut, dass man durch den sandigen Untergrund auch das Feingefühl zum Vorder- und Hinterrad verbessern kann.

Für Rossi erfüllt die Strecke ihren Zweck auf ganzer Linie: «Wir können hier alle wichtigen Dinge trainieren, um unsere Fähigkeiten auch auf dem Asphalt zu verbessern.»

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