Maverick Viñales: «Totaler Wandel bei Yamaha»

Von Simon Patterson
Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales geht selbstbewusst in die Saison 2020

Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales geht selbstbewusst in die Saison 2020

Maverick Viñales blickt der MotoGP-Saison 2020 zuversichtlich entgegen. Den Schlüssel zum Erfolg glaubt der Yamaha-Star zu kennen: «Das Wichtigste wird sein, als Erster oder Zweiter in die erste Kurve einzubiegen.»

In den zwölf Rennen seit seinem Sieg in Assen im vergangenen Juni landete Maverick Viñales zehn Mal in die Top-6 und stand sechs Mal auf dem Podest. In drei von vier Wintertests fuhr er anschließend Bestzeit. Kein Wunder also, dass er als Mitfavorit auf die WM-Krone gilt und selbst jede Menge Zuversicht ausstrahlt. Dazu hat er seine Vertragsverlängerung bis einschließlich 2022 längst in der Tasche.

«Es gab einen totalen Wandel in der Denkweise von Yamaha. Seit der Mitte der Saison 2019 hat alles begonnen sich zu verändern, auch wenn sich die Dinge schon für 2019 doch ein bisschen verändert hatten. Es funktioniert jetzt gut, wir nutzen die Vorteile; wir arbeiten gut, um zu verstehen, welche Teile uns einen Vorteil verschaffen», erzählte der WM-Dritte von 2019, der sich nicht zuletzt dank seinem Team rund um Crew-Chief Esteban Garcia und Rider-Coach Julian Simón bei Yamaha wieder richtig wohl fühlt. Dennoch: «Rennfahren ist immer etwas anderes, wir müssen es dann am Rennwochenende beweisen.»

«Wenn du keine Veränderungen vornimmst, dann kannst du auch nicht erwarten, dass sich etwas ändert», ergänzte der Yamaha-Werksfahrer rückblickend. «Meine Ergebnisse haben nicht gestimmt. Ich glaube, dass wir eigentlich in der Lage gewesen wären, bessere Ergebnisse einzufahren und konstant auf dem Podium zu sein – das ist mit dem Motorrad, das wir haben, unsere Position. Es gab keinen Grund, Rennen für Rennen gleich weiterzumachen.»

«Ich habe mit dem Team gesprochen, wir haben begonnen einige Dinge zu verändern und ich habe an meiner Einstellung gearbeitet. In der zweiten Saisonhälfte haben wir viel Konstanz dazugewonnen und wir haben es geschafft, an der Spitze zu kämpfen und in die Nähe des Podiums zu kommen», unterstrich der 25-jährige Spanier, der sechs seiner sieben MotoGP-Siege auf der Yamaha einfuhr.

Vor allem ein Aspekt erwies sich dabei als entscheidend: «Das Wichtigste war dabei, den Start zu verbessern», bekräftige Viñales. «Ich glaube, dass Yamaha in dem Bereich im Winter einen guten Job gemacht hat. Das Wichtigste wird in diesem Jahr sein, als Erster oder Zweiter in die erste Kurve einzubiegen.»

Grundsätzlich scheint die M1 2020 ein besseres Gesamtpaket als das Vorgängermodell zu sein, was sich positiv in Sachen Reifenmanagement, Top-Speed und Beschleunigung bemerkbar macht.

«Es scheint einen großen Fortschritt zu geben, nicht nur bei den Starts, sondern auch danach. Wenn die Wheelie-Neigung kommt, kannst du immer noch viel Power nutzen», bestätigt der Yamaha-Hoffnungsträger. «Ich habe auch meine Herangehensweise verändert und pushe jetzt mehr. Wenn ich nach jedem Rennen die Zeiten angeschaut habe, dann habe ich gesehen, dass die Chance auf den Sieg dagewesen wäre, wenn ich vorne gestartet wäre. Denn ich habe es immer geschaffte, die Lücke zu den Top-Jungs zu schließen.»

Viñales weiter: «Das stand auf meiner Wunschliste an Yamaha ganz oben und es war meine wichtigste Hausaufgabe in diesem Winter. Wenn es uns nicht gelingt, den Start zu verbessern, dann würden wir auch nicht die Ergebnisse einfahren können, von denen wir wissen, dass sie greifbar sind. Im Vorjahr war genau das das größte Hindernis; in vielen Rennen bin ich Siebter oder Achter gestartet und am Ende auf Platz 2 oder 3 gelandet. Wenn ich vom Start weg an der Spitze gewesen wäre, dann hätte ich vielleicht eine Lücke aufreißen können. Es ist ziemlich hart zu akzeptieren, dass wir dieses Problem hatten, aber wir mussten geduldig sein, um es zu verbessern.»

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