Razali: Arbeitet die Zeit für den Sepang-GP 2020?

Von Nora Lantschner
MotoGP
In Sepang hofft man auf eine Entspannung der Lage bis November

In Sepang hofft man auf eine Entspannung der Lage bis November

In Jerez ist man zuversichtlich, dass die MotoGP-WM im Juli in die Saison starten kann. Auch Misano will am 13. September einen Grand Prix ausrichten. Aber wie schätzt Razlan Razali die Situation für den Sepang-GP ein?

Der Dorna-Plan steht: Am 19. und 26. Juli soll die Motorrad-WM – ohne Zuschauer und mit reduziertem Personal im Paddock – auf dem Circuito de Jerez-Ángel Nieto in Andalusien fortgesetzt werden. Danach sollte der GP-Tross nach Brünn (9. August) und Spielberg (16. August) reisen, aber der Tschechien-GP wackelt. Deshalb wäre eine Doppelveranstaltung in Österreich am 9. und 16. August vorstellbar.

«Wir bereiten uns auf 12 bis 16 Rennen vor», erklärte Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta in der vergangenen Woche. «Bis etwa Mitte November sollen weitere Events in Europa stattfinden, danach wollen wir in wärmere Gefilde reisen, wo wir auch im November und Dezember Rennen fahren können. Sollte das nicht möglich sein, endet die Saison in Europa.»

Die Übersee-GP sind nicht nur wegen der Reisebeschränkungen fraglich, diese Events sind für WM-Promoter Dorna auch sehr kostspielig. Und wenn auch bei den Übersee-Rennen wie in Sepang oder Buri Ram keine Zuschauertickets verkauft werden, dann können die Veranstalter keine Gebühren an die Dorna entrichten.

Aktuell steht der Grand Prix auf dem Sepang International Circuit vom 30. Oktober bis 1. November im Kalender. Razlan Razali war bis zum 8. April der Chief Executive Officer der GP-Rennstrecke in Malaysia, von nun an konzentriert er sich ausschließlich auf seine Rolle als Team Principal des Petronas Yamaha Sepang Racing Teams. Die Entwicklungen in seiner Heimat verfolgt er aufmerksam.

«Es gibt beim Gesundheitsministerium von Malaysia schon Gespräche darüber, dass uns – nachdem der Lockdown aufgehoben wird – mindestens sechs Monate ohne große Events bevorstehen», erklärte Razali gegenüber «Crash.net». «Aber im Moment ist es nur eine Debatte.»

Ein Geisterrennen würde die Veranstalter vor erhebliche Probleme stellen, weiß auch Razali: «Ich spreche aus meiner Erfahrung in Sepang und als Promoter glaube ich, dass wir einen finanziellen Ausgleich brauchen. Denn unser GP ist fast jedes Jahr ausverkauft.» Zur Erinnerung: Allein am Rennsonntag waren im Vorjahr 103.850 Menschen zum Sepang International Circuit geströmt.

«Wir sind sehr stark abhängig von den Einnahmen aus dem Verkauf der Tickets, von Essen und Trinken usw. – wenn der Event hinter verschlossenen Türen stattfindet, wird sich das finanziell wesentlich auswirken», gab der ehemalige Sepang-Circuit-CEO zu bedenken. Man müsse also die Gespräche mit der Dorna abwarten.

Razali stimmt im Moment aber vor allem eine Tatsache zuversichtlich, dass er mit seinem Sepang Racing Team 2020 doch ein Heimrennen erleben könnte: «Unser Vorteil ist, dass der Malaysia-GP gegen Ende des Jahres stattfindet. Dass wir so spät im Kalender stehen, gibt uns Zeit, um zu sehen, ob die Dinge sich verbessern. Natürlich hoffen wir das. Aber trotzdem, es ist ein schmaler Grat, ob man jetzt zu optimistisch oder pessimistisch ist. Denn wir wissen einfach nicht, was passieren wird.»

Razalis Fazit: «Die Zeit ist aber aktuell noch auf unserer Seite, weil [der Grand Prix] so spät angesetzt ist. Es hängt auch davon ab, wie sich die Situation in den anderen Ländern entwickelt.»

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