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Lorenzo: «Wenn ich dabei bin, will ich gewinnen»

Von Nora Lantschner
Jorge Lorenzo entschied den Silverstone-GP an der PlayStation für sich

Jorge Lorenzo entschied den Silverstone-GP an der PlayStation für sich

Jorge Lorenzo feierte am Sonntag nach 68-GP-Siegen seinen ersten virtuellen MotoGP-Erfolg. Der Yamaha-Testfahrer spricht über eine seiner Stärken, die auf der Rennstrecke genauso wichtig ist wie an der PlayStation.

«Schon als Kind habe ich viel an der PlayStation gespielt, ich mag die Videospiele. Als ich dann diese Möglichkeit bekam, habe ich mit meinen Freunden online drei oder vier Nächte gespielt, auf der Strecke von Silverstone. Ich war also ziemlich gut vorbereitet, um mit den schnellsten Jungs zu spielen», verriet Jorge Lorenzo nach seinem Triumph im «Virtual British GP».

Dazu kamen zwei Trainings-Sessions mit Lorenzo Daretti, besser bekannt als «Trastevere 73», dem offiziellen Yamaha-eSport-Rider. «Ich habe gesagt, wenn ich dabei bin, dann will ich gewinnen. Alle haben gelacht, aber sie wussten, dass ich halb gescherzt habe und halb ernst war», erzählte Lorenzo. «Am Ende konnte ich mein Versprechen halten und das Rennen gewinnen.»

Die akribische Vorbereitung des fünffachen Weltmeisters auf sein virtuelles Debüt zeigte einmal mehr: «Wenn ich etwas mache, dann ganz und zu 100 Prozent. Wenn ich irgendein Spiel mit meinen Freunden spiele, versuche ich immer zu gewinnen. Nicht immer gelingt es mir, aber ich versuche es immer. Wenn ich komplett fokussiert bin, dann mach ich keine Späße, mein Gesicht wird ganz ernst, ich rede nicht mehr… Ich kann es nicht so machen wie andere, die spielen und gleichzeitig reden. Das kann ich nicht.»

So versuchte Tito Rabat im Kampf um den virtuellen GP-Sieg am Sonntag auch vergeblich, den 33-Jährigen abzulenken. «Aber er konnte nichts machen, weil ich diesen Fokus im Kopf hatte», schmunzelte der Mallorquiner. «Einige meiner besseren Fähigkeiten ist die Konzentration – und das funktioniert auch an der PlayStation.»

Abgesehen davon fand der dreifache MotoGP-Champion kaum Parallelen zwischen dem Videospiel und der echten Rennstrecken-Action: «Es ist eine ganz andere Welt. In der normalen Welt fühlst du das Motorrad, du veränderst die Körperposition, du bremst… Wenn es um die Konzentration geht und darum, keine Fehler zu machen, ist es ziemlich ähnlich. Ein Fahrer, der im wahren Leben keine Fehler macht und sehr präzise ist, macht auch an der PlayStation keine Fehler und ist sehr präzise. In der Hinsicht ist es sehr ähnlich. Aber klar, an der PlayStation hast du die Freiheit, dass du dir nicht weh tust, wenn du einen Fehler machst und stürzt. Das kann helfen.»

«Wenn es um die Konzentration geht, die Geduld und darum, den Fokus nicht zu verlieren, dann ist es meiner Meinung nach ein gutes Training», lautete am Ende das Fazit des neuen Yamaha-Testfahrers.

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