Crutchlow: «Puig will über die Superbike-WM reden»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Cal Crutchlow zwischen seinen Noch-Markenkollegen Takaaki Nakagami (links) und Marc Márquez (rechts), dahinter Fabio Quarararo

Cal Crutchlow zwischen seinen Noch-Markenkollegen Takaaki Nakagami (links) und Marc Márquez (rechts), dahinter Fabio Quarararo

«Ich würde nicht sagen, dass ich enttäuscht bin», meinte Cal Crutchlow zu seinem bevorstehenden Abschied von LCR Honda. «Aber wenn sie einen sehr starken Fahrer holen würden, könnte ich es besser verstehen.»

Am Montag vor dem Saisonauftakt gab die Honda Racing Corporation ihre MotoGP-Pläne für 2021 und 2022 bekannt, Cal Crutchlow spielt darin keine Rolle mehr. Im sechsten gemeinsamen Jahr in der Königsklasse der Motorrad-WM und nach drei Siegen und insgesamt zwölf Podestplätzen bedankte sich HRC beim inzwischen 34-jährigen Briten für den «unermüdlichen Einsatz» und das «exzellente Feedback an die Ingenieure, das in den vergangenen Jahren ein Schlüssel-Faktor bei der Entwicklung der RC213V war.»

Repsol-Honda-Teammanager Alberto Puig öffnete Crutchlow zudem eine Tür in das Honda-Werksteam in der Superbike-WM. «Das stimmt, er will mit mir darüber reden», bestätigte der aktuelle LCR-Honda-Pilot in Jerez. «Ich habe es nicht abgelehnt, weil ich im Moment nichts ablehne. Aber wenn ich übers Rennfahren rede, dann versuche ich, in der MotoGP zu bleiben.»

Zur Situation bei LCR hielt der Brite fest: «Die Wahrheit ist, dass Lucio [Cecchinello] mich behalten will – wie ihr euch vorstellen könnt, immerhin arbeiten wir seit vielen Jahren zusammen. Aber die Entscheidung liegt nicht bei ihm. Und ich will nicht sagen, dass ich Taka immer schlage, aber wenn man sich die Rennen anschaut, dann schlage ich ihn normalerweise. Aber wenn der Nakagami-Deal durchgeht, dann geht er eben durch.»

Takaaki Nakagami ist aber nicht nur Japaner, der 28-Jährige hat mit Idemitsu auch einen wichtigen Sponsor im Rücken. Nicht zuletzt deshalb wird er aller Voraussicht nach neben Alex Márquez, der im Repsol-Honda-Werksteam führ Pol Espargaró Platz machen muss, im Honda-Kundenteam fahren.

«Bin ich enttäuscht, dass ich draußen bin? Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich enttäuscht bin», fuhr Crutchlow fort, der sich bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt. «Aber wenn sie einen sehr starken Fahrer holen würden, dann könnte ich es besser verstehen. Die Entscheidung ist aber nicht meine. Und die Fahrer, die sie haben werden – Pol und Alex – sind beides großartige Fahrer und beide waren auch Moto2-Weltmeister. Einer entwickelt sich noch und ich glaube, er wird bei LCR sehr gut abschneiden. Der andere wird 100 Prozent Einsatz zeigen. Aber wie ich schon mehrmals gesagt habe, ich habe im Vorjahr drei Podiums und einige großartige Rennen gezeigt. Die Situation ist aber einfach so, wie sie ist: Ich hatte bisher eine großartige Karriere mit Honda, wenn es weitergeht, dann soll es so sein. Und wenn nicht, dann werde ich mich nach etwas anderem umschauen. Das hätte ich sowieso getan. Denn ich hatte schon davor darum gebeten, mit anderen Teams zu sprechen», unterstrich er noch. 

Chancen auf die Fortsetzung seiner MotoGP-Karriere bieten sich dem dreifachen GP-Sieger bei Aprilia: Sollte der Internationale Sportgerichtshoff TAS die 18-monatige Sperre von Andrea Iannone nicht doch noch aufheben, steht Crutchlow in Noale ganz oben auf der Liste. Denn nicht zuletzt WM-Promoter Dorna hat großes Interesse am Verbleib eines Briten in der Königsklasse.

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