Johann Zarco (Ducati/1.): Noch zu früh für den Sieg

Von Johannes Orasche
MotoGP
Pole-Setter Johann Zarco

Pole-Setter Johann Zarco

Avintia-Ducati-Ass Johann Zarco wetzte am Samstag in Brünn sensationell zur Pole-Position für den Grand Prix von Tschechien.

Wohl niemand hätte auf dem Masaryk Ring von Brünn am Samstag in der MotoGP-Klasse mit Pole-Mann Johann Zarco (Avintia Esponsorama Ducati) gerechnet, auch nicht nach dessen starken Freitag.

Zur Erinnerung: Vor einem Jahr stand der zweifache Moto2-Weltmeister der Jahre 2015 und 2016 vor dem Abgrund seiner Karriere. Bei KTM zogen die Verantwortlichen nach den verbalen Eskapaden im Sommer 2019 die Reißleine, Zarco hatte zuvor trotz gültigem Vertrag auf die Fortsetzung des Deals für 2020 verzichtet.

Grotesk: Ducati-Speerspitze Andrea Dovizioso (34) steht in Brünn diesmal auf Startplatz 18, Jack Miller auf 14. Der mittlerweile 30-jährige Zarco nimmt mit der Desmosedici des Jahres 2019 den tschechischen Grand Prix hingegen von Pole in Angriff.

Für Zarco ist es die sechste MotoGP-Pole, seine 25 insgesamt. «Ihr habt viel geändert, ich kann die Schachtel mit der Uhr gar nicht mehr öffnen», lachte der Franzose, als ihm die Uhr von Sponsor Tissot übergeben wurde. «Es war eine wirklich gute Emotion. Ich habe meine Rundenzeit gesehen. Es war ein riesiger Unterschied im Vergleich zum Reifen davor. Ich dachte, es kann wirklich reichen. Es war zudem noch nicht die letzte Runde, ich hätte ja noch eine gehabt. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich den Reifen gut genutzt hatte.»

Zarco verriet zum weichen Michelin-Gummi: «Diesmal ist die erste Runde besonders wichtig mit dem Soft-Reifen. Ich sah, dass mein Team an der Boxenmauer happy war. Ich war mir aber noch nicht ganz sicher. Als ich dann ins Parc Fermé kam, war es einfach nur gut. Es war wirklich eine Überraschung. Ich habe mich in jeder Runde verbessert auf der Ducati, die wirklich sehr großes Potenzial hat.»

Zum Rennen sagt Zarco: «Die Pace ist besser als in den letzten Rennen. Aber für den Sieg wird es wohl noch nicht reichen. Es wird morgen aber natürlich anders sein. Ich könnte einen Vorteil zu Beginn haben. Das wäre dann die zweite Überraschung. Ich will jedenfalls lange vorne bleiben und kämpfen. Es wäre auch schön, länger in den Top-5 zu sein, das wäre ein riesiges Resultat. Ich muss die Schritte meiner Lernkurve akzeptieren, heute war es ein größerer Schritt. Wir werden morgen dann sehen, wie es läuft.»

Brünn-GP, MotoGP, Q2:

1. Zarco, Ducati, 1:55,687 min
2. Quartararo, Yamaha, 1:55,990
3. Morbidelli, Yamaha, 1:55,998
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:56,074
5. Viñales, Yamaha, 1:56,131
6. Pol Espargaró, KTM, 1:56,142
7. Binder, KTM, 1:56,299
8. Petrucci, Ducati, 1:56,454
9. Mir, Suzuki, 1:56,512
10. Rossi, Yamaha, 1:56,515
11. Rins, Suzuki, 1:56,571
12. Crutchlow, Honda, 1:56,797

Die weitere Startaufstellung:
13. Oliveira, KTM, 1:56,328
14. Miller, Ducati, 1:56,352
15. Rabat, Ducati, 1:56,695
16. Lecuona, KTM, 1:56,764
17. Nakagami, Honda, 1:56,822
18. Dovizioso, Ducati, 1:57,034
19. Smith, Aprilia, 1:57,438
20. Bradl, Honda, 1:57,573
21. Alex Márquez, Honda, 1:57,606

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