Cal Crutchlow (12.): «Werden drei Sekunden verlieren»

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Cal Crutchlow erlebte in Brünn einen Schreckmoment

Cal Crutchlow erlebte in Brünn einen Schreckmoment

Cal Crutchlow stürzte im zweiten Teil der Qualifikation und zog so den Ärger der Konkurrenten auf sich. Der britische MotoGP-Pilot entschuldigte sich aber und kritisierte im Nachgang seine schwer zu fahrende Honda.

MotoGP-Fahrer sind selbstkritisch und geben ihre Fehler offen zu: Maverick Viñales erklärte nach dem Qualifying, er habe die Zeit falsch eingeschätzt, Fabio Quartararo pushte zu viel und warf das Motorrad ins Kiesbett. Auch Cal Crutchlow nahm seinen Sturz in Q2 auf seine Kappe. Eine Schrecksekunde, nachdem der britische Routinier schon beim Saisonauftakt in Jerez gestürzt war, und anschließend am Handgelenk operiert werden musste. «Ich bin in Ordnung», sagte er zu seinem körperlichen Zustand.

Gar nicht in Ordnung ist hingegen die Honda-Welt. In Abwesenheit von Weltmeister Marc Márquez stellt Crutchlow mit P12 die Speerspitze der Traditionsmarke dar. «Das ist die Realität», seufzte er. «Es zeigt, wie schwierig es aktuell für uns ist. Aber es wäre mehr möglich gewesen.»

Auch für die Fahrer, die nach ihm auf einer schnellen Runde waren, wäre mehr möglich gewesen. «Es tut mir leid für die Jungs, die abbremsen mussten, weil ich gestürzt bin. Ich möchte aber nicht darüber nachdenken, was hätte sein können. Ich muss mich auf das Rennen fokussieren.»

Crutchlow gilt als meinungsstarker Fahrer. Nach den Einheiten am Samstag nahm er sich seinen Arbeitgeber zur Brust: «Die Honda wird von Jahr zu Jahr schwerer zu fahren. Wir haben zwar mehr Pferdestärken, aber es scheint nicht so, als würden wir damit gut zurechtkommen.»

Dabei war Brünn für Honda immer ein gutes Pflaster. Die Statistik belegt das: Sieben der vergangenen neun Sieger saßen auf einer Honda. Nur Andrea Dovizioso (Ducati/2018) und Jorge Lorenzo (Yamaha/2015) durchbrachen diese Serie. Selbst Crutchlow stand in Tschechien schon ganz oben (2016).

Davon ist Crutchlow jetzt jedoch weit entfernt. Er erwartet ein langsames Rennen und schiebt das auf die etlichen Bodenwellen, die den Fahrern zu schaffen machen: «Ihr werdet sehen, dass man morgen am Ende des Rennens pro Runde drei Sekunden langsamer sein wird als noch in der Qualifikation oder zu Beginn des Rennens. Es geht darum, den Zustand der Reifen zu managen. Aber die Ausgangslage ist für alle Fahrer gleich.»

Brünn-GP, MotoGP, Q2:

1. Zarco, Ducati, 1:55,687 min
2. Quartararo, Yamaha, 1:55,990
3. Morbidelli, Yamaha, 1:55,998
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:56,074
5. Viñales, Yamaha, 1:56,131
6. Pol Espargaró, KTM, 1:56,142
7. Binder, KTM, 1:56,299
8. Petrucci, Ducati, 1:56,454
9. Mir, Suzuki, 1:56,512
10. Rossi, Yamaha, 1:56,515
11. Rins, Suzuki, 1:56,571
12. Crutchlow, Honda, 1:56,797

Die weitere Startaufstellung:
13. Oliveira, KTM, 1:56,328
14. Miller, Ducati, 1:56,352
15. Rabat, Ducati, 1:56,695
16. Lecuona, KTM, 1:56,764
17. Nakagami, Honda, 1:56,822
18. Dovizioso, Ducati, 1:57,034
19. Smith, Aprilia, 1:57,438
20. Bradl, Honda, 1:57,573
21. Alex Márquez, Honda, 1:57,606

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