Miguel Oliveira (KTM): Dickes Lob von Valentino Rossi

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi und Miguel Oliveira verstehen sich bestens

Valentino Rossi und Miguel Oliveira verstehen sich bestens

Spielberg-Sieger Miguel Oliveira aus dem Red Bull KTM Tech3 Team fühlt vor dem Doppel-Event in Misano keinen zusätzlichen Druck. Von Hausherr Valentino Rossi (Yamaha) gab es lobende Worte.

In der letzten Kurve nutzte Miguel Oliveira auf dem Red Bull Ring seine Chance und kürte sich zum Sieger im 900. Rennen der «premier class». Gleichzeitig war es der erste MotoGP-Sieg für einen Portugiesen und das Tech3 Team von Hervé Poncharal.

Die zweiwöchige Rennpause gab dem KTM-Piloten nun Zeit, den Erfolg zu verarbeiten: «Ich glaube, es ist mehr ein mentaler ‚Klick‘, den so ein Sieg auslöst. Ich bin natürlich voll motiviert, klar. Dem Team hat es auch eine Last von den Schultern genommen, weil jeder ein bisschen die Anspannung gespürt hat, weil wir in den Rennen davor schon großes Potenzial gezeigt hatten, es aber nie zu Ende gebracht haben – zumindest nicht mit dem Ergebnis, vom dem wir glaubten, dass es in Reichweite war. Dass es am Ende mit einem Sieg geklappt hat, nicht nur mit einem Podium, war fantastisch.»

«Natürlich sind auch in Portugal alle happy, einen MotoGP-Sieger zu haben. Und es war cool, jetzt zwei Wochen Zeit zu haben, um es in meinem Kopf zu ordnen und den Fokus zu finden für das, was vor uns liegt», ergänzte Oliveira. Vor den MotoGP-Stars liegt ein straffes Programm: Neun Rennen in elf Wochen. Den Anfang macht ein Doppel-Event in Misano am 13. und 20. September.

Auf der neu asphaltierten Strecke an der Adria testete neben Ducati, Aprilia und Suzuki auch KTM – inklusive Oliveira – bereits Ende Juni. «Ich würde nicht sagen, dass es ein großer Vorteil ist, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», zeigte sich der Tech3-Fahrer gelassen. «Wir haben die Möglichkeiten, die wir hier hatten, genutzt – einmal den Test im Juni, dazu war das Testteam vor zwei Wochen hier. Ich glaube, die Arbeit ist getan. Jetzt geht es ins Rennwochenende. Der Asphalt wird sich vielleicht etwas anders anfühlen als noch vor drei Monaten. Wir müssen einfach anfangen und auf die Herausforderungen vorbereitet sein.»

Dass vor allem zu Hause in Portugal die Erwartungen – und damit auch der Druck auf den 25-Jährigen – steigen, sieht er selbst nicht als Hindernis. «Ich erwarte ohnehin immer das Beste von mir selbst», entgegnete der Spielberg-Sieger. «Nicht nur in Portugal, ich glaube, jeder Fan will sehen, dass sein ‚Held‘ Erfolg hat. Das ist aber kein zusätzlicher Druck, sonst würde auf Valentino die ganze Zeit ein ganzer Lastwagen lasten. Ich glaube nicht, dass das hier der Fall ist. Ich kann es nur als Motivation sehen und auf das fokussiert bleiben, was wirklich zählt – das Wochenende gut zu beginnen und auf diese Ergebnisse hinzuarbeiten.»

Apropos Valentino Rossi: Der neunfache Weltmeister zeigte sich angetan vom neuesten MotoGP-Sieger. «Mir gefällt es immer, die jungen Fahrer von den kleinen Klassen an zu beobachten, und Miguel habe ich schon immer verfolgt. Er war von Anfang an sehr schnell. Ich mag seinen Stil, weil er ein cleverer Fahrer ist, sehr sauber und präzise», lobte der 41-Jährige. «Er zeigt es in diesem Jahr auch in der MotoGP, denn die KTM hat sich stark verbessert und ist jetzt ein sehr konkurrenzfähiges Bike. Mit einem Jahr Erfahrung ist er nun bereit, um den Sieg zu kämpfen. Er ist jung und ich glaube, er wird für die Zukunft einer der Top-Fahrer in der MotoGP werden.»

WM-Stand nach 5 von 14 Rennen:

1. Quartararo, 70 Punkte. 2. Dovizioso 67. 3. Miller 56. 4. Binder 49. 5. Vinales 48. 6. Nakagami 46. 7. Rossi 45. 8. Mir 44. 9. Oliveira 43. 10. Pol Espargaró 35. 11. Morbidelli 32. 12. Zarco 30. 13. Rins 29. 14. Petrucci 25. 15. Alex Márquez 15. 16. Aleix Espargaró 15. 17. Lecuona 13. 18. Bagnaia 9. 19. Smith 8. 20. Rabat 7. 21. Crutchlow 7. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 5 von 14 Rennen:

1. Yamaha 88. 2. Ducati 87. 3. KTM 82. 4. Suzuki 57. 5. Honda 46. 6. Aprilia 20.

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