Miguel Oliveira (KTM) über ein Spiel ohne Warnungen

Von Johannes Orasche
MotoGP
Miguel Oliveira

Miguel Oliveira

Der portugiesische Tech3-KTM-Fahrer Miguel Oliveira musste seinen Top-10-Platz im letzten Drittel des MotoGP-Rennens von Barcelona abhaken. «Gegen den Sturz konnte ich nichts tun», unterstrich er.

Tech3-KTM-Pilot Miguel Oliveira war im Rennen von Barcelona in guter Gesellschaft, als er sechs Runden vor Schluss seine RC16 in den Kies warf. Der Portugiese, der als Zwölfter aus Runde 1 kam, hatte zu diesem Zeitpunkt gegen Pecco Bagnaia (Pramac Ducati), Danilo Petrucci (Ducati) und Taka Nakagami (LCR Honda) in einer Gruppe gefightet.

«Um ehrlich zu sein, habe ich mich sehr gut gefühlt», meinte Oliveira, der in Spielberg für einen KTM-Heimsieg sorgte. «Ich habe meinen Hinterreifen kontrolliert und geschont. Ich wollte den Reifen für die Schlussphase aufsparen. Ich wurde dadurch ein wenig bestraft und von Pecco und Brad Binder überholt.»

Zum Sturz: «Ich musste einmal in Kurve 1 weitgehen, durch die Turbulenzen bei Brads Bike sind wir beide weit gegangen und haben dabei zwei Sekunden verloren. Dann konnte ich aber Brad überholen. Danach bin ich eine Runde ohne Windschatten und ohne eine Gruppe gefahren. Das hat leider schon gereicht, um den Vorderreifen auskühlen zu lassen, weswegen ich dann in Kurve 2 gestürzt bin.»

Zum Medium-Vorderreifen sagt der Portugiese: «Wir wussten, dass wir mit dem Soft-Reifen das Rennen locker beenden, aber langsam sein werden. Ich dachte, dass wir um Plätze nahe der Top-6 kämpfen können. Mit dem Soft wäre das nicht gegangen. Der weiche Reifen ging im Warm-up kaputt, daher sind wir im Rennen mit dem Medium-Reifen losgefahren. Unser Bike drückt stark auf den Vorderreifen. Es ist hart. Wir können die Philosophie des Bikes nicht einfach ändern, weil der Soft-Reifen bei einem Rennen nicht funktioniert.»

Oliveira vergleicht es so: «Es ist ein Spiel. Wenn ich langsamer fahre, wird der Reifen noch kälter. Fahre ich schneller, wird der Reifen heiß oder manchmal eben auch nicht. Ich konnte nichts gegen den Sturz tun. Wir müssen Risiken eingehen, solche Stürze passieren ohne irgendeine Warnung.»

Und ergänzte: «Dieses Wochenende war unser Bike nicht wirklich gut ausbalanciert, alle KTM hatten Probleme. Wochenenden wie dieses machen uns klar, dass wir noch viel zu tun haben. Wir arbeiten hart und geben nicht auf. Wir werden sehen, was wir davon lernen können.»

Ergebnisse MotoGP Catalunya/E:

1. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 24 Runden in 40:33,176 min
2. Joan Mir (E), Suzuki, +0,928 sec
3. Alex Rins (E), Suzuki, +1,898
4. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,846
5. Jack Miller (AUS), Ducati, +3,391
6. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +3,518
7. Takaaki Nakagami (J), Honda, 3,671
8. Danilo Petrucci (I), Ducati, +6,117
9. Maverick Vinales (E), Yamaha, +13,607
10. Cal Crutchlow (GB), Honda, +14,483
11. Brad Binder (ZA), KTM, +14,927
12. Aleix Espargaro (E), Aprilia, +15,647
13. Alex Marquez (E), Honda, +17,327
14. Iker Lecuona (E), KTM, +27,066
15. Tito Rabat (E), Ducati, +27,282
16. Bradley Smith (GB), Aprilia, +28,736
17. Stefan Bradl (D), Honda, +32,643
– Miguel Oliveira (P), KTM
– Valentino Rossi (I), Yamaha
– Pol Espargaro (E), KTM
– Johann Zarco (F), Ducati
– Andrea Dovizioso (I), Ducati

Fahrer-WM nach 8 von 14 Rennen: 1. Quartararo, 108 Punkte. 2. Mir 100. 3. Viñales 90. 4. Dovizioso 84. 5. Morbidelli 77. 6. Miller 75. 7. Nakagami 72. 8. Rins 60. 9. Oliveira 59. 10. Binder 58. 11. Rossi 58. 12. Pol Espargaró 57. 13. Bagnaia 39. 14. Petrucci 39. 15. Zarco 36. 16. Alex Márquez 27. 17. Aleix Espargaró 22. 18. Lecuona 17. 19. Crutchlow 13. 20. Smith 11. 21. Rabat 8. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha, 163 Punkte. 2. Ducati 126. 3. Suzuki 113. 4. KTM 109. 5. Honda 72. 6. Aprilia 30.

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