Cal Crutchlow (4./Honda): Rossi zeigte ihm den Weg

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

Um winzige 0,012 sec verpasste Cal Crutchlow die erste Startreihe für das MotoGP-Rennen in Le Mans. Der Honda-Pilot erklärte, weshalb er von den tückischen Bedingungen profitieren konnte.

«Mir unterliefen einige Fehler in meiner schnellsten Runde», erzählte Cal Crutchlow nach Startplatz 4, knappe vier Zehntelsekunden hinter Polesetter Fabio Quartararo (Petronas Yamaha). Zu Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci auf Platz 3 fehlen dem Engländer nur 0,012 sec. «Ich konnte mich an Valentino orientieren, der 2 sec vor mir fuhr. Ich wusste, dass ich auf einer guten Runde bin und wollte sie nicht verhunzen. Deshalb bremste ich zwei Kurven zu früh an. Und einmal stand mir in der Bremszone Petrucci im Weg, weshalb ich von der Ideallinie abkam. Da habe ich einiges verloren, das hat mich die erste Startreihe gekostet. Es ist, wie ich immer sage: Wenn ich pushen kann und sich mein Arm nicht so schlecht anfühlt, dann gebe ich alles.»

Nach FP3 lag Crutchlow in der kombinierten Zeitenliste als Bester des Honda-Quartetts auf dem sechsten Platz. Trotzdem ist dieser vierte Startplatz als positive Überraschung zu werten. Der ehemalige Supersport-Weltmeister bemerkte: «Wir brauchen mit der Honda zwei oder die Runden, bis sie richtig funktioniert. Jeder weiß, dass bei uns der Hinterradgrip immer kritisch ist, weil es uns nicht gelingt, die Temperatur in den Reifen zu konservieren. Deshalb sind die kühlen Bedingungen für uns besonders kritisch. Einer wie Petrucci kann seine schnellste Runde in der ersten fahren, das ist unmöglich für uns. Es ist nicht cool, wenn du in deinem Wohnmobil zuschaust, wie 15 Moto3-Fahrer stürzen, dann jede Menge aus der Moto2-Klasse und dann musst du selber auf die Strecke.»

Und trotzdem konntest du dich steigern: Wie war das möglich? «Die Strecke bekam zunehmend mehr Grip», hielt der Mann aus Coventry fest. «Weil unser Motorrad wenig Hinterradgrip bietet, merken wir so etwas und profitieren davon. Einige der anderen Hersteller haben bei tückischen Bedingungen mehr Probleme, weil sie es nicht gewöhnt sind, dass ihr Motorrad herumrutscht. Für uns ist das ganz normal.»

Ergebnisse MotoGP, Qualifying 2, Le Mans/F:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:31,315 min
2. Jack Miller, Ducati, +0,222 sec
3. Danilo Petrucci, Ducati, +0,359
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,371
5. Maverick Vinales, Yamaha, +0,404
6. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,407
7. Francesco Bagnaia, Ducati, +0,437
8. Pol Espargaro, KTM, +0,480
9. Johann Zarco, Ducati, +0,517
10. Valentino Rossi, Yamaha, +0,574
11. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,576
12. Miguel Oliveira, KTM, 0,694

Ab Startplatz 13:
13. Takaaki Nakagami, Honda
14. Joan Mir, Suzuki
15. Aleix Espargaro, Aprilia
16. Alex Rins, Suzuki
17. Brad Binder, KTM
18. Alex Marquez, Honda
19. Bradley Smith, Aprilia
20. Iker Lecuona, KTM
21. Stefan Bradl, Honda
22. Tito Rabat, Ducati

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