MotoGP: Doppel-Sensation bei KTM

Fabio Quartararo: Die Werksfahrer haben den Druck

Von Nora Lantschner
Alex Rins, Fabio Quartararo, Andrea Dovizioso, Joan Mir, Alex Márquez und Maverick Viñales (v.l.n.r.) bei der heutigen Pressekonferenz in Aragón

Alex Rins, Fabio Quartararo, Andrea Dovizioso, Joan Mir, Alex Márquez und Maverick Viñales (v.l.n.r.) bei der heutigen Pressekonferenz in Aragón

Petronas-Yamaha-Jungstar Fabio Quartararo sieht im engen MotoGP-Titelrennen eher seine unmittelbaren Gegner – die Werksfahrer Joan Mir, Maverick Viñales und Andrea Dovizioso – unter Zugzwang.

Fabio Quartararo wurde beim Aragón-GP am vergangenen Sonntag von der Pole-Position auf Rang 18 durchgereicht und verlor durch den Nuller die WM-Führung an Joan Mir. «Im Rennen hatte ich ein Problem mit dem Reifendruck, aber unsere Pace war auch nicht extrem gut. Die Pace war gut genug, um um die Top-5 zu kämpfen, aber nicht wirklich für einen Podestplatz oder den Sieg», gab der 21-jährige Franzose rückblickend zu. Vor dem Teruel-GP schöpft er aber wieder Mut: «Aber es sieht so aus, als hätten wir etwas Positives für dieses Wochenende gefunden. Sicher will ich um ein großartiges Ergebnis kämpfen.»

Die Top-4 der WM-Tabelle trennen vier Rennen vor Schluss nur 15 Punkte, Quartararo liegt nur sechs Zähler hinter Suzuki-Werksfahrer Mir. In der Rolle des Jägers gefällt sich der Petronas-Yamaha-Jungstar. «Der Druck war als WM-Leader eigentlich nicht so groß, weil noch so viele Rennen zu fahren waren. Aber jetzt bin ich Zweiter und ich habe drei Jungs um mich herum, die Werksfahrer sind. So lastet der Druck nicht wirklich auf mir, wenn es um den WM-Titel gibt. Ich fühle mich gut und vielleicht ein bisschen befreit», sagte der dreifache Saisonsieger dann doch. «Ich fühle mich wohl und ich glaube, dass wir in einer großartigen Position sind.»

In den ersten zehn Rennen dieser verkürzten MotoGP-Saison 2020 gab es acht unterschiedliche Sieger – ein Novum in der Geschichte der Königsklasse. 15 Fahrer standen schon auf dem Podest, immer wieder verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Liegt es vielleicht daran, dass ohne den achtfachen Weltmeister Marc Márquez eine Referenz fehlt? «Natürlich, wenn Marc dabei ist, sieht man, wie stark er ist. Er ist die Referenz in der Weltmeisterschaft. Aber ich glaube, dass es im Moment viele Referenzen gibt. Es ist ja nicht so, dass wir im Vergleich zum Vorjahr viel langsamer sind», entgegnete Quartararo. «Es gibt viele Sieger bei unterschiedlichen Bedingungen. Die Jungs, die hier sind, sind sehr stark und wirklich schnell. Mit dem veränderten Reifen ist es auch ausgeglichener für alle. Ich glaube, dass mit dem alten Reifen einige Motorräder positive und andere ein paar negative Aspekte hatten.»

«Es ist eine merkwürdige WM, aber aus meiner Sicht liegt das nicht daran, dass Marc nicht dabei ist», bekräftigte «El Diablo».

Fahrer-WM-Stand nach 10 von 14 Rennen:

1. Mir, 121 Punkte. 2. Quartararo 115. 3. Viñales 109. 4. Dovizioso 106. 5. Nakagami 92. 6. Morbidelli 87. 7. Rins 85. 8. Miller 82. 9. Pol Espargaró 77. 10. Oliveira 69. 11. Binder 67. 12. Alex Márquez 67. 13. Petrucci 65. 14. Rossi 58. 15. Zarco 53. 16. Bagnaia 42. 17. Aleix Espargaró 27. 18. Crutchlow 21. 19. Lecuona 20. 20. Smith 11. 21. Bradl 8. 22. Rabat 8. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha 183. 2. Ducati 160. 3. Suzuki 143. 4. KTM 130. 5. Honda 112. 6. Aprilia 35.

Team-WM:

1. Team Suzuki Ecstar 206. 2. Petronas Yamaha SRT, 202 Punkte. 3. Ducati Team 171. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 167. 5. Red Bull KTM Factory Racing 144. 6. Pramac Racing 128. 7. LCR Honda 113. 8. Red Bull KTM Tech3 89. 9. Repsol Honda Team 75. 10. Esponsorama Racing 61. 11. Aprilia Racing Team Gresini 38.

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