Zurück auf 2019er Yamaha? Quartararo würde es lieben

Von Maximilian Wendl
Fabio Quartararos Blick geht nach unten

Fabio Quartararos Blick geht nach unten

Der Frust bei den Yamaha-Fahrern wächst von Grand Prix zu Grand Prix. Fabio Quartararo wünscht sich sogar eine Rückrüstung auf eine 2019er Maschine. Er verlangt «clevere Entscheidungen» und ein konstantes Bike.

Die Meinungen der Yamaha-Fahrer gehen auseinander. Während Valentino Rossi der Meinung ist, dass sich die 2019er M1, beziehungsweise Franco Morbidellis sogenannte «A-spec»-M1, und das 2020er Modell im Wesentlichen nicht unterscheiden würden, sagt Petronas SRT-Fahrer Fabio Quartararo: «Für mich ist der Unterschied groß. Wir müssen jetzt clever sein, um die richtigen Entscheidungen für die zukünftige Saison zu treffen. Wir brauchen ein Motorrad, das konstanter ist.»

Was mit der Vorjahresmaschine möglich ist, zeigte Morbidelli in den vergangenen Rennen. Er gewann sowohl in Misano und Aragón II als auch das zweite Rennen in Valencia, während Quartararo, Rossi und Maverick Viñales nicht in der Lage waren, um das Podium mitzufahren. «Wir haben das Motorrad, das wir vor der Saison haben wollten. Bei den Tests waren wir schnell, aber wir konnten uns in der Saison nicht verbessern. Nur in Jerez und in Barcelona war ich konkurrenzfähig, aber dort war ich auch schon in den Vorjahren schnell», sagt Quartararo, der 2021 für das Werksteam fahren wird.

Nach zwei Siegen zum Auftakt galt der Franzose als heißer Favorit auf die Nachfolge von Marc Márquez als Weltmeister der Königsklasse. Doch ein Rennen vor dem Saisonfinale in Portimao beträgt der Rückstand auf den designierten Champion Joan Mir (Suzuki) 46 Punkte. Selbst der fünfte Platz ist nicht mehr sicher.

Mit den sinkenden Temperaturen sank auch die Konkurrenzfähigkeit der Yamaha-Fahrer, die auf der 2020er Maschine sitzen. Wünschen sie sich eine Rückrüstung? «Ich würde es lieben, in Portugal auf einer 2019er Maschine zu fahren. Ich denke aber, dass das nicht möglich ist», sagt Quartararo. «Wenn wir dort einen guten Auftakt erwischen, dann können wir auch ein gutes Resultat einfahren. Wenn wir nicht so gut starten, dann glaube ich nicht, dass wir große Verbesserungen erwarten können. Das 2019er Bike war konstanter und deswegen würde ich gerne noch einmal mit diesem Motorrad fahren.»

Viñales dazu: «Wenn wir umrüsten dürfen, dann werden wir das sicher tun.» Das klingt nach einer Breitseite für Yamaha. Schon Quartararo sagte nach dem Sieg von Morbidelli bei Valencia II: «Für mich ist das nicht frustrierend. Aber ich denke, für Yamaha schon. Man erwartet von einem neuen Motorrad, dass es besser oder zumindest ähnlich gut funktioniert.»

Stand Fahrer-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Mir, 171 Punkte (Weltmeister). 2. Morbidelli 142. 3. Rins 138. 4. Viñales 127. 5. Quartararo 125. 6. Dovizioso 125. 7. Pol Espargaró 122. 8. Miller 112. 9. Nakagami 105. 10. Oliveira 100. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 71. 14. Alex Márquez 67. 15. Rossi 62. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 34. 18. Crutchlow 29. 19. Lecuona 27. 20. Bradl 18. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Suzuki, 201 Punkte. 2. Ducati 201. 3. Yamaha 188. 4. KTM 175. 5. Honda 133. 6. Aprilia 43.

Team-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Team Suzuki Ecstar, 309 Punkte (Weltmeister). 2. Petronas Yamaha SRT 230. 3. Red Bull KTM Factory Racing 209. 4. Ducati Team 203. 5. Monster Energy Yamaha MotoGP 169. 6. Pramac Racing 163. 7. LCR Honda 134. 8. Red Bull KTM Tech3 127. 9. Repsol Honda Team 85. 10. Esponsorama Racing 81. 11. Aprilia Racing Team Gresini 46.

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