Welche MX-Pläne Andrea Dovizioso für 2021 schmiedet

Von Adam Wheeler und Nora Lantschner
MotoGP
Andrea Dovizioso bei seinem MX-Gastspiel in Faenza

Andrea Dovizioso bei seinem MX-Gastspiel in Faenza

MotoGP-Star Andrea Dovizioso (34) will sich während seines Sabbaticals im kommenden Jahr seiner Motocross-Leidenschaft widmen. Internationale Rennen schließt der Italiener aber aus.

Andrea Dovizioso und Ducati gehen nach acht gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Der 15-fache MotoGP-Sieger und Vizeweltmeister von 2017, 2018 und 2019 legt im kommenden Jahr nach aktuellem Stand ein Sabbatical ein. Ob ihm 2022 – dann mit 36 Jahren – tatsächlich ein Comeback als Vollzeit-MotoGP-Fahrer gelingt, wird die Zukunft zeigen.

In der Zwischenzeit will sich der bekennende Offroad-Fan unter anderem auf der Motocross-Strecke fit halten. In erster Linie geht es dem 34-Jährigen aus Forlì darum, die Zeit mit seinen Freunden auf der MX-Strecke zu genießen, aber auch Rennen will er bestreiten.

Zuletzt nahm das MotoGP-Ass am 28. Juni auf der WM-Strecke «Monte Coralli» von Faenza an einem Lauf der lokalen Regionalmeisterschaft teil. Das Gastspiel in der MX2-Klasse endete nach einem starken Start allerdings mit einem Schlüsselbeinbruch. Vor dem Sturz lag «Dovi» auf Platz 9.

Die Motocross-Regionalmeisterschaft der Emilia Romagna fasst der 23-fache GP-Sieger, der auf dem Motocross-Bike eine gute Figur abgibt, auch für 2021 ins Auge. Aber kann er sich auch mehr vorstellen, etwa die EMX2T-Europameisterschaft (der 40-jährige Brad Anderson gewann dort den Titel zum dritten Mal)?

«Nein, nein… Das wäre ein Traum», winkte Dovi entschieden ab. «Motocross ist eine andere Welt – vor allem als 35-Jähriger, das ist eine andere Geschichte. Der Motocross-Sport erlebt im Moment eine merkwürdige Situation, denn das Level der EMX und MXGP-WM ist eine Sache, alle anderen Meisterschaften etwas ganz anderes. Es ist unmöglich, da mitzuhalten. Die Fahrer, die die Europameisterschaft bestreiten, trainieren wie die in der WM. Also in Belgien oder den Niederlanden, sie verbringen den Winter dort, sie absolvieren dort jede Menge Stunden auf dem Bike, fahren schon lange und sind dadurch solche Strecke gewohnt.»

«Das wäre ein Traum, aber für mich ist es unmöglich», bekräftigte der italienische Zweiradstar. Die nationale MX-Meisterschaft schließt er aber nicht aus: «Selbst die Italienmeisterschaft ist für mich hart, aber dort gibt es vier Kategorien. Wenn ich mich also gut fühle, werde ich vielleicht ein paar Rennen fahren. Falls das der Fall sein sollte, glaube ich, dass ich in der Klasse Fast antreten müsste. Aber das entscheidet man nicht selbst, ich bin aber sicher nicht auf dem Elite-Level.»

Zur Erklärung: Der Italienische Motorrad-Verband FMI erstellt jährlich eine Rangliste aller Motocross-Piloten mit Lizenz, die auf den in den unterschiedlichen Meisterschaften erzielten Punkten basiert. Die Top-46 (angeführt vom neunfachen Weltmeister Tony Cairoli) bilden die Elite-Klasse, die Fahrer von Platz 47 bis 650 die Kategorie «Fast», von 651 bis 1500 «Expert» und von 1501 bis 2500 «Rider». Für alle übrigen Hobby-Crosser gibt es die Kategorie «Challenge».

Generell stellte Dovi klar: «Obwohl ich alles, das ich mache, auf eine professionelle Weise betreibe, wird mein vorrangiges Ziel sein, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und Spaß zu haben. Es geht nicht darum, einen Titel zu gewinnen. Ich schätze mich glücklich, dass ich den Support und diese Möglichkeit habe. Aber die Mentalität ist komplett anders. Das Training wird auf eine professionelle Art und Weise erfolgen, weil ich es so machen möchte, nicht weil ich es tun muss. Und die Rennen fahre ich nur, weil ich es genieße.»

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