HRC-Direktor Noriaki Abe: «Das war enttäuschend»

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Takaaki Nakagami wird von Alex Márquez verfolgt. 2021 sind sie bei LCR Teamkollegen

Takaaki Nakagami wird von Alex Márquez verfolgt. 2021 sind sie bei LCR Teamkollegen

Ohne Marc Márquez verlief die MotoGP-Saison von Honda nicht wie erhofft. Deswegen fällt HRC-Direktor Noriaki Abe ein ernüchterndes Urteil. Die LCR-Piloten Takaaki Nakagami und Alex Márquez hoffen auf Besserung für 2021.

Die Honda Racing Corporation hat am Donnerstagvormittag in einem YouTube-Video die Saison 2020 abgeschlossen und die neue Saison eingeläutet. Direktor Noriaki Abe blickte noch einmal auf das Jahr zurück und fällte für die MotoGP-Saison ein ernüchterndes Urteil: «Das war enttäuschend. Aber ich glaube, dass wir in den kommenden zwei Jahren wieder Titel einfahren werden.»

Nach dem Ausfall von Marc Márquez entpuppte sich Takaaki Nakagami mit dem 2019er Bike als beständigster Honda-Pilot. Sein LCR-Teamkollege Cal Crutchlow hatte mit Verletzungen zu kämpfen, Stefan Bradl machte besonders gegen Saisonende seine Sache als Ersatzfahrer des achtmaligen Weltmeisters ordentlich und Alex Márquez heimste in Le Mans und Aragón zwei Podiumsplätze ein. Allerdings schrammte er am Titel «Rookie of the year» vorbei. Den holte sich KTM-Rivale Brad Binder.

Dennoch zeigte der Spanier, der sich 2014 den Moto3-Titel und 2019 die Krone in der mittleren Klasse schnappte, eine aufsteigende Tendenz. «Die Saison war positiv für mich», findet Alex Márquez. «Die Veränderungen am Setup haben mir geholfen. Es war nicht einfach als Neuling, aber die vielen direkt aufeinanderfolgenden Rennen haben mich weitergebracht.»

Der 24-Jährige wird aber nach einer Saison von Pol Espargaró abgelöst. Der Landsmann kommt von KTM und deswegen muss Alex Márquez ins LCR-Team weichen. Dazu sagt er: «Das ist kein Rückschritt, sondern ein parallel verlaufender Weg, auf dem ich eine Menge lernen kann. Ich freue mich auf die neuen Erfahrungen.»

Takaaki Nakagami beendete die Saison als Zehnter. Ihm gelang die erste Pole-Position im MotorLand Aragón und deswegen bleibt auch dem Japaner die verrückte Saison 2020 gut in Erinnerung. «Es war hart, wir hatten fast keine Zeit, uns auszuruhen. Aber wir konnten uns kontinuierlich steigern.»

2021 wird er dann auf einem neuen Modell Platz nehmen. Da Marc Márquez bei den anstehenden Testfahrten verletzungsbedingt passen muss, nimmt Nakagami eine wichtige Rolle ein. «Dass ich ein neues Motorrad bekomme, motiviert mich. Das ist zum ersten Mal so, seit ich in der MotoGP bin. Ich spüre dadurch aber auch mehr Druck auf meinen Schultern. Ich konnte 2020 von den Daten der anderen Fahrer profitieren. Diesmal starten wir bei null, aber das ist ein Teil meines Lernprozesses und darauf freue ich mich.»

Für den 28-Jährigen ist es etwas Besonderes, eine so wichtige Rolle beim Werk aus Asaka einzunehmen. «Ich fliege kurz vor Weihnachten nach Japan. Dort werde ich mich mit einigen ehemaligen japanischen Honda-Piloten unterhalten. Ich versuche, ein paar Tipps zu bekommen. Ich werde versuchen, mich körperlich vorzubereiten und möchte direkt bereit sein.»

Pol Espargaró und Marc Márquez waren bei der Presserunde übrigens noch nicht dabei und Fragen über den achtfachen Weltmeister waren nicht zugelassen.

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