Márquez-Physiotherapeut: «Marc muss nichts beweisen»

Von Mario Furli
MotoGP
 Carlos Garcia und Marc Márquez bei einer der vielen Trainings-Einheiten im Winter

Carlos Garcia und Marc Márquez bei einer der vielen Trainings-Einheiten im Winter

Der achtfache Weltmeister Marc Márquez steht knapp neun Monate nach dem folgenschweren Oberarmbruch vor seinem MotoGP-Comeback. Die emotionale Nachricht seines Physiotherapeuten Carlos Garcia.

Seit Honda am vergangenen Samstag offiziell bestätigte, dass Marc Márquez von seinen Ärzten in der Ruber-Klinik von Madrid vier Monate nach der dritten Oberarm-OP die Freigabe zur Rückkehr in den Rennsport erhalten hat, fragt sich die gesamte MotoGP-Szene: Wie stark wird sich der achtfache Weltmeister und 82-fache GP-Sieger bei seinem Comeback präsentieren?

Fast neun Monate sind vergangen, seit der Repsol-Honda-Star einen übereilten Comeback-Versuch in Jerez nur vier Tage nach dem ersten Eingriff abbrechen musste. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Es folgten zwei weitere Operationen samt Knochentransplantationen und einer Antibiotika-Therapie, um eine Infektion in den Griff zu bekommen.

Einer, der Marc Márquez auf dem langen Weg aus nächster Nähe begleitet hat, ist sein Physiotherapeut Carlos Garcia. Über Wochen und Monate standen täglich zwei Physio-Einheiten auf dem Reha-Plan des sechsfachen MotoGP-Champions. Auch beim ersten Rennstreckentraining auf der RC213V-S auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya war Garcia Mitte März an der Seite des 28-jährigen Spaniers.

Nun fiebert Marc Márquez der Rückkehr auf sein MotoGP-Bike entgegen. Am Freitag ist es aller Voraussicht nach soweit. Dafür muss er am Donnerstag in Portimão nur noch von den Rennärzten für fit erklärt werden.

Sein Physiotherapeut widmete ihm wenige Tage vor dem lang ersehnten Moment emotionale Worte: «Du musst keinem etwas beweisen, du bist Marc», schrieb Carlos Garcia auf Instagram. «Die von uns, die in diesem so schwierigen Moment an deiner Seite waren, wissen, dass du noch vor dem Sportler eine große Person bist.»

«Wir haben alles gegeben, was wir hatten, und es schreibt sich zwar schnell, diese neun Monate waren aber die längsten unseres Lebens. Wir haben auf alles verzichtet für ein einziges Ziel», fuhr Garcia fort. «Dieses Ziel haben wir endlich erreicht und damit macht sich all das bezahlt, was wir erlebt haben, was wir nicht erlebt haben und was wir erlitten haben. Diese letzten Monate waren sehr schwierig, aber wir haben immer versucht, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.»

«Wenn ich in diesen Monaten etwas gelernt habe, ist es, dass ein Sportler Talent haben muss, um erfolgreich zu sein – aber nicht nur Talent. Man muss die Arbeit dazutun. Man muss das tun, was man tun muss, und nicht das, was man tun möchte: Man muss früh aufstehen, pünktlich und konstant sein; man muss wissen, wie man sich erholt, man muss sich gesund ernähren, trainieren, leiden… Das alles, ohne zu wissen, wie lange es dauert, und unabhängig davon, dass deine Träume sich verflüchtigen. Das alles mit dem Zweifel, wann du wieder Rennen fahren könntest.»

«Es sieht so aus, als würde dieses Licht am Ende des Tunnels, das wir uns Tag für Tag vorgestellt haben, uns nun endlich erleuchten», freut sich Garcia und hält abschließend fest: «Marc Márquez mag WM-Titel gewinnen, aber Marc bleibt trotzdem Marc.»

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