Kein Spezial-Design bei Morbidelli: Mugello vergessen

Von Nora Lantschner
Franco Morbidelli in der Startaufstellung von Mugello

Franco Morbidelli in der Startaufstellung von Mugello

Den Heim-GP nutzen die MotoGP-Stars traditionell gerne, um ihren Helm kreativ umzugestalten. Franco Morbidelli präsentierte sich in Mugello am Wochenende ohne Spezial-Design – umso spezieller war seine Erklärung dafür.

Valentino Rossi ließ für sein vielleicht letztes MotoGP-Rennen in «Muuuu…gello» eine Kuh auf den AGV-Helm malen, Luca Marini hüllte seine Ducati für den Italien-GP in die Trikolore-Farben Grün, Weiß und Rot, Pecco Bagnaia peppte immerhin seine Stiefel mit den Nationalfarben auf.

Da war es naheliegend, ihren Landsmann und VR46-Kollegen Franco Morbidelli zu fragen, wo sein spezielles Design geblieben war.

«Ich werde ehrlich sein: Ich habe komplett vergessen, mich um das Design zu kümmern. Weil ich komplett vergessen hatte, dass nach Le Mans der Mugello-GP folgte», gab der Vizeweltmeister des Vorjahrs zu. «Wir ihr alle wisst, lebe ich von Tag zu Tag. Ich schaue auch nicht allzu oft auf den Kalender, weshalb ich vergessen habe, dass wir nach Le Mans in Mugello fahren.»

«Als mich Aldo Drudi angerufen hat, um nach dem Design zu fragen, musste ich ihm sagen, dass ich es total vergessen hatte. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nicht eilig etwas machen wollte. Denn ein Design für den Heim-GP zu entwickeln, sollte etwas Schönes sein. Es sollte kein stressiger Job sein, zumal ich ohnehin schon mit der Reha für mein Knie beschäftigt war», erklärte der Petronas-Yamaha-Pilot.

«Es tut mir sehr leid. Ich werde versuchen, es in Misano wiedergutzumachen», versprach der dreifache MotoGP-Sieger seinen Fans. Der Nachsatz ließ aber wieder Zweifel aufkommen: «Hoffentlich werden mich meine Freunde rechtzeitig vor Misano an Misano erinnern.»

Zur Erinnerung: 2020 hatte der Italiener mit brasilianischen Wurzeln in Misano noch mit einer von Spike Lee inspirierten Helmlackierung und der Botschaft für mehr Gleichberechtigung für Furore gesorgt. Mit einer Null-acht-fünfzehn-Idee wollte sich «Morbido» offenbar nicht zufriedengeben. Wenig überraschend, denn Banalitäten gibt es bei «Franky» einfach nicht.

MotoGP-Ergebnis Mugello, 30. Mai:

1. Quartararo, Yamaha, 23 Runden in 41:16,344 min
2. Oliveira, KTM, + 2,592 sec
3. Mir, Suzuki, + 3,000
4. Zarco, Ducati, + 3,535
5. Binder, KTM, + 4,903
6. Miller, Ducati, + 6,233
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 8,030
8. Viñales, Yamaha, + 17,239
9. Petrucci, KTM, + 23,296
10. Rossi, Yamaha, + 25,146
11. Lecuona, KTM, + 25,152
12. Pol Espargaró, Honda, + 26,059
13. Pirro, Ducati, + 26,182
14. Alex Márquez, Honda, + 29,400
15. Savadori, Aprilia, + 32,378
16. Morbidelli, Yamaha, + 37,906
17. Marini, Ducati, + 50,306

Stand Fahrer-WM nach 6 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo 105 Punkte. 2. Zarco 81. 3. Bagnaia 79. 4. Miller 74. 5. Mir 65. 6. Viñales 64. 7. Aleix Espargaró 44. 8. Binder 35. 9. Morbidelli 33. 10. Oliveira 29. 11. Pol Espargaró 29. 12. Nakagami 28. 13. Rins 23. 14. Petrucci 23. 15. Alex Márquez 20. 16. Bastianini 20. 17. Martin 17. 18. Marc Márquez 16. 19. Rossi 15. 20. Lecuona 13. 21. Bradl 11. 22. Marini 9. 23. Pirro 3. 24. 24. Savadori 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha 132 Punkte. 2. Ducati 123. 3. Suzuki 69. 4. KTM 58. 5. Honda 47. 6. Aprilia 44.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 169 Punkte. 2. Ducati Lenovo 153. 3. Pramac Racing 102. 4. Suzuki Ecstar 88. 5. Red Bull KTM Factory Racing 64. 6. Repsol Honda 52. 7. Petronas Yamaha SRT 48. 8. LCR-Honda 48. 9. Aprilia Racing Team Gresini 47. 10. Tech3 KTM Factory Racing 36. 11. Esponsorama Racing Ducati 29.

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