Joan Mir (Suzuki): «Fabio war sauer auf mich»

Von Nora Lantschner
Joan Mir wirft Fabio Quartararo einen Blick zu

Joan Mir wirft Fabio Quartararo einen Blick zu

Vor dem Sachsenring-GP kam Joan Mir noch einmal auf die offene Lederkombi von Fabio Quartararo im Catalunya-GP zurück. Außerdem äußerte sich der Suzuki-Werksfahrer zu den künftig acht Ducati im MotoGP-Feld.

«Es ist eine Strecke, auf der ich in meinem Rookie-Jahr stark war. Das Motorrad war auch ziemlich stark, als wir zuletzt hier auf dem Sachsenring waren. Ich freue mich auf das Wochenende, mal sehen, wie wir uns bei diesen heißen Bedingungen hier fühlen werden», erzählte Joan Mir am Donnerstag vor dem Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland.

Zunächst wurde aber noch einmal das große Gesprächsthema des Catalunya-GP aufgegriffen: WM-Leader Fabio Quartararo und seine unvollständige Rennbekleidung, zu der sich Mir nach dem Rennen in Montmeló kritisch geäußert hatte. Nachdem Suzuki und Ducati beim FIM MotoGP Stewards Panel nachgehakt hatten, gab es nachträglich noch eine Drei-Sekunden-Strafe für den WM-Leader, die ihn auf Rang 6 zurückwarf.

«Ich habe in meiner Presserunde gesagt, dass es so aussah, als hätte Fabio seinen Brustschutz weggeworfen. Es sah so aus. Ich weiß aber nicht, ob es so war oder nicht», stellte Mir klar. «Falls ja, war es natürlich eine gefährliche Situation. Es wäre besser, den abseits der Linie wegzuwerfen. Ich bin nicht verrückt, wenn ich das sage. Was die Lederkombi angeht, betraf das Problem Fabio, nicht den Rest. Er hat damit keinen anderen in Gefahr gebracht. Das ist klar. Aber die Regeln besagen, dass die Lederkombi geschlossen sein muss. Ich habe also nichts Merkwürdiges gesagt. Ich war nicht kritisch, ich habe nur gesagt, was jeder gedacht hat. Ich glaube, Fabio war ein bisschen sauer auf mich, aber ganz ehrlich: Ich habe nichts gesagt. Ich musste darüber ein bisschen lachen», verriet der zweifache Weltmeister schmunzelnd.

«Ich wollte nicht, dass Fabio bestraft wird. Ich bin keiner von den Fahrern, die nach dem Rennen zur Rennleitung laufen. Ich brauche das nicht und ich will es nicht. Ich habe Suzuki nicht darum gebeten, zur Rennleitung gehen. Sie haben das gemacht, um Klarheit zu schaffen und die Situation zu verstehen. Das ist alles», hielt der 23-jährige Spanier fest.

Müssten die Regelhüter in solchen Fällen einschreiten, um die Rennfahrer in gewisser Hinsicht vor sich selbst zu schützen? «Ja, denn ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Fabio mit offener Lederkombi gestürzt wäre. Das ist wirklich gefährlich für ihn», betonte Mir. «Das Wichtigste ist immer die Sicherheit, danach kommt das Rennergebnis. Wenn ich in der Position gewesen wäre, mit offener Lederkombi, hätte ich lieber die schwarze Flagge gesehen, als das Rennen unter diesen Umständen zu Ende zu fahren. Denn die Sicherheit kommt zuerst. Eine andere Sache ist der Brustschutz, wenn man den selbst wegwirft, muss es bestraft werden, weil man damit den Rest in Gefahr bringt.»

Dann ging der Blick in die Zukunft: Während Ducati 2022 gleich acht Desmosedici GP in der MotoGP-Startaufstellung haben wird, gibt es auch im nächsten Jahr kein Suzuki-Kundenteam.

Ist Mir enttäuscht darüber? «Nein», winkte der Weltmeister von 2020 ab. «Denn wenn Suzuki nicht daran interessiert ist, ein Kundenteam zu haben, gibt es Gründe dafür. Ich bin eher enttäuscht, dass es acht Ducati sein werden», ergänzte er lachend. «Darüber bin ich nicht wirklich glücklich. Wir werden aber immer versuchen, mit der Situation bestmöglich umzugehen. Das ist alles.»

Stand Fahrer-WM nach 7 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo 115 Punkte. 2. Zarco 101. 3. Miller 90. 4. Bagnaia 88. 5. Mir 78. 6. Viñales 75. 7. Oliveira 54. 8. Aleix Espargaró 44. 9. Binder 43. 10. Morbidelli 40. 11. Nakagami 31. 12. Pol Espargaró 29. 13. Bastianini 26. 14. Alex Márquez 25. 15. Rins 23. 16. Petrucci 23. 17. 17. Martin 19. 18. Marc Márquez 16. 19. Rossi 15. 20. Lecuona 13. 21. Marini 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha 143 Punkte. 2. Ducati 143. 3. KTM 83. 4. Suzuki 82. 5. Honda 52. 6. Aprilia 45.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 190 Punkte. 2. Ducati Lenovo 178. 3. Pramac Racing 124. 4. Suzuki Ecstar 101. 5. Red Bull KTM Factory Racing 97. 6. LCR-Honda 56. 7. Petronas Yamaha SRT 55. 8. Repsol Honda 52. 9. Aprilia Racing Team Gresini 48. 10. Esponsorama Racing Ducati 39. 11. Tech3 KTM Factory Racing 36.

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