Andrea Dovizioso in Misano: «Interessanter Test»

Von Günther Wiesinger
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Andrea Dovizioso (35) in die WM zurückkehren will. Heute vollendete er in Misano seinen dritten Test mit Aprilia.

Nach Jerez und Mugello war diesmal der Misano World Circuit Marco Simoncelli der Schauplatz des MotoGP-Tests von Andrea Dovizioso. Endlich gelang es dem Vizeweltmeister von 2017, 2018 und 2019, der Aprilia RS-GP 21 einmal bei idealen Verhältnissen auf den Zahn zu fühlen. Denn in Mugello hat es meistens geregnet, in Jerez musste er zuerst einmal das Bike auf seine Bedürfnisse und eine Sitzposition einstellen und abstimmen.

Der 15-fache MotoGP-Sieger drehte gestern 78 und heute 48 Runden auf der Rennstrecke an der Adria, die von 10. bis 12. September Austragungsort des San-Marino-GP sein wird. Mit Unterstützung des Aprilia Racing Test Teams spulte Dovizioso konstant schnelle Rundenzeiten ab, wobei er sich am zweiten Tag klar steigerte.

«Dovi» kümmerte sich um die Aerodynamik, die Elektronik und die generelle Dynamik des Motorrads aus Noale, das Aleix Espargaró in Sachsen erstmals in die erste Startreihe gestellt hat. Dovi probierte auch unterschiedliche Chassis-Versionen aus. Es geht um eine Weiterentwicklung für das Rennteam in der zweiten Saisonhälfte und für das Jahr 2022.

«Es war ein sehr interessanter Test», erklärte Andrea Dovizioso. «Diese Probefahrten auf einer dritten unterschiedlichen Piste waren sehr wichtig, um das Bike besser zu verstehen und um zu schauen, welche Bereiche verbessert werden müssen. Wir haben getestet und viele Dinge verändert, weil wir viele Details besser verstehen wollen. Wir haben uns alles sehr genau angeschaut und gewisse Stellen identifiziert, die wir modifizieren wollen. Anderseits bewirken gewisse Änderungen auch bestimmte Nachteile. Bei den nächsten geplanten Tests werden wir mehr Vergleichsfahrten machen und noch eindringlicher über unsere Ideen diskutieren.»

Massimo Rivola, CEO Aprilia Racing: «Das waren zwei sehr positive Tage. Wir sind zufrieden mit diesen Tests, die uns wertvolle Hinweise gebracht haben. Andrea ist stark involviert bei allen Feststellungen, die wir jetzt für unser Motorrad für 2022 treffen. das ist eine Aufgabe, die Andrea im Juli weiter fortsetzen wird.»

«Andrea hat bewiesen, dass er ein großartiger Fahrer ist, auch wenn es um seine Sensibiltät, sein Feingefühl und sein technisches Verständnis geht», lobte Rivola. «Wer weiß exakt, welches Fahrverhalten von einem Rennmotorrad gewünscht wird. Parallel zu diesen Testfahrten trifft Aprilia Racing andere Maßnahmen, um die besten Lösungen für unser Fahrerduo 2022 zu finden, ohne dass wir das Ergebnis der Tests im Juli abwarten. Neben Andrea haben wir andere sehr interssante und valide Alternativen auf dem Tisch. Es muss bald eine Entscheidung fallen. Damit wird die künftige Strategie für unser Team anständig planen können. In dieser Hinsicht wird das Assen-Weekend extrem wichtig sein.»

Aprilia prüft auch andere Fahrer-Kandidaten – wie zum Beispiel den Kalifornier Joe Roberts, denn die Dorna würde gerne einen Amerikaner im MotoGP-Feld sehen. Auch Moto2-Pilot Aron Canet wird immer wieder als Anwärter gehandelt. Der Spanier hat mit Aprilia-Berater Max Biaggi einen einflussreichen Befürworter.

Dovizioso passt mit seinen Gehaltsvorstellungen vermutlich nicht ideal ins bescheidene Aprilia-Budget. Er hat vor einem Jahr bei KTM eine Jahresgage von 4 Millionen Euro verlangt.

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