Aleix Espargaró: «Brauche etwas mehr Power»

Von Frank Weeink
Aleix Espargaró gibt gerne auch ohne Motor auf zwei Rädern Gas

Aleix Espargaró gibt gerne auch ohne Motor auf zwei Rädern Gas

Aleix Espargaró erklärt, warum er einen Top-5-Platz mit Aprilia einem GP-Sieg vorziehen würde, wenn er die Wahl hätte. Der Wunsch nach dem langersehnten ersten GP-Triumph ist aber gross, wie er betont.

Seit 17 Jahren ist Aleix Espargaró in einer der drei GP-Klassen unterwegs: 2004 fuhr der 32-Jährige in der 125-ccm-Klasse sein erstes Rennen, 2006 erfolgte der Aufstieg in die 250-ccm-Klasse, bevor er 2009 in Indianapolis seinen ersten GP in der WM-Königsklasse bestritt. In all den Jahren konnte der Spanier kein Rennen gewinnen und der Wunsch nach dem bestmöglichen Rennergebnis ist gross.

Auf die Frage, was er lieber erreichen würde, mit Aprilia WM-Fünfter zu werden oder einen GP zu gewinnen, fällt seine Antwort überraschend aus. «Ich würde lieber in den Top-5 landen. Natürlich wäre es ein Traum, einen GP zu gewinnen und mit Aprilia an der Spitze zu stehen», erklärt der Dritte des letztjährigen GP in Silverstone.

«Aber wenn man das Ganze richtig analysiert, dann sieht man, dass es sehr sehr schwierig ist, in der aktuellen MotoGP, die so hart umkämpft ist, WM-Fünfter zu werden», weiss der ältere der beiden Espargaró-Brüder. «Das wäre wie ein WM-Titelgewinn. Es ist auch nicht unmöglich, ich brauch einfach etwas mehr Power, um weniger riskieren zu müssen.»

Und wie würde die Wahl ausfallen, wenn der passionierte Rennrad-Fahrer zwischen einem GP-Sieg und einem Etappensieg in der Tour de France wählen dürfte? «Das ist eine gute Frage», lacht Aleix. «Ich würde mich für den Sieg mit Aprilia entscheiden, denn daran arbeite ich nun schon viele, viele Jahre. Das wäre eine sehr schöne Errungenschaft für mich.»

«Aber es ist keine leichte Wahl», gesteht der 281-fache GP-Teilnehmer. «Ich habe vor sechs Jahren angefangen, ernsthaft Rennrad zu fahren. Zunächst radelte ich nur, damit ich für die MotoGP fit bin. Aber dann wurde ich immer professioneller und nun ist es wie ein Job, ich trainiere täglich, ich habe einen Ernährungsspezialisten und einen Coach. Ich lebe das Leben eines Radprofis, ich trainiere auch so, aber leider bin ich nicht so schnell. Ich habe in den vergangenen Jahren aber auch gesehen, dass es auch für die MotoGP hilfreich ist, weil das Gewicht einen grossen Unterschied macht. So beträgt etwa der Unterschied zu Lorenzo Savadori zehn Kilo – und das macht beim Beschleunigen mehr oder weniger eine Zehntel aus. Wenn man auf einer normalen Rennstrecke etwa vier Beschleunigungszonen hat, dann gewinnt man 0,4 Sekunden.»

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