Andrea Dovizioso (Yamaha): «Fortschritt ist Pflicht»

Von Nora Lantschner
Mehr als 27 Sekunden Rückstand auf Katar-Sieger Enea Bastianini (Ducati) waren Yamaha-Pilot Andrea Dovizioso eindeutig zu viel. Was ist im zweiten MotoGP-Rennen der Saison 2022 in Indonesien möglich?

Andrea Dovizioso klagte in Katar über fehlenden Grip und mangelndes Gefühl zur Yamaha M1 und berichtete nach dem enttäuschenden 14. Platz zum Auftakt in seine 20. WM-Saison von Problemen mit dem Luftdruck und dem Reifenmanagement. Das nächste Kräftemessen findet auf dem Mandalika Street Circuit statt, wo die MotoGP-Fahrer im Februar bereits drei Tage lang testeten und Erfahrungen sammelten.

Glaubt der 35-jährige Italiener, unter diesen Voraussetzungen beim Indonesien-GP einen Schritt nach vorne machen zu können? «Das müssen wir», erwiderte er ohne Zögern. «Ein Fortschritt ist Pflicht, 27 Sekunden sind wirklich viel. Das ist nicht in Ordnung, wir sind weit weg. Ich will nicht zu viel reden, weil man erklären müsste, warum gewisse Dinge passieren, es gibt immer Erklärungen, warum Dinge weniger gut funktionieren... Jetzt ist aber nicht der richtige Moment, um zu sehr ins Detail zu gehen. Wir müssen aber mit Sicherheit Schritte nach vorne machen, weil wir wirklich weit weg waren – vom Rückstand her und von Startplatz 20 kommt man sowieso nicht weit.»

«In Sachen Reifenverschleiß müssen wir uns auch verbessern, aber in Indonesien werden wir andere Reifen haben, bei dem Aspekt fangen dort alle fast bei null an. Aber: Wir sind weit weg und wir müssen zwangsläufig näherkommen», bekräftigte der Yamaha-Pilot aus dem WithU Yamaha RNF Team.

Zumindest einen Vorteil bringen die mäßigen Ergebnisse des dreifachen MotoGP-Vizeweltmeisters mit sich: Den Druck eines Titelanwärters hat der Yamaha-Rückkehrer im Gegensatz zu seinen letzten Ducati-Jahren 2022 nicht.

«Ich kann versichern, dass es oft großartig ist, wenn man eben nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Das ist mit Sicherheit nicht schlecht», meinte «Dovi» mit einem Schmunzeln. Dann wurde er aber schnell wieder ernst. «Dass ich nicht so konkurrenzfähig bin, wie ich es sein möchte, und die Situation nicht unter Kontrolle habe, gefällt mir weniger gut. Darauf bin ich konzentriert. Dass man im Moment nicht über mich spricht, wenn es um den Titelkampf geht, ist für mich kein Problem.»

MotoGP-Ergebnis, Doha, 6. März:

1. Enea Bastianini, Ducati, 22 Runden in 42:13,198 min
2. Brad Binder, KTM, + 0,346 sec
3. Pol Espargaró, Honda, + 1,351
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,242
5. Marc Márquez, Honda, + 4,099
6. Joan Mir, Suzuki, + 4,843
7. Alex Rins, Suzuki, + 8,810
8. Johann Zarco, Ducati, + 10,536
9. Fabio Quartararo, Yamaha, + 10,543
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 14,967
11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 16,712
12. Maverick Viñales, Aprilia, + 23,216
13. Luca Marini, Ducati, + 27,283
14. Andrea Dovizioso, Yamaha, + 27,374
15. Remy Gardner, KTM, + 41,107
16. Darryn Binder, Yamaha, + 41,119
17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 41,349
18. Raúl Fernández, KTM, + 42,357
– Jorge Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Francesco Bagnaia, Ducati, 11 Runden zurück
– Miguel Oliveira, KTM, 12 Runden zurück
– Alex Márquez, Honda, 13 Runden zurück
– Marco Bezzecchi, Ducati, 16 Runden zurück
– Jack Miller, Ducati, 16 Runden zurück

WM-Stand nach 1 von 21 Grand Prix:

1. Bastianini 25 Punkte. 2. Brad Binder 20. 3. Pol Espargaró 16. 4. Aleix Espargaró 13. 5. Marc Márquez 11. 6. Mir 10. 7. Rins 9. 8. Zarco 8. 9. Quartararo 7. 10. Nakagami 6. 11. Morbidelli 5. 12. Viñales 4. 13. Marini 3. 14. Dovizioso 2. 15. Gardner 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 25 Punkte. 2. KTM 20. 3. Honda 16. 4. Aprilia 13. 5. Suzuki 10. 6. Yamaha 7.

Team-WM:

1. Repsol Honda 27 Punkte. 2. Gresini Racing 25. 3. Red Bull KTM Factory 20. 4. Suzuki Ecstar 19. 5. Aprilia Racing 17. 6. Monster Energy Yamaha 12. 7. Pramac Racing 8. 8. LCR Honda 6. 9. Mooney VR46 Racing 3. 10. WithU Yamaha RNF 2. 11. Tech3 KTM Factory 1.

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