Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Pecco Bagnaia (Ducati/5.): Das war heute das Maximum

Von Nora Lantschner
Pecco Bagnaia vor Johann Zarco

Pecco Bagnaia vor Johann Zarco

Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia blieb im MotoGP-Rennen von Texas hinter den Erwartungen und seinem Teamkollegen Jack Miller zurück. Der Italiener übt sich in Geduld.

Francesco «Pecco» Bagnaia fuhr zwar aus der ersten Startreihe los, in den Kampf um die Podestplätze konnte er im 20-Runden-Rennen von Austin aber zu keinem Zeitpunkt eingreifen. «Ich habe mein Maximum geben», beteuerte er am Sonntagabend. «Wenn du dein Bestes gibst und das beste Ergebnis am Ende ein fünfter Platz ist, dann war es das Maximum, was ich konnte. Ich versuchte Plätze gutzumachen, aber ich hatte ein bisschen Mühe. Wie auch immer, mein Ziel war heute ein Top-5-Ergebnis und das haben wir erreicht. Ich hätte mit Sicherheit erwartet, dass meine Zeiten bis zum Schluss konstanter sein würden. Das war aber mein Maximum.»

«Sicherlich war unser Ziel zum Beginn der Saison kein fünfter Platz, ganz klar», räumte der Vizeweltmeister von 2021 ein. «Wir wissen aber auch, dass wir noch Arbeit zu erledigen haben. Leider war heute nicht mehr drin, die anderen waren schneller und Enea [Bastianini] war sehr stark. Wir kommen schön langsam näher – vielleicht ein bisschen zu langsam, aber solche Wochenenden helfen uns, wie schon in Argentinien, um Dinge zu verstehen und näher zu kommen.»

Zur anfänglichen Zurückhaltung erklärte der Ducati-Werksfahrer: «Das war Strategie, weil ich wusste, dass unser Reifenverschleiß etwas hoch sein würde. Ich versuchte also, ein bisschen konservativ zu sein. Als ich dann aber versuchte, Zeit auf die Spitze gutzumachen, stellte ich fest, dass die anderen etwas mehr Speed hatten. Sie waren heute schneller als wir. Wie gesagt: Der fünfte Platz war heute das Maximum.»

Enea Bastianini führt die MotoGP-WM nun auf der GP21 nach seinem zweiten Saisonsieg wieder an. Was fehlt Bagnaia und der GP22 noch? «Wir arbeiten sehr viel und kommen der Spitze mit jedem Tag ein bisschen näher», bekräftigte der 25-Jährige. «Es ist kein einfacher Job, das ist sicher. Jack [Miller] hat heute aber mit der GP22 einen guten Job gemacht, er war vom Start weg konstant. Ich hatte etwas mehr Mühe, aber ich glaube, wir brauchen einfach mehrere Wochenenden wie dieses, an denen wir weiterarbeiten können. Ich weiß, dass wir Schritt für Schritt wieder stärker sein werden.»

«Enea war heute unschlagbar», hielt Bagnaia mit Blick auf seinen Landsmann fest. «Wenn Marc den Start nicht verpasst hätte, wäre er mit Sicherheit auch vorne gewesen. Ich glaube, Enea wäre als Einziger dazu in der Lage gewesen, mit Marc zu kämpfen.»

MotoGP-Ergebnis, Austin (10. April):

1. Bastianini, Ducati, 41:23,111 min
2. Rins, Suzuki, + 2,058 sec
3. Miller, Ducati, + 2,312
4. Mir, Suzuki, + 3,975
5. Bagnaia, Ducati, + 6,045
6. Marc Márquez, Honda, + 6,617
7. Quartararo, Yamaha, + 6,760
8. Martin, Ducati, + 8,441
9. Zarco, Ducati, + 12,375
10. Viñales, Aprilia, + 12,642
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 12,947
12. Brad Binder, KTM, + 13,376
13. Pol Espargaró, Honda, + 17,961
14. Nakagami, Honda, + 18,770
15. Dovizioso, Yamaha, + 29,319
16. Morbidelli*, Yamaha, + 29,129
17. Marini, Ducati, + 29,630
18. Oliveira, KTM, + 32,002
19. Fernández, KTM, + 37,062
20. Gardner, KTM, + 42,442
21. Di Giannantonio, Ducati, + 42,887
22. Darryn Binder, Yamaha, + 1:42,171 min
– Alex Márquez, Honda
– Bezzecchi, Ducati

*= 1 Platz zurück («track limits» in der letzten Runde)

WM-Stand nach 4 von 21 Grand Prix:

1. Bastianini 61 Punkte. 2. Rins 56. 3. Aleix Espargaró 50. 4. Mir 46. 5. Quartararo 44. 6. Brad Binder 42. 7. Miller 31. 8. Zarco 31. 9. Oliveira 28. 10. Martin 28. 11. Pol Espargaró 23. 12. Bagnaia 23. 13. Marc Márquez 21. 14. Viñales 19. 15. Morbidelli 14. 16. Nakagami 12. 17. Marini 10. 18. Bezzecchi 7. 19. Darryn Binder 6. 20. Alex Márquez 4. 21. Dovizioso 3. 22. Gardner 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 86 Punkte. 2. KTM 59. 3. Suzuki 57. 4. Aprilia 51. 5. Yamaha 44. 6. Honda 34.

Team-WM:
1. Suzuki Ecstar 102 Punkte. 2. Red Bull KTM Factory 70. 3. Aprilia Racing 69. 4. Gresini Racing MotoGP 61. 5. Pramac Racing 59. 6. Monster Energy Yamaha 58. 7. Ducati Lenovo 54. 8. Repsol Honda 44. 9. Mooney VR46 Racing 17. 10. LCR Honda 16. 11. WithU Yamaha RNF 9. 12. Tech3 KTM Factory 1.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Dr. Helmut Marko: «Das Update muss greifen»

Von Dr. Helmut Marko
Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko analysiert exklusiv für SPEEDWEEK.com das GP-Wochenende auf dem Silverstone Circuit und spricht auch über die Red Bull Junioren und das anstehende Rennen auf dem Hungaroring.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Do. 18.07., 00:40, Motorvision TV
    Classic Races
  • Do. 18.07., 01:45, Hamburg 1
    car port
  • Do. 18.07., 03:25, SPORT1+
    Motorsport - Historic & Individual Motorsports Events
  • Do. 18.07., 03:45, Hamburg 1
    car port
  • Do. 18.07., 03:50, SPORT1+
    Motorsport - Historic & Individual Motorsports Events
  • Do. 18.07., 04:15, SPORT1+
    Motorsport: FIA-Langstrecken-WM
  • Do. 18.07., 04:45, Motorvision TV
    Monster Jam Championship Series
  • Do. 18.07., 05:05, Sat.1
    Auf Streife
  • Do. 18.07., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Do. 18.07., 06:00, Motorvision TV
    Report
» zum TV-Programm
5