Stefan Bradl: «Fabio ist nicht verrückt geworden»

Von Tim Althof
Stefan Bradl erwartet ein Feedback von Taka Nakagami zum Chassis-Update am Freitag

Stefan Bradl erwartet ein Feedback von Taka Nakagami zum Chassis-Update am Freitag

Als Ersatz für Marc Márquez wird auch in Silverstone erneut Stefan Bradl auf der Werks-Honda von Repsol sitzen. Der 32-Jährige sprach am Donnerstag über Updates bei Honda und die Quartararo-Bestrafung.

Takaaki Nakagami erhält von Honda ein Chassis-Update für den Silverstone-GP. Stefan Bradl hat diese Neuerung bereits im Juli in Jerez getestet, nun ist er auf die Rückmeldung seines Markenkollegen gespannt. «Es ist kein anderes Motorrad. Aber ich möchte abwarten, bis er uns ein Feedback gibt. Es ist allerdings keine große Veränderung, einige Teile wurden nur angepasst, um eine bessere Rückmeldung zu bekommen», erklärte der Honda-Fahrer am Donnerstag.

«Ich werde dann am Freitag erfahren, was er davon hält, wenn er mir ein Feedback gegeben hat. Es geht um die Rückmeldung von den Reifen. Es geht darum, den Hinterreifen besser zu nutzen, aber auch um das Gefühl zum Vorderreifen», so der Bayer. «Wenn du ein gutes Gefühl zum Motorrad hast, dann kannst du es besser ausquetschen.»

Der ehemalige Moto2-Pilot Tetsuta Nagashima durfte die RC213V in Motegi ausprobieren. Hilft sein Feedback für die zukünftige Entwicklung des Bikes? Bradl dazu: «Ich habe davon gehört, dass Nagashima das Bike in Motegi gefahren ist, aber ich habe noch keine Informationen dazu bekommen. Bei mir sind keine präzisen Kommentare angekommen.»

Alle sprechen am Donnerstag über die Bestrafung von Fabio Quartararo (Yamaha) nach seinem Manöver gegen Aprilia-Star Aleix Espargaró in Assen. Was sagt der Repsol-Honda-Fahrer dazu? «Der Zwischenfall war aus meiner Sicht ein Rennunfall. Ein ganz normaler Rennunfall, wenn auch sehr unglücklich für Aleix. Aber Fabio ist nicht verrückt geworden. Es war ein Manöver, das du in so einem Rennen machst.»

«Am Ende hatten beide Pech, ich verstehe nur nicht, warum Fabio eine Strafe bekommen hat. Er wurde ja mit dem Sturz bereits bestraft, dann ist er erneut gestürzt», schilderte der Moto2-Champion von 2011. «Warum er für das Rennen in Silverstone einen Long-Lap-Penalty erhalten hat, kann ich nicht verstehen. Es kommt natürlich immer auf die Situation an, aber in diesem Fall hat Fabio keine Strafe verdient.»

Der Bayer fügte hinzu: «Taka hat einen viel schwereren Unfall verursacht, andere Fahrer waren involviert und verletzten sich. Er hat sich auch selbst verletzt, aber er bekam keine Strafe dafür. Ich verstehe es einfach nicht. Wenn ein Fahrer verletzt wurde, dann ist es eine ganz andere Situation als die in Assen.»

«Es ist natürlich niemals einfach, das zu bewerten, aber die Stewards hatten genug Zeit, sich die Situation anzusehen, für mich ist es daher keine korrekte Entscheidung gewesen», kritisierte er die Entscheidungsträger. «Du versuchst deinen Gegner zu überholen, so sauber wie möglich. Aber du hast das nicht immer unter Kontrolle. Heutzutage ist die MotoGP so eng, überholen wird immer härter. Du musst dich auf das Überholmanöver gut vorbereiten.»

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9. Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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