Fabio Quartararo: «Sonst wird unser Sport langweilig»

Von Tim Althof
Fabio Quartararo in Silverstone

Fabio Quartararo in Silverstone

Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo wird am kommenden Wochenende in Silverstone versuchen, ein weiteres MotoGP-Podium zu erreichen. Doch er muss einen Long-Lap-Penalty absolvieren. So schätzt er seine Chancen ein.

Für Fabio Quartararo wird der Sonntag in Silverstone kein leichter Arbeitstag. Der Yamaha-Pilot muss nach dem Sturz im Rennen in Assen, bei dem auch Aleix Espargaró beteiligt war, am Sonntag einen Long-Lap-Penalty absolvieren. Dennoch weiß der Franzose, dass sein Paket auf der 5,9 km langen Strecke in England konkurrenzfähig sein dürfte.

Quartararo berichtete in der Pressekonferenz: «Es waren sehr lange fünf Wochen, aber ich bin sehr happy, endlich wieder zurück zu sein. Ich werde das Wochenende angehen wie ein normales Rennwochenende. Natürlich haben wir diese dumme Strafe, aber wir müssen zunächst schauen, wie es läuft. Es wird aber sicher eine große Herausforderung für uns, dennoch bin ich bereit.»

Wie kommt es, dass die Yamaha so gut zur Piste von Silverstone passt? «In der Moto3- und Moto2-Kategorie war ich nie schnell in Silverstone. In meinem Rookie-Jahr in der MotoGP hatte ich auf dieser Strecke erstmals das Gefühl, dass ich um den Sieg kämpfen kann», betonte der aktuelle MotoGP-Weltmeister. «Leider bin ich in Kurve 1 gestürzt. Im letzten Jahr habe ich gewonnen. Die Strecke ist speziell, besonders der erste Sektor ist sehr technisch. Mit dem MotoGP-Motorrad war ich hier immer sehr schnell, es gibt also keinen Grund, langsam zu sein.»

Hat Fabio seine Meinung zu der Strafe geändert, oder findet er die Strafe noch immer ungerecht? «Ich möchte nicht mehr viel über den vorherigen Sturz sagen. Es war jedenfalls keine Strafe wert. Ich kann verstehen, dass sie nach dem Sturz in Barcelona die Regeln etwas verschärfen wollten. Dennoch glaube ich, dass wir eine Balance finden müssen zwischen unverantwortlichem Fahren und Rennunfall», so der Franzose.

«Natürlich hätte Aleix ein besseres Ergebnis erzielt, wenn ich nicht gestürzt wäre, aber ich sehe da keine Strafe. Sie müssen eine Balance finden zwischen Strafe und keine Strafe, sonst wird unser Sport langweilig», versicherte der Yamaha-Werksfahrer.

Im kommenden Jahr wird die MotoGP-Saison nicht in Katar starten, erstmals seit 2006, mit Ausnahme von 2020, als durch die Corona-Situation in Jerez der Start der «premier class» durchgeführt wurde. Erstmals geht es in Portimão los. «Für mich ist es nichts Besonderes, denn ich bin nicht so lange in der Meisterschaft. Es ist nur eine andere Strecke und wir fahren nicht bei Nacht. Ich liebe die Strecke», erklärte Quartararo.

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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