Superbike-WM: Zweites BMW-Team steigt aus

Baz verwundert über MotoGP-Asse, Espargaró reagiert

Von Nora Lantschner
Loris Baz würde am liebsten vier Mal pro Wochenende im Grid stehen

Loris Baz würde am liebsten vier Mal pro Wochenende im Grid stehen

Dass die MotoGP-Klasse ab 2023 ein Sprintrennen am Samstag absolvieren wird, sorgt auch abseits des GP-Fahrerlagers für Gesprächsstoff. Die Meinung von Superbike-WM-Pilot Loris Baz und die Reaktion von Aleix Espargaró.

Am Freitag sickerte in Spielberg durch, was WM-Promoter Dorna, Motorrad-Weltverband FIM und Teamvereinigung IRTA am Samstag in einer eigens anberaumten Pressekonferenz offiziell bestätigten: Das Format für die MotoGP-Klasse wird ab 2023 verändert, an jedem Rennwochenende wird am Samstag um 15 Uhr ein Sprintrennen über die halbe Renndistanz des Sonntags eingeschoben.

Vergeben werden dabei halbe Punkte (12 für den Sieger, der Neunte bekommt noch einen Punkt), Auswirkungen auf die Startaufstellung für das folgende Rennen über die volle Distanz hat das Ergebnis allerdings keine.

Nicht alle MotoGP-Piloten waren von der Idee begeistert. Aleix Espargaró etwa befürchtete, es handle sich um keine gute Lösung: «Bei allem Respekt für die Superbike-WM, aber MotoGP ist nicht Superbike, denn die MotoGP hat viel Elektronik, viel Aerodynamik und viele Ingenieure. Bei uns ist es schwierig, in kurzer Zeit ein gutes Set-up zu finden.»

Auch außerhalb des MotoGP-Fahrerlagers blieb die für 2023 angekündigte Neuheit – und die Reaktionen der Fahrer darauf – nicht unbemerkt. Superbike-WM-Pilot Loris Baz etwa twitterte: «Rennfahrer, die sich über das Rennfahren beklagen… Wir haben drei Rennen in der Superbike-WM und ich wünschte, wir hätten vier. Wenn ihr das Rennfahren nicht mögt, werdet doch Testfahrer.»

Zur Erinnerung: In der Superbike-WM wird bereits seit 2019 zusätzlich zu den zwei Hauptrennen ein sogenanntes Superpole-Race ausgetragen.

Aleix Espargaró wollte den Tweet von Baz nicht unkommentiert stehen lassen. Der Aprilia-Werksfahrer reagierte prompt: «Hey Kumpel, was du sagst, ist nicht fair. Ich kann es nicht erwarten, das neue Format auszuprobieren, hoffentlich wird es den Fans beim Zuschauen mehr Spaß machen. Aber die körperliche Anstrengung, die erforderlich ist, um mit einem MotoGP-Bike Rennen zu fahren, mit einem Superbike zu vergleichen, macht gar keinen Sinn, vor allem, wenn es von einem Kerl kommt, der in der Vergangenheit MotoGP gefahren ist.»

«Du wirst sehen, du wirst es lieben», antwortete Baz, der von 2015 bis 2017 in der MotoGP im Einsatz war. «Du bist ein Rennfahrer und wirst nach ein paar Events nach zwei ganzen Rennen fragen. Mir fehlen die zwei vollen Rennen am Sonntag sehr. Und als ich in der MotoGP war, wünschte ich mir auch zwei Rennen. Und du bist der fitteste Fahrer, also wirst du es lieben», bekräftigte der Franzose aus dem BMW-Team Bonovo action.

Der aktuell Zweite der MotoGP-WM ist davon offensichtlich noch nicht vollauf überzeugt: «Ich hoffe es. Ich liebe das Rennfahren und ich mag die Wintertests nicht, aber in der MotoGP ist jetzt mehr Zeit notwendig, um die Motorräder abzustimmen», gab Espargaró zu bedenken. «Es wird sehr anspruchsvoll, aber lasst es uns ausprobieren und Spaß haben.»

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