Jack Miller (Ducati/1.): Ideal für Ride-Height-System

Von Johannes Orasche
Der australische Ducati-Werksfahrer Jack Miller enthüllte nach seiner MotoGP-Bestzeit am Freitag in Motegi, wo und warum das Rear Ride-Height-System in Japan besonders hilfreich ist.

Lenovo-Ducati-Werkspilot Jack Miller (27) fuhr auch am ersten Trainingstag auf dem Twin Ring von Motegi frei auf und sicherte sich am Ende mit nur 0,028 Sekunden Vorsprung auf WM-Kandidat Pecco Bagnaia die Tagesbestzeit. Der Aussie ist auf Ducati-Abschiedstour in Asien, er wird 2023 eine Red Bull-KTM steuern.

«JackAss» nützte die einzige und auf 75 Minuten verlängerte FP1-Session tadellos aus. «Es war ein guter Tag. Ich habe die längere Session genossen, ich konnte viel Arbeit erledigen. Es war nett, das Bike etwas zu ändern und dann etwas zu vergleichen mit den gleichen Reifen. Wir haben verstanden, was bei konstantem Wetter die Änderungen für das Bike bedeuten.»

«Wir haben natürlich immer wieder auf die Zeit geschaut, die uns noch bleibt», schilderte Jack. «Am Ende haben wir einen neuen Satz Reifen reingesteckt. Die Piste ist in einem gutem Zustand, das Motorrad funktioniert hier sehr, sehr gut. Okay, die Rundenzeit hätte noch etwas besser sein, aber wir können uns morgen noch steigern.»

Nach zwei Jahren Pause wegen der Pandemie ist die MotoGP wieder zurück in Japan. «Das Rear Ride-Height-Device wurde ja exakt für solche Pisten gemacht. Die Bergauf-Schikane war früher immer ein Problem mit dem Timing. Es ist jetzt eine Freude hier zu fahren. Der Asphalt fühlt sich an wie vor drei Jahren.»

Dann enthüllte Miller, dass er das Rear Ride Height-Device auf der Motegi-Piste sehr oft verwendet: «Ich verwende es in Kurve 1, in der letzten Kurve, dann auch noch am Ausgang der Kurven 2 und 4. Dann auf der kurzen Geraden vor der Gegengeraden und eben auch auf der Gegengeraden. Ich denke, wir verwenden es hier sehr oft, vergleichbar etwa mit der Strecke in Österreich.»

Übrigens: Beim Misano-GP vor drei Wochen erzählte Johann Zarco, er sei inzwischen der einzige Ducati-Fahrer, der auch das Front Ride Height Device einsetzt. Diese Information wurde heute in Japan von Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti auf Anfrage von SPEEDWEEK.com bestätigt: «Ja, Johann ist der einzige. Alle anderen Desmosedici-Fahrer setzen nur das Rear Device ein.»  

Miller weiß: «Auf den langen Flügen und durch den Wochenrhythmus beschäftigt man sich sehr intensiv mit den Ergebnissen vom vergangenen Sonntag. Die Jungs waren 15 Stunden im Flugzeug; sie konnten über den Daten brüten und mir sagen, wo ich am Sonntag in Aragón Zeit verloren habe. Es sieht so aus, als ob wir beim Reifenschonen durch das Aufsammeln des Gummiabriebs, des ‘pickup', teilweise die Reifen dann noch mehr strapaziert haben.»

MotoGP-Ergebnis FP1, Motegi (23. September):

1. Miller, Ducati, 1:44,509 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,028 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,049
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,068
5. Marini, Ducati, + 0,136
6. Marc Márquez, Honda, + 0,147
7. Pol Espargaró, Honda, + 0,169
8. Brad Binder, KTM, + 0,226
9. Oliveira, KTM, + 0,234
10. Viñales, Aprilia, + 0,288
11. Zarco, Ducati, + 0,289
12. Nakagami, Honda, + 0,377
13. Rins, Suzuki, + 0,404
14. Bastianini, Ducati, + 0,469
15. Martin, Ducati, + 0,500
16. Morbidelli, Yamaha, + 0,556
17. Crutchlow, Yamaha, + 0,678
18. Darryn Binder, Yamaha, + 0,857
19. Bezzecchi, Ducati, + 0,917
20. Alex Márquez, Honda, + 1,091
21. Raúl Fernández, KTM, + 1,230
22. Nagashima, Honda, + 1,336
23. Gardner, KTM, + 1,482
24. Di Giannantonio, Ducati, + 1,856
25. Tsuda, Suzuki, + 2,209

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