Fabio Quartararo verwandelte den 2-Punkte-Vorsprung in der MotoGP-WM in Australien in einen 14-Punkte-Rückstand. «Aber wir geben nicht auf», seufzte der Yamaha-Star.
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Weltmeister und Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo lag an sechster Stelle, als er sich eingangs der berüchtigten Honda-Haarnadelkurve verbremste, einen Auffahrunfall mit Luca Marini nur mit Ach und Krach vermeiden konnte und bei einem Ausflug ins Gras ans Ende des Feldes zurückfiel.
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Fünf Runden später weiteten sich die Augen von Yamaha-Teamchef Lin Jarvis ein zweites Mal vor Schreck: Quartararo, mittlerweile an einsamer 15. Stelle, übertrieb es ein zweites Mal und baute einen Sturz, womit sein Australien-Grand Prix endgültig beendet war und auch seine monatelange WM-Führung der Vergangenheit angehörte. "Das war nicht das Ergebnis, das ich erwartet hatte", zog der Franzose zerknirscht Bilanz. "Den ersten Fehler machte ich in Turn 4. Dort fehlte uns etwas Drive am Kurvenausgang, weshalb ich schon vorher Boden gutmachen wollte und nicht zu spät, aber zu hart in die Bremsen ging. Das Hinterrad stieg in die Luft, ich hatte Marini vor mir und musste ausweichen", schilderte der amtierende Weltmeister, dessen Zwei-Punkte-Vorsprung sich mit dem verpatzten Australien-Grand Prix in einen 14-Punkte-Rückstand hinter Francesco Bagnaia verwandelt hatte. "Natürlich versuchte ich aufzuholen, doch die Situation war schwierig. Ich überholte ein paar Fahrer, wollte aber gleichzeitig die Reifen schonen. Am Ausgang der ersten Kurve gab ich dann zuviel Gas. Ich war klar schneller als in den Runden zuvor und rutschte dann in Kurve 2 aus."
Jetzt müsse man diesen Grand Prix abhaken, umblättern und weiterkämpfen, fügte er hinzu. "Wir geben nicht auf. Mein Job ist jetzt, zu gewinnen und unsere WM-Chancen am Leben zu erhalten. Das wird der schwerste Job meiner Karriere, doch ich bin bereit für diesen Kampf".
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Gleichzeitig denkt Quartararo auch an die nötigen Verbesserungen für die nächste Saison. "Natürlich fahre ich mit diesem Bike ständig über dem Limit, doch das ist nicht das einzige Problem. Das Problem ist vielmehr, dass wir eine andere Fahrweise brauchen als die Konkurrenz. Wenn ich allein fahre, ist meine Pace immer super stark. Doch die Rennen sind stets schwierig. Wir brauchen ein Motorrad, das sich quasi umschalten lässt, das nach einer guten Qualifikation auch Rennsiege möglich macht", spielte er auf den Charakter der Yamaha M1 an, die bei einer runden Fahrweise mit hohem Kurvenspeed schnelle Zeiten möglich macht, auf engen Kampflinien im Rennen, wo viel Beschleunigung gefragt ist, aber hinter die Konkurrenz zurückfällt. "Es ist kein Geheimnis, dass uns Power fehlt, doch es fehlt auch an Grip am Hinterrad. Wir brauchen ein Bike, das engere Linien ermöglicht und mit dem ich auch bei weniger Kurvenspeed schnell sein kann. Wir brauchen ein Bike, mit dem man um Siege und nicht nur um schnelle Trainingsrunden kämpfen kann", wiederholte er sich.
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Dass er womöglich einfach nervös gewesen sei und wegen des Erfolgsdrucks gepatzt habe, etwa so wie 2020, wies er zurück. "Auch damals hatten wir technische Probleme, und ich stand tatsächlich auch mental unter Druck. Doch diesmal ist es anders, mental bin ich unbelastet und zermartere mir nicht zu sehr den Kopf über unsere Situation. Ich versuche einfach nur, mein Bestes zu geben – und wenn du immer so sehr übers Limit fährst, dann steigt eben auch das Risiko, einen Fehler zu machen", erklärte er. "Wenn du versuchst, die Reifen zu schonen, gleichzeitig aber Reifengrip und Beschleunigung fehlen, ist das nun mal nicht die allerbeste Kombination!"
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