Enea Bastianini zu den WM-Favoriten: «Marc ist Marc»

Von Nora Lantschner
Enea Bastianini (links sein Teamkollege und Weltmeister Pecco Bagnaia)

Enea Bastianini (links sein Teamkollege und Weltmeister Pecco Bagnaia)

Der neue Ducati-Werksfahrer Enea Bastianini zählte eine lange Liste an Titelkandidaten für die MotoGP-Saison 2023 auf und sprach über die zusätzliche Herausforderung der Sprintrennen.

Enea Bastianini zählt Marc Márquez 2023 zu den großen Favoriten im Titelkampf: «Marc ist Marc, er hat acht Titel gewonnen und wird wieder bei 100 Prozent sein. Denn schon im letzten Abschnitt der Saison 2022 hat er sich verbessert, er war schnell und ich glaube, dass es schwierig wird, mit ihm zu kämpfen», begründete der Ducati-Werksfahrer.

«Wir haben aber das Potenzial, um zu kämpfen: Die Ducati ist sehr schnell und das Werksteam hat sehr gutes Potenzial, das ich bei den Testfahrten auch noch besser verstehen muss», ergänzte Bastianini.

«Es ist aber nicht nur Marc», fuhr der WM-Dritte des Vorjahres fort. «Pecco, Quartararo, Martin, Mir – die Liste der Namen ist lang. Mal sehen, wie es sich während der Saison entwickelt. Es ist ja auch das Format anders und es wird wichtig, am Samstag bereit zu sein und die Herangehensweise ein bisschen zu verändern.»

Für Bastianini bedeutet das neue Format mit den Sprintrennen am Samstag (halbe Distanz, halbe Punkte) eine zusätzliche Herausforderung. «Es ist mit Sicherheit eine zusätzliche Motivation. Insgesamt erwarten uns 42 Rennen, es wird also eine wirklich harte WM-Saison, in der es wichtig sein wird, beständig zu sein.»

«Ich glaube, dass mich bisher das Qualifying ein bisschen eingeschränkt hat. Im Laufe der Saison 2022 habe ich mich aber ein bisschen verbessert», hielt Bastianini fest, der im Vorjahr in Spielberg zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere auf die Pole-Position fuhr. «Das Sprintrennen wird für mich wichtig, damit ich mich weiter entwickle. Ich brauche ja im Moment in den ersten Runden immer ein bisschen, bis ich auf Touren komme», schmunzelte der vierfache MotoGP-Sieger. «Jetzt erwartet uns dieses neue Abenteuer, das es zu entdecken gilt.»

Das gute Reifenmanagement kam der «Bestia» bisher gerade in der Schlussphase der vollen Renndistanz zugute. «Es ist mein Stil, am Anfang ein bisschen konservativer zu Werk zu gehen, dadurch kann ich danach mehr pushen. Diesen Gap muss ich aber schließen, weil es in den Sprintrennen ein Problem für mich sein kann. Ich glaube, das ist machbar. Einfach ist es nicht, aber ich werde es versuchen», kündigte der 25-jährige Italiener an.

Der Trainingsumfang im Winter habe sich deshalb aber nicht verändert. «Ich versuche mich generell jeden Winter zu verbessern und auch etwas anderes auszuprobieren. Es ist aber wichtig, immer bei 100 Prozent zu sein. Wenn wir zum Beispiel Motocross fahren, ist es auch gefährlich. Wenn du immer mehr trainierst und trainierst, steigt auch das Risiko zu stürzen. Wir müssen uns körperlich für die Weltmeisterschaft ein wenig schonen.»

Die ersten Punkte der Saison werden erst in zwei Monaten beim Portugal-GP am 25. März im Sprint vergeben. «Das erste Sprintrennen wird für alle ein Test sein. Meine Herangehensweise wird anders sein – aber ich glaube, das wird bei allen Fahrern so sein», gab Bastianini bei der Ducati-Teamvorstellung zu bedenken. «Wir können hier auch mit Álvaro Bautista sprechen, der schon viele Sprintrennen bestritten hat. Aber ich glaube, wichtiger wird das Gefühl am Samstag in Portimão sein.»

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