Wie Bagnaia und Bastianini zu ihren Nummern kamen

Von Günther Wiesinger
Pecco Bagnaia machte es sich nicht leicht. Wochenlang grübelte er darüber nach, ob er seine Startnummer 63 gegen die #1 eintauschen sollte. Nun ist fix: Er tritt mit der #1 des MotoGP-Weltmeisters an.

Francesco «Pecco» Bagnaia gewann 2016 bei der Dutch-TT in Assen in der Moto3 auf Mahindra mit der Startnummer 21 überraschend seinen ersten Grand Prix, obwohl dieses Fahrzeug eigentlich den Honda und KTM krass unterlegen war. Brad Binder (Red Bull KTM Ajo) siegte damals in der Moto3-WM vor Enea Bastianini und Jorge Navarro (beide Honda). Bagnaia beendete die WM auf dem vierten Gesamtrang.

Pecco konnte sich aber nie richtig an die #21 gewöhnen, denn er musste seine Startnummer bei jedem Klassenwechsel erhöhen.

Denn als Bagnaia für die Saison 2017 im Sky VR46-Team in die Moto2-Klasse aufstieg, musste er die Nr. 21 wieder abgeben, weil sie dort von Franco Morbidelli beschlagnahmt wurde, der also die älteren Rechte besaß.

Bagnaia entschied sich für eine Verdoppelung – und wählte statt der 21 die 42. Diese Entscheidung erwies sich jedoch als nicht sehr weitblickend, denn in der MotoGP-Klasse gehörte die #42 damals bereits Suzuki-Ecstar-Werksfahrer Alex Rins. Also addierte Bagnaia für 2019 in der MotoGP noch einmal 21 dazu und besetzte die Nr. 63, die dem Ducati-Star wohl für immer gehört hätte – wenn er 2022 mit Ducati Lenovo nicht Weltmeister geworden wäre.

2023 stellt Bagnaia als Titelverteidiger also die Nummer 1 zur Schau, die erstmals seit 2012 (Casey Stoner) wieder in der MotoGP zu sehen sein wird.

Wie aber war der Italiener ursprünglich in der Weltmeisterschaft beim Team Sky VR46 zur Nr. 21 gekommen?

Die etwas verblüffende Erklärung: Der TV-Sender und Teamsponsor Sky gehört zum US-Konzern «21st Century Fox». Das nahm Bagnaia zum Anlass, sich die #21 zu sichern.

Jetzt sind wir noch die Geschichte schuldig, wie Bagnaias neuer Ducati-Lenovo-Teamkollege Enea Bastianini, der Moto2-Weltmeister von 2020 bei Italtrans, in der MotoGP-WM zur Nummer 23 kam.

Enea musste in der «premier class» der Tatsache Tribut zollen, dass Brad Binder bereits 2020 in die Königsklasse aufgestiegen war und deshalb die älteren Rechte auf die #33 besaß, mit der «Bestia» Weltmeister in der Mittelgewichtsklasse geworden war.

Also musste es Moto2-Weltmeister Enea Bastianini etwas billiger geben – er wählte statt der gewohnten 33 die 23.

Der Hintergrund: Der Italiener saß mit 3 Jahren und 3 Monaten erstmals auf einem Motorrad (daher die 33) und wechselte als 23-Jähriger in die Königsklasse.

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