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Francesco Bagnaia: «Viele Punkte weggeschmissen»

Von Otto Zuber
Nach seinem Sturz auf dem Sachsenring drehte Francesco Bagnaia im vergangenen Jahr auf und holte sich fünf Siege und den Titel

Nach seinem Sturz auf dem Sachsenring drehte Francesco Bagnaia im vergangenen Jahr auf und holte sich fünf Siege und den Titel

Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia wirft einen kritischen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Der MotoGP-Champion erklärt, wie sein nach Team zehn WM-Läufen die Wende schaffte.

Im vergangenen Jahr hat Ducati mit den Gesamtsiegen in der Fahrer-, Team- und Hersteller-WM zwar die sogenannte «Triple Crown» in der MotoGP-Klasse geholt. Zur Saisonmitte deutete aber noch nicht viel auf den Titelgewinn von Francesco «Pecco» Bagnaia hin. Der spätere Champion lag nach zehn von 20 Saisonläufen stolze 91 Punkte hinter dem damaligen Tabellen-Leader Fabio Quartararo.

Doch der Italiener liess sich davon nicht entmutigen. Nach zwei Nullern in Folge in Barcelona und auf dem Sachsenring drehte er auf und sicherte sich fünf Siege und drei weitere Podestplätze. In der zweiten Saisonhälfte musste er nur in Japan einen Nuller hinnehmen. Den Saisonabschluss in Valencia beendete er auf Platz 9 als Champion.

Bei den Kollegen von «Sky» blickte der 21-fache GP-Sieger auf die Situation zur Mitte des Jahres zurück und erklärte: «Ich bin ein extrem ehrgeiziger und entschlossener Mensch, ich wusste, dass es sehr schwierig werden würde. Normalerweise würde man denken, dass der WM-Kampf mit einem solchen Rückstand zur Saisonmitte vorbei wäre. Aber schon eine halbe Stunde nach dem Rennen auf dem Sachsenring habe ich mich wieder gefangen und wieder an den Titelgewinn geglaubt.»

«Wir hatten ein sehr wichtiges Meeting vor dem Rennen in Assen, bei dem wir eine Art Schlussstrich gezogen und von vorne angefangen haben. Das war entscheidend für den Titelkampf», ist sich der 26-Jährige sicher. «Als wir unsere Fehler akzeptierten, haben wir einen grossen Schritt nach vorne gemacht und mit dem, was wir hatten, Unglaubliches geleistet.»

Und Bagnaia fügte selbstkritisch an: «Ich habe durch meine Fehler viele Punkte weggeschmissen.» Gleichzeitig betonte er aber auch: «Aber ich sage immer, man lernt nicht dazu, wenn man keine Fehler macht. In diesem Sinne habe ich im vergangenen Jahr viel gelernt. Und das ermöglichte uns eine unglaubliche Saison, in der alles bestens funktioniert hat. Wir haben das Maximum erreicht, und darauf bin ich sehr stolz.»

Ergebnisse Shakedown-Test Sepang, Tag 3 (7.2.):

1. Pirro (Ducati Bike 1), 1:59,803 min
2. Pirro (Ducati Bike 2), 2:00,118 min, + 0,315 sec
3. Crutchlow (Yamaha Test 3), 2:00,353, + 0,550
4. Augusto Fernández (GASGAS Bike 1), 2:00,482, + 0,679
5. Savadori (Aprilia Bike C), 2:00,723, + 0,920
6. Bradl (Honda Bike 2), 2:01,129, + 1,326
7. Augusto Fernández (GASGAS Bike 2), 2:01,139, + 1,336
8. Crutchlow (Yamaha Test 1), 2:01,248, + 1,445
9. Savadori (Aprilia Bike D), 2:01,818, + 2,015
10. Crutchlow (Yamaha Test 2), 2:02,111, + 2,308
11. Folger (KTM Bike 2), 2:03,623, + 3,820

Ergebnisse Shakedown-Test Sepang, Tag 2 (6.2.):

1. Crutchlow (Yamaha Test 3), 2:02,079 min
2. Pirro (Ducati Bike 1), 2:02,598 min, + 0,519 sec
3. Augusto Fernández (GASGAS Bike 1), 2:02,770, + 0,691
4. Savadori (Aprilia Bike C), 2:02,948, + 0,869
5. Folger (KTM Bike 2), 2:04,125, + 2,046
6. Pirro (Ducati Bike 3), 2:06,884, + 4,805
7. Savadori (Aprilia Bike A), 2:07,457, + 5,378
8. Augusto Fernández (GASGAS Bike 2), 2:12,255, + 10,176
9. Bradl (Honda Bike 1), 2:13,419, + 11,340
10. Crutchlow (Yamaha Test 2), 2:13,745, + 11,666
11. Crutchlow (Yamaha Test 1), 2:14,017, + 11,938
12. Savadori (Aprilia Bike B), 2:19,951, + 17,872
13. Folger (KTM Bike 1), 2:26,188, + 24,188

Ergebnisse Shakedown-Test Sepang, Tag 1 (5.2.):

1. Crutchlow (Yamaha Test 2), 2:01,146 min
2. Augusto Fernández (GASGAS), + 0,185 sec
3. Crutchlow (Yamaha Test 1), + 0,427
4. Bradl (Honda Bike 2), + 0,459
5. Savadori (Aprilia Bike D), + 0,500
6. Crutchlow (Yamaha Test 3), + 0,801
7. Pirro (Ducati), + 0,969
8. Bradl (Honda Bike 1), + 1,069
9. Augusto Fernández (GASGAS Bike 2), + 1,331
10. Savadori (Aprilia Bike C), + 1,700
11. Savadori (Aprilia Bike G), + 1,793
12. Folger (KTM, Bike 2), + 2,540
13. Folger (KTM Bike 1), + 3,509

Ohne Zeitnahme-Transponder:
Dani Pedrosa (KTM), inoffiziell gestoppt: 2:00,4 min

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