Der neue Repsol-Honda-Pilot Joan Mir blieb seinem hochdekorierten Teamkollegen Marc Márquez auch an Tag 3 der Sepang-Tests dicht auf den Fersen – und hat zunehmend Spaß am Fahren mit der RC213V.
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"In den drei Tagen hier habe ich eine Menge gelernt, vor allem, was den Fahrstil angeht, den die Honda von mir fordert", zog Joan Mir seine persönliche Bilanz des Sepang-Tests.
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Besonders aggressiv zu sein auf der Bremse, auch noch beim Einlenken, bis hin zum Scheitelpunkt der Kurve – das ist der Fahrstil, der Marc Márquez zu seinen besten Zeiten nahezu unbesiegbar machte und auf den sich der 25-jährige Mir umstellt, ohne seiner ausgewogenen, vergleichsweise einfach zu fahrenden Suzuki der vergangenen Jahre allzu viele Tränen nachzuweinen. "Ich genieße es, so zu fahren. Mit jedem Tag fahre ich besser, und diesen Lernprozess genieße ich ebenfalls. Wenn du einen solchen Prozess genießen kannst, wird alles einfacher", hielt der Weltmeister von 2020 fest.
Entsprechend zufrieden war Mir mit der sportlichen Zwischenbilanz und dem zwölften Platz am dritten Tag, bei dem er wenig mehr al eine Zehntelsekunde auf Márquez verlor. "Nach drei oder insgesamt vier Tagen auf diesem Bike so konkurrenzfähig zu sein, wie ich es jetzt bin, ist kein schlechtes Ergebnis. Natürlich sind wir immer noch weit entfernt von der Spitze, von Aprilia und vor allem von Ducati. Doch das ist etwas, über das sich die Ingenieure Gedanken machen müssen und wo Honda als Werk noch einen Schritt vor sich hat."
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Neben seiner Fahrweise musste sich Mir in Sepang auch mit zwei verschiedenen Rahmen für sein Motorrad auseinandersetzen, einer älteren Variante, mit der er sich am Freitag und am Samstagmorgen auf die Honda eingewöhnte, und einer neuen Version, die er ab Samstagnachmittag testete und mit der er am Sonntag dann auch seine schnellste Runde drehte. "Der neue Rahmen fühlte sich etwas besser an, was sich zum Glück auch in der Rundenzeit bestätigte. Jetzt werden die Kommentare von Marc und mir ausgewertet, dann fällt die Entscheidung, mit welcher Version wir weitermachen", erzählte Mir.
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Während das Bike mit dem neuen Chassis etwas leichter zu lenken ist, hat Honda bei der Traktion am Kurvenausgang noch Nachholbedarf. "Die Beschleunigung zu verbessern, ist die wichtigste Aufgabe. Denn beim Beschleunigen verlieren wir eine Menge", stellte Mir fest. "Es ist die Elektronik, aber auch die Aerodynamik, die hier eine große Rolle spielen. Denn wenn du mehr Anpressdruck hast, kannst du mehr Motorleistung auf den Boden bringen."
An der Arbeitsweise von Honda hatte Mir nichts auszusetzen. "Ich bin happy über die Vorgehensweise in der Box. Bei Honda hören dir eine Menge mehr Leute zu als bei Suzuki – und im Hintergrund gibt es eine Menge mehr Leute, die an dem Motorrad arbeiten." Sepang-Test, kombinierte Zeiten (10. bis 12.2.):
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