Pol Espargaró (GASGAS): Comeback in Mugello geplant
«Ich bin recht optimistisch, dass es klappen wird», entgegnet GASGAS-Tech3-Teamchef Hervé Poncharal auf die Frage, ob Pol Espargaró (acht Brüche in Portimão) in Mugello wieder fahren wird.
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Der Spanier Pol Espargaró hielt sich bei den Wintertests wohlweislich zurück, nachdem er dort 2022 geglänzt und dann bei Repsol-Honda bei den Rennen Schiffbruch erlitten hatte. Nach dem dritten Platz in Katar 2022 gelang ihm auf der Honda RC213V kein weiterer Podestplatz.
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Doch gleich am ersten Trainingstag beim Portimão-GP verunglückte der GASGAS-Tech3-Werkspilot im FP2 schwer, als seine Reifen bei einem Geplänkel mit Miguel Oliveira auf 69 Grad abkühlten. Beide Kontrahenten stürzten, als sie sich dann Maverick Viñales an die Fersen heften wollten, um einen Platz im Q2 zu ergattern. Hervé Poncharal, Besitzer des GASGAS Factory Racing Tech3-Teams, steht fast täglich telefonisch mit Pol Espargaró in Kontakt, der bei den letzten drei Grand Prix von Testfahrer Jonas Folger ersetzt wurde. Der Franzose hofft auf eine Rückkehr des Routiniers, der 2020 auf der Red Bull KTM fünf Podestplätze erzielte und WM-Fünfter wurde, beim Mugello-GP (9. bis 11. Juni).
"Ich habe gestern und vorgestern mit Pol gesprochen", berichtete Poncharal im Interview mit SPEEDWEEK.com. "Er fühlt sich besser und besser. Er hat sich jetzt noch einmal bei seinem Chirurgen und bei MotoGP Medical Director Dr. Ángel Charte untersuchen lassen. Es entwickelt sich alles positiv. Die Genesung schreitet schneller voran, als man erwarten durfte, denn Pol ist ein außergewöhnlicher Athlet. Aber wir können noch nicht bestätigen, dass er beim Italien-GP dabei sein kann. Er wird eine Woche vor Mugello noch einmal einen Medical Check durchführen lassen."
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Pol Espargaró hat beim Crash in Turn 7 multiple Verletzungen erlitten. Rückenwirbel angebrochen, Unterkiefer gebrochen, Lungenquetschung. Insgesamt wurden acht Brüche diagnostiziert, bis 24. Mai hatte der dürre Moto2-Weltmeister von 2013 bereits 9 kg verloren.
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"Aber das Ziel ist die Teilnahme in Mugello" bestätigte Poncharal. "Ich bin recht optimistisch, dass es klappen wird. Aber die Ärzte sagen, sie können Pol jetzt noch kein grünes Licht geben."
KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer erklärte, die angebrochenen Rückenwirbel müssen zehn Wochen lang verheilen. Dieser Zeitraum wird eine Woche vor dem ersten Training in Mugello verstrichen sein. "Die richtige Knochenfestigkeit bei einem Bruch hast du nach acht oder zehn Wochen. Diese Zeit müssen wir abwarten. Pol hat keine Schmerzen in der Lunge und an den Rippen; es normalisiert sich alles. Er muss jetzt wieder Gewicht und Muskeln aufbauen. Und wir müssen dem Knochen Zeit geben, bis er zu 100 Prozent durchwachsen ist, damit er bei einem etwaigen weiteren Sturz zumindest so stabil ist wie jeder gesunde Knochen. Das erreichst du frühestens nach zehn Wochen und nicht nach sechs oder sieben", ergänzte Pit Beirer.
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"Ich hoffe wirklich, dass Pol in Mugello wieder dabei sein und sich auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten kann", versicherte Hervé Poncharal. "Aber wir können sagen: Bei der Genesung geht alles in die gewünschte Richtung. Wir üben keinen Druck aus, denn Pol ist Derjenige, der sich unter Druck setzt." Poncharal erwartet von Espargaró nach der langen Pause bei den drei Rennen im Juni auch keine Heldentaten. "Aber ich kenne die Fahrer. Wenn sie verletzt sind, hören sie brav zu und verhalten sich vernünftig. Aber sobald die den Sturzhelm wieder aufsetzen, ändert sich alles. Dann ist die Person manchmal nicht wieder zu erkennen. Das ist wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde." "Trotzdem werden wir Pol nicht auf ein Motorrad sitzen lassen, bevor es nicht ein MRI-Scan gibt, mit dem uns die Ärzte bescheinigen, dass der beschädigte Rückenwirbel von der Kallusbildung her zu 100 Prozent durchwachsen und verheilt ist. Wenn das nicht der Fall ist, werden wir Pol sicher nicht auf das Bike steigen lassen", betont Pit Beirer. "Wir lassen uns das Comeback von Pol nicht vom Rennkalender diktieren, sondern von der Freigabe der Ärzte." Ergebnisse MotoGP-Rennen Le Mans/F (14.05.):
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1. Marco Bezzecchi (I), Ducati, 27 Rdn in 41:37,970 min 2. Jorge Martin (E), Ducati, +4,256 sec 3. Johann Zarco (F), Ducati, +4,795 4. Augusto Fernández (E), KTM, +6.281 5. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +6,726 6. Brad Binder (ZA), KTM, +13,638 7. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +15,023 8. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +15,826 9. Takaaki Nakagami (J), Honda, +16,370 10. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +17,828 11. Danilo Petrucci (I), Ducati, +29,735 12. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +36,125 13. Jonas Folger (D), KTM, +49,808 – Marc Márquez (E), Honda, 2 Runden zurück – Jack Miller (AUS), KTM, 3 Runden zurück – Alex Rins (E), Honda, 13 Runden zurück – Joan Mir (E), Honda, 15 Runden zurück – Luca Marini (I), Ducati, 22 Runden zurück – Alex Márquez (E), Ducati, 22 Runden zurück – Francesco Bagnaia (I), Ducati, 23 Runden zurück – Maverick Viñales (E), Aprilia, 23 Runden zurück MotoGP-Ergebnis Sprint, Le Mans (13.05.): 1. Martin, Ducati, 13 Rdn in 19:59,037 min 2. Brad Binder, KTM, + 1,840 sec 3. Bagnaia, Ducati, + 2,632 4. Marini, Ducati, + 3,418 5. Marc Márquez, Honda, + 3,541 6. Zarco, Ducati, + 4,483 7. Bezzecchi, Ducati, + 5,224 8. Aleix Espargaró, Aprilia, + 6,359 9. Viñales, Aprilia, + 8,336 10. Nakagami, Honda, + 9,439 11. Rins, Honda, + 12,388 12. Di Giannantonio, Ducati, + 14,125 13. Morbidelli, Yamaha, + 15,121 14. Mir, Honda, + 15,383 15. Alex Márquez, Ducati, + 15,591 16. Petrucci, Ducati, + 19,415 17. Savadori, Aprilia, + 26,992 – Quartararo, Yamaha, 4 Runden zurück – Folger, KTM, 5 Runden zurück – Augusto Fernández, KTM, 8 Runden zurück – Miller, KTM, 12 Runden zurück WM-Stand nach 10 von 40 Rennen:
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