Alex Márquez (Ducati): «Zweifel komplett verflogen»
Alex Márquez (Gresini Racing) spricht über den Umstieg von der Honda RC213V auf die Ducati GP22, seine Ziele für den Rest der laufenden MotoGP-Saison und seine klare Absicht für 2024.
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Als MotoGP-Rookie stand Alex Márquez 2020 in Repsol-Honda-Farben noch zweimal als Zweiter auf dem Podest, nach dem Wechsel zu LCR blieben Erfolgserlebnisse aber aus. Nach mühsamen Honda-Jahren begann für Alex in diesem Jahr im Ducati-Kundenteam von Gresini Racing ein neues Kapitel. "Mit dem Gresini Team fühle ich mich seit dem ersten Tag sehr gut – und auch mit dem Motorrad, was das Wichtigste ist", unterstreicht er rückblickend.
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Bereits beim ersten Wintertest in Valencia fühlte sich der zweifache Weltmeister (2014 in der Moto3 und 2019 in der Moto2) auf der GP22 deutlich wohler als auf der RC213V. "Ich hatte es so nicht erwartet, weil ich schon vom ersten Run an ziemlich schnell war. Die Zweifel waren komplett verflogen. Was du auf dem Bike machst, sieht man auch an den Rundenzeiten. Du hast auf dem Motorrad nicht mehr das Gefühl, nicht zu wissen, was passieren wird – alles ist unter Kontrolle und ich kann das Limit überall finden", erinnert sich Alex im Interview mit motogp.com an seine ersten Eindrücke nach dem Herstellerwechsel. Die Umstellung fiel dem Ducati-Neuling nicht schwer. Auch von der Arbeitsweise und der Unterstützung des Werks aus Borgo Panigale für das Kundenteam aus Faenza zeigte sich der jüngere Márquez angetan. "Wir tauschen uns kontinuierlich mit Gigi Dall’Igna und seinem Team aus. Sie kommen nach dem Training immer in jede Box, um den Fahrern zuzuhören und zu sehen, wo die Probleme liegen oder welcher Fahrer in welchem Bereich mehr Mühe hat. Später bekommen wir auch alle Daten."
Bei sieben Markenkollegen stehen dem Gresini-Ducati-Piloten viele Informationen zur Verfügung. "Acht Fahrer vergleichen zu können, ist eine wirklich gute Sache. Du kannst aber auch nicht alles übernehmen, weil das Verwirrung stiften könnte. Man macht es meist so, dass man zwei Fahrer hernimmt – zum Beispiel Pecco und Martin oder Pecco und Bezzecchi, weil es die Fahrer sind, die mit dem Bike am besten performen, und dann vergleiche ich mich mehr mit ihnen."
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Mit seinem Speed zeigt sich Alex Márquez zufrieden, mit dem zehnten Rang in der WM-Tabelle weniger. Insgesamt fällt die Zwischenbilanz zur Sommerpause aber gut aus: "Das Ziel waren einige Podestplätze und Poles, was wir auch schon einmal erreicht haben". Denn bereits beim zweiten Grand Prix der Saison stürmte der 27-jährige Spanier in Termas de Río Hondo bei schwierigen äußeren Bedingungen auf die Pole-Position und das Podest.
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"Während der Saison musst du dir immer neue Ziele stecken – und das ist mit Sicherheit eine solide Basis für unser Projekt mit Gresini zu schaffen, um mehr Podestplätze zu holen und konstanter zu sein", fuhr Alex fort. "Wenn wir den Speed konstant haben und die Dinge richtig machen, werden wir später mit Sicherheit Möglichkeiten haben, mein erstes Rennen in der MotoGP zu gewinnen. Wenn sich die Chance auftut, werde ich es versuchen."
Apropos Zukunft: "Ich bin sehr glücklich damit, wo ich bin. Mit Sicherheit will ich nächstes Jahr in diesem Team und mit Ducati weitermachen", hielt Alex Márquez fest. "Das ist alles, ich will aber einfach versuchen, in der Gegenwart zu leben. Wenn man anfängt, über die Zukunft und diese Dinge nachzudenken, hat man nicht mehr die richtige Mentalität. Man muss immer im Hier und Jetzt sein, mit beiden Beinen auf dem Boden, und ich freue mich darauf, noch länger hier zu sein." Tatsächlich ist davon auszugehen, dass der Ein-Jahres-Vertrag des Spaniers verlängert wird. Dass die Zusammenarbeit zwischen Gresini Racing und Ducati auch nach 2023 weitergeht, bestätigte Paolo Ciabatti gegenüber SPEEDWEEK.com bereits am Rande des Assen-GP. "Wir diskutieren nur noch über ein paar kleine Details, aber wir haben uns auf einen neuen Vertrag geeinigt", so der Ducati-Sportdirektor.
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