Marc Márquez (HRC): «Ich fahre mit dem, was ich habe»
Marc Márquez wollte in diesem Jahr erstmals wieder um den WM-Titel fighten, doch er liegt nach zwölf Grand Prix auf dem 19. WM-Rang. Deshalb erwartet er auch in Indien keine Wunderdinge.
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Marc Márquez (30) ist in Misano in der Fahrer-WM sogar hinter seinen ehemaligen Repsol-Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa zurückgefallen, der in diesem Jahr erst zwei von zwölf Grand Prix bestritten hat. Eine weitere kalte Dusche für den ratlosen Superstar aus Spanien. Der sechsfache MotoGP-Weltmeister will spätestens beim Japan-GP (1. Oktober) verkünden, ob er bei Honda bleibt oder zu Gresini Ducati wechselt, wo er eine Ducati GP23 fahren würde – als Teamkollege von Bruder Alex.
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Jetzt steht aber zuerst einmal der erste Indien-GP der Geschichte auf dem Kalender. Marc testete in Misano am Montag jenes neue Chassis, das Stefan Bradl als Wildcard-Pilot dort drei Tage lang bewegt hatte. Die beiden Honda-Asse waren sich einig: "Die Sitzposition ist anders, die Probleme sind die gleichen." "Wir werden an diesem Wochenende hier dasselbe Motorrad einsetzen wie beim Misano-GP", versicherte Márquez heute, obwohl er beim Chassis jederzeit auf die neue Version umsteigen könnte, wenn sie besser wäre. "Das beste Feeling mit dem bisherigen Bike hatte ich in Misano am Sonntag. Das wird jetzt die Basis sein. Ja, wir haben den neuen 2024-Prototyp ausprobiert am Montag, aber insgesamt war für mich das Gefühl damit ähnlich wie mit dem bisherigen Chassis, wenn nicht sogar etwas schlechter. Und die Rundenzeiten waren nicht besser! Deshalb fahren wir mit dem Material weiter, das wir kennen. Wenn sie in der Zukunft neue Teile bringen, werde ich sie probieren. Aber vorläufig fokussiere ich mich auf das, was ich habe."
Marc Márquez hat nach dem Desaster auf dem Sachsenring (fünf Stürze in 40 Stunden) und Assen, wo er zweimal am Sonntag verletzt nicht zum Rennen antreten konnte, die Konsequenzen gezogen und die Risikobereitschaft seit dem Silverstone-GP (6.8.) stark reduziert.
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Nach dem siebten Platz in Misano ist Márquez gespannt auf den Indien-GP. "Es ist seltsam, wenn ich das sage, weil wir nur an siebter Position gelandet sind, aber Misano war ein gutes Ergebnis für uns. In einem Teil des Rennens war meine Pace dort wirklich gut. Aber ich habe sehr viel Energie verbraucht, als ich diese Rundenzeiten gefahren bin. In den letzten Runden habe ich mich deshalb sehr müde gefühlt, also habe ich das Tempo gedrosselt und sichergestellt, dass ich das Rennen mit Punkten beenden kann. Ich wollte den Fehler von Le Mans nicht wiederholen, wo ich im Finish erschöpft war, aber weiter gepusht habe und deshalb in der vorletzten Runde gestürzt bin."
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"Ja, ich gehe in der zweiten Saisonhälfte mit einer anderen Mentalität an meine Aufgabe heran, wie ich schon mehrmals betont habe. Aber Schritt für Schritt können wir inzwischen für ein bis zwei oder sogar mehr Runden zeigen, dass der Speed vorhanden ist", hielt der 59-fache MotoGP-Sieger fest.
Weil Marc Márquez das Visum für Indien erst am Mittwoch erhalten hat, traf er erst nach Mitternacht am Donnerstag in New Delhi ein. Am Nachmittag spazierte er in Sichtweite von WM-Leader Pecco Bagnaia um den Kurs. Wann wird Marc über seine Zukunft reden? "Meine Ideen sind dieselben wie vor einem Monat. Im Moment gibt es keine Neuigkeiten, die meine Zukunft betreffen."
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