MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Brad Binder (KTM/9.): Chaos schon vor dem Start

Von Johannes Orasche
Red Bull-KTM-Werksfahrer Brad Binder musste sich in Austin mit P9 begnügen – seine schon fast legendäre Aufholjagd am Renntag fiel diesmal aus. Zudem hatte Binder bereits vor dem Start des Rennens Sorgen.

Von Startplatz 17 aus konnte Brad Binder auf dem «Circuit of the Americas» von Austin am Sonntag nur Schadensbegrenzung betreiben. Der Südafrikaner kam schließlich als Neunter an und büßte dabei 15 Sekunden auf den entfesselten Sieger Maverick Viñales ein.

Binder gab sich danach zufrieden – zumindest was seinen Start betrifft. «Ich hatte einen fantastischen Start, damit hätten wir mit dem einzig positiven Aspekt des Tages begonnen», berichtet der 28-Jährige aus Potchefstroom, der schon auf der Aufwärmrunde ein Problem hatte. «Da sind mir die Leute davongefahren, weil mein Hinterreifen einfach keinen Grip aufgebaut hat. Ich konnte das Ding einfach nicht zum Arbeiten bringen.»

«Dann an die Startlinie zu fahren und nicht zu wissen, wie es laufen würde, war schwierig. Als ich Kurve 1 angefahren bin, bin ich nach außen gezogen, weil innen ein Knäuel war. Irgendwer hat dann aber sein Bike aufgerichtet und mir den Flügel auf der linken Seite plus den Flügel hinten abgebrochen. 20 Runden auf dem COTA ohne diese beiden Flügel zu fahren, war Chaos.» Binder erklärt: «Das Bike zieht auf eine Seite – speziell auf den Geraden. Es ist ziemlich instabil, und man muss viel gegensteuern. Wenn man den gesamten hinteren Flügel verliert, hat man auch nicht mehr diese Downforce. Es ist wirklich schwierig, das zu managen.»

Binder lag nach dem Chaos-Start auf P15. «Ab Runde 5 hat dann mein Hinterreifen richtig gut gearbeitet. Ich konnte um mehr als eine Sekunde pro Runde schneller fahren. Aber es war wirklich kein gutes Wochenende. Leider sind die Dinge im falschen Moment aus dem Ruder gelaufen. Wir sind nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten ließe.» Zum Reifenproblem sagt er: «Es war das erste Mal, dass mir sowas passiert. Es ist normal, dass manchmal der Reifen vom Vortag etwas Zeit braucht, um zu funktionieren, aber nicht ein neuer Reifen. Wir hatten echt Pech damit.»

Die Vorschau auf Jerez kommt dann mit etwas Sarkasmus gewürzt: «Ich bin in Moment einfach nur happy, irgendwohin anders zu kommen. Um ehrlich zu sein: Es sieht schlimm aus auf dem Papier, aber die Dinge waren nicht so schlecht dieses Wochenende. Ich werde wieder mit dabei sein. Ich denke, wir haben auch etwas zu viel herumgespielt an diesem Wochenende und dann in entscheidenden Momenten Fehler gemacht. Das hat nicht geholfen. Ich war vielleicht auch ein wenig zu optimistisch. Austin ist wohl auch die Piste mit dem welligsten Asphalt im Kalender, das hat eher wenig Spaß gemacht.»

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