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Di Giannantonio (Ducati/6.): «Nähern uns der Spitze»

Von Thomas Kuttruf
Solides Training, Ausfall im Sprint und ein sehr guter Grand Prix – für VR46 Racing-Pilot Fabio Di Giannantonio war der Aufenthalt in Texas ein kurzweiliges Rodeo mit gutem Ausgang.

Nach einem sehr guten Trainingstag war es beiden Piloten Pertamina Enduro VR46-Teams gelungen gemeinsam in Q2 einzuziehen. Für «Diggia», der erst seit diesem Jahr für die Mannschaft um Manager Pablo Nieto am Start ist, war das Sprintrennen ein minimales Vergnügen. Noch in der ersten Runde musste der Italiener seine 2023er-Desmosedici mit einem technischen Problem abstellen.

Ohne Rennerfahrung ging Fabio Di Giannantonio mit einer gewissen Ahnungslosigkeit in den Großen Preis über 20 Runden: «Ein wirklich gutes Gefühl hatte ich vor dem GP nicht. Es ist immer wichtig etwas im Sprint für die lange GP-Distanz zu lernen. Ich konnte also selbst überhaupt keine Daten und Erfahrungen übertragen. Außerdem lief das Warm-up auch nicht perfekt. Ich bin also vom Gefühl her nicht bestens vorbereitet ins Rennen gegangen. Ich wollte es einfach auf mich zukommen lassen und dann das Beste daraus machen.»

Und das gelang dem Römer in beeindruckender Art und Weise. Die Leistung des VR46-Piloten ging allerdings zum Teil in den turbulenten Szenen an der Spitze unter. Denn hinter der vordersten Straßenschlacht gelang es Di Giannantonio sich bis an die sechste Position zu fahren. Am Zielstrich hatte der 25-Jährige noch Sichtkontakt zur Spitze.

Die Erleichterung war «Diggia» im Austausch mit den Medien anzumerken. «Ohne Frage, ich bin mehr als zufrieden – ich bin extrem happy mit dem Rennen. Der Start war richtig gut. Dann hatte ich aber ein wenig Probleme in Kurve eins und hab so wieder etwas Boden verloren. Aber dann war ich richtig überrascht, wie gut es für mich lief. Mein Tempo war so hoch und vor allem konstant, dass ich mir Jack und Franky holen konnte. Ich bin dann sogar näher an die Spitze gekommen. Da noch ran fahren, dafür hat es zwar nicht gelangt, aber mit dem sechsten Platz unter diesen Vorzeichen, bin ich komplett glücklich.»

Angesprochen auf seinen Teamkollegen Marco Bezzecchi, der 2023 den dritten Platz in der WM holte und der in Austin wie schon beim Auftakt in Katar hinter Di Giannantonio ins Ziel kam, antwortet die #49: «Um ehrlich zu sein, mache ich mir darüber keine großen Gedanken. Natürlich reden wir im Team darüber und tauschen viele Informationen aus. Die Stimmung generell ist wirklich gut, aber am Ende versucht jeder für sich immer das beste Ergebnis zu holen.»

Mit dem dritten Top-10 Ergebnis in Folge und dem besten Rennen für das VR46-Team beim US-GP zeigt der Teamkollege eine hohe Konstanz. «Heute hat man gesehen, das wir der Spitze wieder ein Stück näher gekommen sind. Das ist die beste Nachricht. Es klappt konstant und ich glaube, dass wir in den nächsten Rennen noch weiter nach vorne kommen können.»

In der noch jungen MotoGP-Saison 2024 liegt Fabio Di Giannantonio hinter Marc Márquez auf dem neunten WM-Rang – zwei Positionen vor der zweiten Fluo-gelben Desmosedici von Marco «Bez» Bezzecchi.

Ergebnis US-GP:
1. Maverick Viñales (E) Aprilia 41:09,503 min.
2. Pedro Acosta (E) GASGAS +1,728 sec.
3. Enea Bastianini (I) Ducati +2,703 sec.
4. Jorge Martín (E) Pramac Ducati +4,690 sec.
5. Francesco Bagnaia (I) Ducati +7,392 sec.
6. Fabio Di Giannantonio (I) VR46 Ducati +9,980 sec.
7. Aleix Espargaró (E) Aprilia +12,208 sec.
8. Marco Bezzecchi (I) VR46 Ducati +13,343 sec.
9. Brad Binder (ZA) KTM +14,931 sec.
10. Raúl Fernández (E) Trackhouse Aprilia +16,656 sec.
11. Miguel Oliveira (P) Trackhouse Aprilia +18,542 sec.
12. Fabio Quartararo (F) Yamaha +22,899 sec.
13. Jack Miller (AUS) KTM +24,011 sec.
14. Augusto Fernandez (E) GASGAS +27,652 sec.
15. Alex Márquez (E) Gresini Ducati +32,855 sec.
16. Luca Marini (I) Repsol Honda +33,528 sec.
17. Marc Márquez (ESP) Gresini Ducati out
18. Alex Rins (E) Yamaha out
19. Joan Mir (E) Repsol Honda out
20. Franco Morbidelli (I) Pramac Ducati out
21. Takaaki Nakagami (J) LCR Honda out
22. Johann Zarco (F) LCR Honda out

Fahrer-WM nach Austin:
1. Martín 80
2. Bastianini 59
3. Viñales 56
4. Acosta 54
5. Bagnaia 50
6. Binder 49
7. Espargaro 39
8. Marc Márquez 36
9. Di Giannantonio 25
10. Miller 22
11. Bezzecchi 20
12. Quartararo 19
13. Alex Márquez 14
14. Oliveira 13
15. Raúl Fernández 7
16. Augusto Fernández 7
17. Mir 7
18. Zarco 5
19. Rins 3
20. Nakagami 2
21. Morbidelli 0
22. Marini 0

Konstrukteure:
1. Ducati 96
2. KTM 76
3. Aprilia 72
4. Yamaha 19
5. Honda 8
Teams:
1. Ducati Lenovo 109
2. Aprilia 95
3. Pramac 80
4. KTM 71
5. GASGAS 61
6. Gresini 50
7. VR46 45
8. Yamaha 22
9. Trackhouse 20
10. Honda 7
11. LCR 7

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