Speedway: Trauer um Andrey Kudryashov

Trackhouse Aprilia: Alt schlägt neu

Von Antti Ruhonen
In seinem 100. GP fuhr Raúl Fernández auf Platz 10 und besiegte seinen erfahrenen Teamkollegen Miguel Oliveira. Doch der fühlt sich auf der 2024er-Aprilia noch nicht so recht heimisch.

Großer Bahnhof beim Heimrennen von Trackhouse Aprilia in Texas: Der Grand Prix auf dem Circuit of the Americas war ein Fest in Stars and Stripes, Trackhouse Liebling der amerikanischen Fans. Eigentümer Justin Marks gab den Hausherren, war ganz in seinem Element und zeigte, wofür sein Team in der MotoGP steht. Zusätzlich ahnte man, dass die Strecke der Aprilia entgegenkommen könnte, wobei Miguel Oliveira diese Vermutung gleich zerstreute: «Hauptsächlich Maverick Viñales liebt diese Strecke. Dass sie der RS GP speziell liegt, kann ich nicht bestätigen. Maverick fährt hier genauso, wie man unser Motorrad idealerweise bewegen muss. Zusätzlich passiert hier mental etwas mit ihm. Alles fällt ihm leicht auf dieser Strecke. Er ist traditionell einfach bärenstark in Amerika.»

Miguel selbst ist nach eigenen Angaben auf dem 2024er-Bike noch nicht angekommen: «Wenn ich ehrlich bin, war das alte Bike intuitiver zu fahren, sehr flowig und ausbalanciert. Mit dem neuen hat es noch nicht Klick gemacht, aber wir kommen näher.» Und doch wäre beim US-GP ein Top-10-Ergebnis drin gewesen, hätte er beim Crash von Morbidelli nicht einen riesigen Bogen um die schlitternde Pramac-Desmosedici fahren müssen, um selbst einen Sturz zu vermeiden: «Das hat mich locker 5 Sekunden gekostet.»

Teamkollege Raúl Fernández, noch immer unterwegs mit dem angesprochenen 2022er-Bike, zeigte sich nach Platz 10 im Grand Prix happy: «Das war ein gutes Rennen. Aber in der modernen MotoGP-Welt ist es so: Wenn du in den ersten zwei, drei Runden nicht in den Top-5 liegst, hast du keine Chance auf eine Top-Platzierung mehr. Das liegt daran, dass man nicht gleichzeitig Boden gut machen und den Reifenverschleiß managen kann.» Was also tun? «Der Schlüssel für uns muss sein, das Qualifying zu verbessern, denn die Renn-Pace ist ja durchaus da.» Und er spielt den Ball an Aprilia und das Team weiter: «Es sind zwei Punkte, die wir angehen müssen: Qualifying-Speed und der Start selbst. Der ist nämlich auch noch nicht gut genug im Vergleich zur Konkurrenz. Da kann uns Aprilia hoffentlich helfen.»

Gleichzeitig sieht er Verbesserungspotenzial auf seiner Seite: «Wenn es ums attackieren geht, muss ich noch besser verstehen, was ich dazu machen muss.» Zu Saisonmitte darf er diesen Prozess dann noch mal wiederholen: Dann wird nämlich auch er ein 2024er-Bike bekommen.

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