MotoGP: Abfuhr als Befreiungsschlag?

Johann Zarco: Keine Reue wegen Weggang von Ducati

Von Frank Weeink
Johann Zarco wollte dem Ergebnisdruck entfliehen

Johann Zarco wollte dem Ergebnisdruck entfliehen

Die bisherige MotoGP-Saison von Johann Zarco verläuft äußerst bescheiden. Der Franzose versteht es jedoch, die schlechten Ergebnisse mit seinem neuen Team LCR Honda richtig einzuordnen.

In Austin musste LCR-Honda-Pilot Johann Zarco eine doppelte Nullrunde hinnehmen. Der Grand Prix of the Americas war aber nur die Fortsetzung einer für ihn wenig erfolgreich verlaufenden Saison. Sein bestes Ergebnis erreichte er in Doha mit dem 12. Platz im Hauptrennen. In der Weltmeisterschaft liegt Zarco nach drei Meetings mit mageren fünf Punkten auf dem 18. Platz.

Den anderen Honda-Fahrern – Luca Marini, Joan Mir und Takaaki Nakagami – ergeht es nicht viel anders, die RC213V ist weiterhin nicht konkurrenzfähig. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com gibt sich Zarco dennoch optimistisch. «Natürlich könnten wir frustriert sein, weil wir limitiert sind. Aber wir müssen Geduld haben», beruhigt der zweimalige Moto2-Weltmeister. «Das ist die momentane Situation, aber ich kann damit umgehen. Ich kann nur meine Eindrücke weitergeben, dann liegt es an den Ingenieuren. Ich bin kein Ingenieur und ich werde ihnen auch nicht sagen, was sie zu tun haben. Wir kämpfen gegen Motorräder, die bereits eine sehr gute Basis haben und von diesem Punkt weiterentwickelt werden. Wir sind immer noch auf der Suche nach dieser Basis. Deshalb haben wir manchmal große Probleme und liegen weit zurück, aber ich habe großes Vertrauen in die Japaner.»

Der 33-Jährige beendete seine letzte Saison mit dem Team Pramac Ducati auf dem 5. Platz. Auf Phillip Island in Australien konnte er 2023 sein erstes MotoGP-Rennen gewinnen. Für die Saison 2024 ist Zarco nach vier Jahren auf Ducati – drei mit Pramac, eines mit Avintia – zu LCR Honda auf unterlegenes Material gewechselt.

Anstatt einem Einjahresvertrag von Ducati, bot ihm Honda einen Zweijahresvertrag an. «Mit diesem neuen Projekt kann ich mehr in die Zukunft blicken. Das könnte mir auch helfen, mich als Sportler weiterzuentwickeln. Deshalb war diese Option sehr interessant für mich», sagte Zarco zu seinem Deal mit dem größten Motorradhersteller. «In der Winterpause bin ich, dank der Art und Weise, wie ich trainiert habe, als Athlet gewachsen. Das ist schön, denn so kann ich auf dem Motorrad noch bessere Leistungen bringen. Ich wollte den ständigen Ergebnisdruck loswerden. Es reicht, wenn ich mir selbst Druck mache, gute Ergebnisse zu zeigen», öffnete sich der Franzose.

Die nächste Gelegenheit dafür wird Zarco Ende April in Jerez haben. Dort lief es für ihn letztes Jahr nicht gerade gut: Mit Rang 8 im Sprint und einem Ausfall im Hauptrennen holte er nur zwei Punkte. Viel schlechter kann es dieses Jahr nicht werden.


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